Faltschachteln

Bedruckte Faltschachteln sind vielseitig einsetzbar. Ob als Markenbotschafter, nützliches Give-away oder beim Konsumenten am „Point of Sale“. Mit unseren großen und kleinen Faltschachteln nach Maß ist Ihre Wahre sicher gut verpackt.

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Faltschachtel mit Einstecklasche

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Faltschachtel mit Steckboden

Faltschachtel mit Steckboden

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Faltschachtel mit Automatikboden

Faltschachtel mit Automatikboden

  • Deckel = Einstecklasche
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Aufhängeschachteln

Aufhängeschachteln

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Klappschachtel

Klappschachtel

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Kissenschachteln

Kissenschachteln

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Kartons nach Maß - FEFCO

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Kartonschuber

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Spenderbox für Etiketten

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Faltschachteln sind mit großem Abstand auf Platz 1 der Verpackungsarten. Beliebt, sympathisch und umweltfreundlich aus stabilem Chromokarton mit unterschiedlicher Stärke des Kartons und der Flächengewichte von Ihrer Faltschachtel-Druckerei des Vertrauens.

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TYPISCHE ANWENDUNGSGEBIETE

  • Kosmetikartikel
  • Individuelle Geschenkkartons
  • Proben
  • Schmuck
VEREDELUNGEN UND SPEZIFIKATIONEN

  • Schutzlaminat
  • UV-Schutzlack
  • Heißfolienprägung (Glanz- und Matteffekt - Gold/Silber)
  • Blindengerechte tastbare Warndreiecke



Inhaltsverzeichnis


1. Faltschachteln - Materialien und Herstellungsprozess

Bedruckte Faltschachteln dienen als individuelles Werbemittel und gleichzeitig der Kennzeichnung des Inhalts. Bedruckbare große und kleine Faltschachteln finden überall Verwendung (Industrie, Handel, Gewerbe). Jede Faltschachtel ist einzigartig in Form und Funktion. Faltschachteln werden überwiegend aus Papiermaterialien wie Vollpappen, Kartonagen oder Wellpappkarton hergestellt. Je nach Anwendung eignen sich teils unterschiedliche Materialien. 

Bei den Kartonarten ist zwischen 2 Fasertypen zu unterscheiden:
 
  • Sekundärfasern: Chromduplex (GD, GD2) Chromotriplex (GT1, GT2)
  • Primärfaser: Chromosulfat (CS), Chromokarton (GC1, GC2)
     
Wellpappematerialien werden folgendermaßen differenziert:
 
  • B-Welle (Feinwelle)
  • C-Welle (Mittelwelle)
  • E-Welle (Feinstwelle)
  • F-Welle (Feinstwelle)

Vereinzelt werden auch Kunststoffe (PE, PET, PP) und Weißbleche für die Produktion von Faltschachteln verwendet. Auch Verbundmaterialien aus Polyethylen und Aluminium werden eingesetzt. Durch Verpackungstrends wie immer Individualisierung zunehmend transparent dargestellte Produkte begünstigen diese Entwicklung. Auch Sichtfensterstanzungen und andere durchsichtige Effekte sind immer stärker gefragt.
 
Bei Labelprint24 können Sie alle Faltschachteln online in verschiedenen Primärfasern von Chromosulfatkarton (CS) über Chromokarton (GC1, GC2) kalkulieren. Sie haben immer die Wahl zwischen unterschiedlichen Faltschachtelmaterialien und Grammaturen. Faltschachteln nach Maß sind bei uns besondders einfach zu kalkulieren. Einfach Wunschmaße eingeben und Preis in Echtzeit anzeigen lassen.

Funktionen einer Faltschachtel:
  • Die Schutzfunktion – Sie schützt den Faltschachtel-Inhalt vor äußeren Einflüssen, wie Staub, Feuchtigkeit, Licht oder Verkratzen.
  • Die Transportfunktion – Sie dient während der Warenbewegung und Lagerung als platzsparende, stapelbare Verpackung.
  • Die Marketingfunktion – Sie sorgt dafür, dass sich die Faltschachteln samt Inhalt im Warenregal gut stapeln und präsentieren lassen. Ihre Oberfläche transportiert Informationen, nimmt Werbemotive auf und lässt sich mit Etiketten versehen. 

Chromoduplexkarton::
Die Vorderseite ist holzfrei und weiß gestrichen, die Einlage und Rückseite sind grau. Der Chromoduplexkarton ist ein Karton, der einen sehr hohen Altpapieranteil aufweist. Dieser Karton kann gut gefalzt, gerillt, und genutet werden. Der Chromoduplex-Karton eignet sich vor allem als Material für Faltschachteln, Einleger und Blister verpackungen aller Art.

Chromotriplexkarton::
Der Chromotriplexkarton ist mindestens dreilagig und ein gestrichener Sekundärfaserkarton mit grauer Einlage. Er besitzt eine weiße, helle oder braune Rückseite. Dieser Karton findet seinen Einsatz oft für Faltschachteln, Displays und Verpackungen.

Chromosulfatkarton::
Der Chromosulfatkarton, auch Chromosulfatpapier genannt, ist beliebt für hochwertige Drucksachen. Diese Kartonart lässt sich sehr gut bearbeiten und sticht optisch als auch haptisch von anderen Kartonagen hervor. Der Chromosulfatkarton ist sehr stabil, einseitig gestrichen und besitzt einen sehr hohen Weißanteil. Durch den Bestrich besteht die Möglichkeit auf einen sehr präzisen Druck auf der Vorderseite. Die Rückseite, die eher offenporig ist, lässt sich ebenfalls gut bedrucken. Dieser Karton kann gefalzt, gerillt, geprägt und gestanzt werden. Er ist sehr stabil und nicht unbedingt steif. Dieser Karton ist vor allem für alle Produkte, die häufig auf- und zugeklappt werden geeignet, da Nuten nicht ausbrechen. Eine Veredelung des stabilen Papiers ist mit verschiedenen Lacken sehr gut möglich.

Chromokarton:
Chromokarton ist mehrlagiger Karton aus Altpapier oder Holzschliff mit gestrichener, flacher Oberfläche. Generell weist Chromokarton eine sehr hohe Festigkeit des Papiermaterials auf und wird daher gern anstatt von Wellpappe, Vollpappe oder anderen Feinkartonagen verwendet. Kartonagen aus Plastik sind weniger preiswert, weisen eine höhere Umweltbelastung auf und lassen sich schlechter recyclen. 
 

Der Herstellungsprozess von Faltschachteln aus Karton

Angefangen von der Produktionsvorbereitung, über den Produktionsbeginn bis zur Fertigstellung der bedruckten Faltschachteln sind mehrere Produktionsschritte zu absolvieren. Wie viele, das ist bei jedem Auftrag unterschiedlich und hängt von der späteren Funktion der Schachtel, dem Grad der Veredelung und zusätzlichen Weiterverarbeitungsschritten ab.

Schachtel falten
Grundsätzlich müssen alle Faltschachteln genutet, gerillt und geritzt sowie gestanzt werden. Damit die Faltschachtel überhaupt sauber gefaltet werden kann, ist es notwendig, den Druckbogen zu rillen. Beim Rillen werden Nute bzw. Rillungen in das Material gedrückt, an denen der Karton später umgeknickt werden kann, ohne dabei einzureißen.
 

Karton ritzen
Beim Ritzen von Karton wird mit einem Messer die Außenseite eingeschnitten, also geritzt. An den geritzten Stellen können später Teile des Kartons, etwa für Laschen oder Öffnungen, herausgebrochen werden. Abschließend werden die gestanzten Faltschachtel-Zuschnitte ausgebrochen und kommen in eine Faltschachtel-Klebemaschine.

Konturen stanzen
Die fertig bedruckten und veredelten Bogen kommen im Anschluss in eine Flachbettstanze. Mit Hilfe einer Stanzform aus einem rasiermesserscharfen Schneidlinienmaterial, zumeist ein angeschliffenes Stahlband, werden die Konturen der Faltschachteln ausgestanzt. Durch Eindrücken des scharfkantigen Stanzwerkzeugs in den Faltschachtel-Karton trennt man die Papierfasern sauber voneinander. Generell können sowohl Papier, Karton, Pappe als auch Wellpappe gestanzt werden. Bei der Anfertigung einer neutralen Faltschachtel (ohne Aufdruck) ist das Stanzen der erste Verarbeitungsschritt. Die passende Stanzform für jede Faltschachtel ist in unserem Faltschachtel-Kalkulator von labelprint24 immer nach Maß bestellbar.

Verkleben und versenden der Faltschachteln
Da ein Großteil der produzierten Faltschachteln mit Steck- oder Blitzboden (Automatikboden) in maschinellen Verpackungsanlagen aufgerichtet werden muss, ist es notwendig, dass sie sich präzise, zuverlässig und leicht öffnen lassen. Durch das Vorbrechen in einer Faltschachtel-Klebemaschine werden die Rillungen weich und geschmeidig gemacht. Im letzten Schritt der Faltschachtel-Herstellung werden die gestanzten Faltschachtel-Zuschnitte an der Längsnaht oder an den Seitenteilen punktuell geklebt. Anschließend werden die fertig verpackten Faltschachteln im zusammengefalteten Zustand zum Kunden versendet.
 

Produktionsablauf von Auftragsannahme bis zum Versand zum Kunden

1.1 Die Druckvorstufe

Ein wichtiger unterstützender Prozess, bevor der Druck überhaupt beginnen kann, ist die Druckvorstufe. Hier werden aus den Kundendaten die Druckdaten für das jeweilige Drucksystem aufbereitet, das Farbmanagement durchgeführt und die für den konventionellen Druck erforderlichen Druckplatten erzeugt. Wird der Auftrag im Digitaldruck verarbeitet, ist eine PDF-Druckdatei erforderlich. Auch die für den Stanzprozess erforderlichen Stanzformen werden in der Druckvorstufe oder beim Auftragssachbearbeiter bestellt.  

1.2 Der eigentliche Druck

Sind alle notwendigen Materialien vorrätig, beginnt die Herstellung der Faltschachteln üblicherweise mit dem Druck. Werden die Kartonschachteln im Offsetdruck bedruckt, muss der Karton vorher auf das jeweilige Format der Offsetdruckmaschine zugeschnitten werden. Die Offset-Druckmaschine wird mit den Druckplatten gerüstet und in die Farbwerke werden die in der Druckvorstufe ermittelten Druckfarben eingefüllt. Nach einer kurzen Anlaufphase vergleicht der Drucker das Druckbild mit einem farbverbindlichen Druckproof. Danach erfolgt die Auftragsfreigabe, der Druckjob wird durchgeführt. Der Drucker kontrolliert während des Druckens permanent das Druckbild und justiert bei Bedarf die Maschine nach.
 
Bei Digitaldruck erfolgt der Faltschachteldruck nicht als Bogen-, sondern als Rollendruck. Das bedeutet, das Druckmotiv wird in mehreren Nutzen auf eine Kartonrolle aufgedruckt. Druckplatten entfallen dabei völlig. Nach dem Druckvorgang wird die Rolle mit den aufgedruckten Faltschachtelmotiven wieder aufgerollt. Weitere Druckverfahren, die beim Schachteln bedrucken genutzt werden, sind der Flexodruck, der Siebdruck und der Tiefdruck.

1.3 Digitaldruck von Schachteln

Aufgabe der Verpackung ist es, positive Kundenerlebnisse zu schaffen. Dabei kann die Verpackung, beispielsweise mit persönlichen Botschaften, entscheidende Akzente setzen. Digitale Drucktechnologien und die damit verbundene Flexibilität in der Produktion ermöglichen beim Schachteln bedrucken ein sehr hohes Maß an Individualisierung und Personalisierung. Die Losgröße 1 ist längst keine Seltenheit mehr. Vor allem in kleinen Auflagen, im Bereich von 1 bis 1.5000 Exemplaren, bei mehreren kleinen Nutzen und kurzen Lieferzeiten produzieren die Faltschachtel-Hersteller im schnellen und kostengünstigen Digitaldruck.

1.4 Der Offsetdruck von Schachteln

Bei größeren Auflagen, ab 1.500 Stück, kommt der Offsetdruck zum Einsatz. Hier ist die Auswahl an einsetzbaren Schachtel-Kartonsorten sowie unterschiedlichen Farben und Veredelungen umfangreicher als im Digitaldruck. Der Offsetdruck wird für sehr hochwertige Verpackungen, vor allem aus Fein- und Feinstwellpappe (E-, F- oder N-Welle) oder Karton, eingesetzt. Er ist für mittlere und auch hohe Auflagen hochwertiger Verpackungen ein qualitativ ausgereiftes Verfahren mit besten Druckergebnissen.

1.5 Der Flexodruck

Der Flexodruck ist ein Hochdruckverfahren, welches häufig in der Wellpappenindustrie angewendet wird. Die Flächen die drucken, liegen höher als die nicht druckenden Flächen. Diese werden mit Druckfarbe eingefärbt und direkt auf die Wellpappe übertragen. Die Druckplatten bestehen beim Flexodruck meist aus Fotopolymer oder Gummi. Die Druckfarben werden über Walzen auf die Klischees (auch Druckform oder Druckformzylinder genannt) mittels einer Druckpumpe oder Tauchwalze übertragen. Der Flexodruck ist besonders vielseitig und zählt zu den hochwertigen Druckverfahren.
 
Wie funktioniert der Flexodruck?
Wie auch der Offsetdruck und der Tiefdruck zählt der Flexodruck zu den Rollenrotationsdruckverfahren und ist aus dem Hochdruck (Buchdruck) entstanden. Er wird für viele Materialien eingesetzt und wird immer dann verwendet, wenn für diese keine anderen Druckverfahren angewendet werden können. Beim Flexodruck heben sich die Druckelemente im Gegensatz zum Tiefdruck von der Druckform ab.

Die Farben die für den Flexodruck verwendet werden sind meist umweltverträglich und dünnflüssig. Es werden je nach Stoff der bedruckt werden soll, unterschiedliche niedrigviskose Farben verwendet. Die Druckfarben sind entweder UV-härtende, wasser- oder auf Lösemittel basierte Farben.

Die Flexodruckmaschine
Eine moderne Flexodruckmaschine hat im Durchschnitt ca. vier bis zehn Druckwerke. Die Produktionskapazität hängt von der Anordnung der Druckwerke ab. Das Druckwerk besteht aus einer Rasterwalze, einem Druckform- und einem Gegendruckzylinder. Die Druckfarbe wird mit der Rasterwalze auf den Druckformzylinder übertragen. Auf den Gegendruckzylinder, der den Bedruckstoff führt, wird mit dem Druckformzylinder das Motiv gedruckt.
Was wird im Flexodruck gedruckt?
Der Flexodruck zeichnet sich dadurch aus, dass mit diesem Verfahren sehr viel bedruckt werden kann. Der Flexodruck findet seine Anwendung auf Materialien wie Kunststoff, Papier und Pappe. Für nichtabsorbierende Kunststoff-Folien aus PP, PE, PVC und PET werden die Oberflächen für eine verbesserte Farbannahme behandelt. Kunststoff-Verpackungen, Klebebänder und -folien, oder Isolationspapier werden ebenfalls im Flexodruck-Verfahren bedruckt.

1.6 Der Siebdruck

Unter den Druckverfahren ist der Siebdruck ein Allrounder. Die meisten aller weltweit bedruckten T-Shirts werden immer noch mit dem Siebdruck-Verfahren bedruckt. Man kann ihn als Industriestandard bezeichen, der professionell und extrem langlebig ist. Mit dem Siebdruck lassen sich auch mehrfarbige Motive, Farbverläufe, Effektfarben wie neon, gold, silber oder auch Fotos drucken. Der Druck ist sehr dünn, man spürt lediglich eine leicht gummierte Oberfläche. Fast alle Textilien können bedruckt werden. Der Siebdruck eignet sich vor allem für große Auflagen, da er sehr günstig ist und als bestes Druckverfahren gilt.

Wie funktioniert der Siebdruck?
Die Farbe wird über ein Sieb direkt auf das Textil übertragen. Der Siebdruck besteht aus einem Rahmen, der mit einem Gewebe bespannt ist. Meist wird fotografisch auf das Gewebe eine Schablone aufgebracht. Mit der Schablone werden die Stellen beim Farbaufgrag geschützt, die nicht bedruckt werden sollen. In einer Druckmaschine wird die Druckform über dem zu bedruckenden Material (Bedruckstoff) befestigt. Die Druckfarbe wird nun mit einer Gummirakel auf das Gewebe aufgetragen, in dem über die offenen Stellen der Schablone auf den Bedruckstoff gestrichen bzw. gerakelt wird. Die Farbe wird auf die Bedruckstoffoberfläche aufgetragen, in dem sie durch die Maschen des Gewebes gedruckt wird. Sobald die Farbe auf das Textil übertragen wurde, wird es in einem Trockenkanal getrocknet. Damit bei dunklen Textilien eine gute Deckung und leuchtende Farben erreicht werden können, muss mit weiß vorgedruckt werden. Dem Siebdruck ist die hohe Waschbeständigkeit und eine hervorragende Farbbrillianz als Vorteil anzurechnen. Für die Siebtechnik werden Pigment- und Plastisolfarben verwendet. Plastisolfarben zeichen sich dadurch aus, dass sie eine Waschbeständigkeit bis zu 60 Grad haben und sehr lange halten. Die Plastisolfarbe kann mit speziellen Härtern kochfest gemacht werden.

Abhängig von der Beschaffenheit des Bedruckstoffs, der Feinheit des Druckmotivs, der Größe der Farbpigmente und dem gewünschten Farbauftrag, wird die Gewebefeinheit gewählt. Im Siebdruck gibt es also kein "Standardgewebe". Die Feinheit des Gewebes wird entweder in Maschen pro Inch gemessen, oder in Faden pro Zentimeter.

Was wird im Siebdruck gedruckt?
Der Siebdruck eignet sich vor allem bei großen Auflagen für Firmen, Vereine, Events, Sportveranstaltungen, Berufsbekleidung usw., da für jede Druckfarbe ein Sieb erstellt werden muss und dies sonst zu teuer wird. Dieses Druckverfahren wird in erster Linie für T-Shirts sowie Sweatshirts verwendet.

1.7 Der Tiefdruck

Das Tiefdruck-Verfahren ist eines der ältesten Druckverfahren, die heutzutage noch verwendet werden. Auch im Vergleich mit dem hochmodernen Digitaldruck überzeugt das Tiefdruck-Verfahren mit einer hohen Druckqualität, einem gleichmäßigen Farbauftrag, sowie satte Farbtiefen.

Wie funktioniert der Tiefdruck?
Beim Tiefdruck-Verfahren sind die zu druckenden Flächen, anders als beim Flexodruck, auf einer Metallplatte leicht vertieft. Diese Vertiefungen (Näpfchen) werden mit Hilfe von Gravur, Ätzung oder durch Laser erstellt. Nach dem die Farbe auf die gesamte Fläche aufgetragen wurde, wird die nicht vertiefte Fläche wieder frei gerakelt. Die Farbe, die in den vertieften Bereichen verbleibt, wird mit einem Anpressdruck (bestehend aus zwei Zylindern: Druckformzylinder und Druckzylinder) direkt auf das zu bedruckenden Objekt übertragen. Der Tiefdruck ist somit ein direktes Druckverfahren. Es wird pro Druckvorgang immer eine Farbe verwendet. Moderne Maschinen besitzen gute Abluft- und Feuerlöschsysteme, da die Farben einen hohen Anteil an leicht entflammbaren Lösungsmitteln enthalten. Nach dem Druckvorgang läuft das Druckobjekt zum nächsten Vorgang, oder direkt zur weiteren Verarbeitung in die Falzmaschine. Im Bereich des Tiefdrucks gibt es das Rotationsdruck- und Bogentiefdruck-Verfahren. Im Rotationsdruck werden vor allem auflagenstarke Produkte hergestellt. Die Druckleistung im Rotationsdruck liegt bei 60.000 Drucken pro Stunde, d.h. eine Papierbahngeschwindigkeit von ca. 16 m/s. Der Bogentiefdruck ist weniger verbreitet. Er wird beim Druck von Leuchtstofffarben, Lacken als Sonderfarbe und Metallfarben auf fertige Druckbögen aus dem Offsetdruck eingesetzt.

Was wird im Tiefdruck gedruckt?
Bei sehr hohen Auflagen und Seitenzahlen (ca. 100.000) ist der Tiefdruck besonders wirtschaftlich. Magazine und Zeitungen wie Stern, Spiegel oder Kataloge wie der Ikeakatalog werden mit dem Tiefdruck-Verfahren gedruckt. Auch Verpackungen wie die aus der Zigarettenindustrie, Tetrapacks, Folienverpackungen, Kunststoff- und Metallfolienverpackungen, aber auch Textilien und Wertpapiere werden bedruckt.

Merkmale des Tiefdrucks
Druckbilder, die im Tiefdruck erstellt wurden, sind immer am Sägezahneffekt erkennbar. Darunter werden kleine Rasterpunkte verstanden, die bei einer genaueren Betrachtung wie Pixel aussehen. Die Feuchtigkeit und die Vertiefung der Druckplatten sind die Gründe. Um diesen Effekt entgegenzuwirken wird oft auf saugfähiges Papier zurückgegriffen. Der Sägezahneffekt verschwindet trotzdem nicht ganz. Mit dem Tiefdruck erhält man jedoch satte Farbergebnisse, sowie einen gleichmäßigen Farbauftrag.

1.8 Hybriddruck von Schachteln

Schachteln bedrucken ist ein technischer Vorgang, bei dem auch verschiedene Druckverfahren hintereinander zur Anwendung kommen können. So macht es durchaus Sinn, eine große Auflage von Faltschachteln im Offsetdruck zu produzieren und anschliessend im Digitaldruck mit variablen Daten zu personalisieren.

1.9 Der Buchdruck von Verpackungen

Das Schachteln bedrucken mittels des Buchdrucks ist weitestgehend durch den Offsetdruck abgelöst. Heute wird der Buchdruck vor allem für Eindrucke in die Oberfläche von Schachteln verwendet. Mit der dem Buchdruck eigenen Kraft, bei der die Druckelemente erhaben auf der Druckform stehen, entstehen charakteristische Quetschfalten. Bei weichen Naturpapieren erhält man so ein fast reliefartiges Ergebnis. Wer ein haptisches und visuelles Erlebnis sucht, für den ist der Buchdruck beim Schachteln bedrucken die erste Wahl.

Faltschachteln nach Maß günstig produzieren - Der Digitaldruck macht´s möglich

Der Digitaldruck von Faltschachteln nach Maß beschränkt sich nicht nur auf den eigentlichen Druckvorgang, sondern schliesst den Bestellvorgang und die digitale Weiterverarbeitung und Veredelung mit ein. Das Wort „digital“ bedeutet ursprünglich „Finger“, „Signal“, Zahl“; es geht also um Daten, um binäre, maschinenlesbare Daten. Der gesamte digitale Fertigungsprozess von Faltschachteln und Versandkartons beruht auf der Verarbeitung von Daten, von Druckdaten, die direkt von Computern mittels einer Software gelesen, verarbeitet und an andere Geräte im Produktionsprozess von maßgeschneiderten Faltschachteln, etwa eine Kama- oder Laserstanze, weitergereicht werden können.

Faltschachteln nach Maß sind digitale Produkte

Diese Art der Daten-Verarbeitung birgt für die Herstellung von Faltschachteln enorme Zeit- und Kostenvorteile; Druckplatten oder mechanische Stanzformen werden nicht mehr benötigt. Die Kosten für bedruckte Faltschachteln werden generell von mehreren Faktoren beeinflusst: der Auflage, den Maßen, dem Druck, dem Material und der Bauart. Alle diese Faktoren sind individuell beeinflussbar, es entsteht sozusagen ein maßgeschneiderter „Anzug“ für jedes Produkt, es entstehen Faltschachteln nach Maß.


1.10 Oberflächenveredelung mit Lack

Soll die Oberfläche der Kartonschachteln nicht weiter veredelt werden, gehen die Druckbögen (oder die Druckrolle) direkt zum Nuten, Rillen, Ritzen und Stanzen.
 
Die für Stanzverpackungen verwendeten Kaltleime haften sicher auf den unlackierten Stellen des Kartons. Deshalb müssen die Klebestellen vor der hochwertigen Lackierung oder Kaschierung entweder ausgespart oder mechanisch aufgeraut werden.
 
Ist vom Kunden eine zusätzliche Veredelung der Faltschachtel-Oberfläche gewünscht, sind weitere Produktionsschritte notwendig. Eine beliebte Form der Veredelung ist das ganzflächige oder partielle Drucklackieren. Dieser Vorgang erfolgt zumeist direkt im Anschluss an den Druck in einem weiteren Farbwerk oder beim Digitaldruck mit einem Inline- bzw. Nearby-Finishing-System und kann in einem einzigen Durchlauf sowohl glänzend, seidenmatt, matt oder mit Oberflächenstruktur durchgeführt werden.
 
Die einfachste und auch älteste Lackiermethode ist die Drucklackierung mit Öldrucklack. Dabei wird ein oxidativ trocknender Firnisdrucklack über das Farbwerk wie eine Druckfarbe übertragen. Die entsprechende Auswahl an Lacktypen ist sehr groß. Im Offsetdruck hat man in den Lackwerken auch die Möglichkeit, flächig oder partiell Metalliclacke aufzutragen.
 
Bei der Drucklackierung mit UV-Lack erfolgt die Härtung durch Vernetzen der flüssigen Bindemittelbestandteile nach Einwirkung von UV-Strahlen im Bruchteil von Sekunden. UV-Lacke bestehen aus polymerisierbaren Bindemittelbestandteilen und Fotointiatoren und zeichnen sich durch einen besonders hohen Glanz in Verbindung mit hohem mechanischen Schutz, auch gegen chemische Einwirkungen, aus. Die UV-Lackierung wird neben dem Digitaldruck auch im Rollenoffsetdruck und im Siebdruck genutzt. Für Lebensmittelverpackungen sind UV-Lackierungen wegen der Geruchsbildung nicht zu empfehlen.
 
Die Drucklackierung mit wässrigen Dispersionslacken ist eine Technik, bei der ein wässriger Dispersionslack über ein Feuchtwerk mit textilbezogenen Feuchtwalzen verarbeitet wird. Wichtig ist die notwendige Trocknungstechnik. Die Basis der Dispersionslacke sind verschiedene Polymerdispersionen.

1.11 Druckveredelung

Waren die ersten bedruckten Faltschachteln Ende des 19. Jahrhunderts noch mit einem dezenten schwarz/weiss gerasterten Druckbild versehen, gehören Faltschachteln heute zu den meist-veredelten Druckprodukten. Zum einen sind es natürlich funktionelle Gründe, etwa Barriereeigenschaften, die die Faltschachtelhersteller tief in die Trickkiste greifen lassen, aber die Ursachen liegen hauptsächlich in den Erfordernissen des modernen Produktmarketings.
Das Ausgangsmaterial der Faltschachtel wird in einer Bogenoffsetdruck-Maschine bedruckt. Hierbei sind vom partiellen bis zum vollflächigen Druck alle Motive, Farben und Sonderfarben möglich. Wenn der Kunde es wünscht, wird der Druckbogen der späteren Faltschachtel mit Steckboden in einem weiteren Druckwerk mit einem Hochglanz- oder seidenmatten Lack veredelt. Diese beiden Vorgänge erfolgen in einem Arbeitsgang .

1.12 Warum ist die Veredelung so wichtig?

Früher waren in erster Linie die Transport- und Schutzfunktion für die Verpackung ausschlaggebend, da längere Strecken überwunden werden mussten. Eine Schachtel mit Deckel musste stabil, stapelbar und unempfindlich sein. Im Verlauf der Industrialisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielten die schönen Schachteln aber zusätzliche Aufgaben: etwa die Convenience-Funktion (die Dimensionierung der Produkte zu Verkaufseinheiten). Parallel dazu wurde die Verpackung immer mehr zur Verkaufsförderung verwendet. Diese Funktion wurde durch die Entstehung von Supermärkten, Selbstbedienung und Markenartikeln immer wichtiger. Die Verpackung soll nun den Käufer anlocken und als Blickfang bzw. zur Orientierung im großen Warenangebot dienen.
Seit den 90er Jahren haben sich die Anforderungen an das Verpackungsmaterial wieder verändert. Mit einem kontinuierlichen Anstieg des Umweltbewusstseins der Konsumenten stellte sich die Frage der Entsorgung und des Recyclings. Immer mehr Informationen müssen auf der Oberfläche dargestellt werden, und die altersgerechte Kartonverpackung kam ihn Mode, die man leicht öffnen, aber auch gut verschliessen kann. Dieser Funktionsvielfalt können Faltschachteln nur dann gerecht werden, wenn es ausreichend Möglichkeiten zur Produktgestaltung, also zur Veredelung, gibt.

1.13 Welche Veredelungen gibt es?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Veredelung von Verpackungen. Neben den Lackierungen zählen dazu die Kaschierungen, das Schutzlaminat, die Heißfolienprägung, die Kaltfolienprägung, Blindprägung usw.

1.13.1 Kaschieren

Beim Kaschieren handelt es sich um ein Verfahren, bei welchem das bedruckte Material (Papier, Karton, Pappe) flächig mit einer glänzenden, matten, transparenten oder strukturierten Kunststofffolie verklebt wird. Durch diese Kaschierung mit Folie verändert sich zum einen die Optik der Faltschachteloberfläche. Zum anderen hat sie den Zweck, das jeweilige Produkt vor Schmutz, Feuchtigkeit, Abrieb und Chemikalien zu schützen. Die Folienkaschierung kommt in erster Linie also dann zum Einsatz, wenn Produkte langfristig geschützt werden sollen und eine optische Aufwertung vom Kunden gewünscht ist. Die Kaschierung macht Faltschachteln noch widerstandsfähiger als herkömmlicher UV-Lack.

1.13.2 Schutzlaminat

Unter Schutzlaminat ist eine transparente Klebefolie zu verstehen, die Schutz und Veredelung in einem bietet. Das Schutzlaminat bietet dem Produkt beim Digitaldruck eine lange Haltbarkeit, denn es schützt vor UV-Strahlung und mechanischen Einflüssen. Aber auch zur Veredelung werden sie eingesetzt. Ein glänzendes Laminat verleiht den Druckfarben eine höhere Brillianz. Um Reflexionen und Spiegelungen auf der Oberfläche des Drucks zu vermeiden, wird ein mattes Schutzlaminat eingesetzt. Schutzlaminate werden häufig bei Fahrzeugbeschriftungen, oder bei Klebefolien eingesetzt, die mechanischen Belastungen, einer hoher Sonneneinstrahlung oder starker Witterung ausgesetzt sind.

1.13.3 Heißfolienprägung

Bei der Heißfolienprägung wird eine Prägefolie mit Hilfe von Hitze, Druck, Einwirkzeit und einem Prägestempel auf das zu veredelnde Material übertragen. Mit der Folie können die unterschiedlichsten Motive, wie Flächen, Konturen und Schriften, herausgearbeitet werden. Zudem sind keine Wartezeiten für das Trocknen und Aushärten notwendig. Es stehen verschiedene Farbfolien, aber auch strukturierte und Gold- bzw. Silberfolien zur Auswahl. Die Heißfolienprägung eignet sich aufgrund ihrer optischen Attraktivität besonders gut für Faltschachteln, die einen hochwertigen Eindruck vermitteln sollen, etwa zur Verpackung von Schmuck oder Kosmetikprodukten. Ihren Ursprung hat die Heißfolienprägung im historischen Blindprägen. Darunter versteht man die Verformung des Materials, ohne dass dabei Farbe aufgebracht wird.

1.13.4 Kaltfolienprägung

Relativ neu im Verpackungsdruck ist die Kaltfolienprägung. Durch Übertragung einer Aluminiumschicht und einer Schutzlackschicht, die von einer Trägerfolie abgelöst werden, können unterschiedlichste Metalleffekte erzielt werden. Durch Adhäsion einer Haftschicht mit der auf dem Faltschachtelmaterial aufgedruckten Klebstoffschicht bleibt die Kaltfolie auf dem Substrat haften. Die optische Wirkung der Kaltfolien ähnelt der von Prägefolien. Schillernde und spiegelnde Flächen, wie zum Beispiel die von Metall, Wasser oder Glas, können umgesetzt werden. Ausgehend von nur einer Standardsilberfolie kann durch das Überdrucken fast jeder beliebige Metallic-Farbton erzeugt werden. Da Kaltfolien empfindlich gegenüber mechanischer Beanspruchung sind, ist in diesem Fall ein zusätzlicher Oberflächenschutz (Dispersions- oder UV-Lackierung) oder eine Folienkaschierung notwendig.

1.13.5 Dispersionslack

Der Dispersionslack wird als Veredelung eingesetzt, oder aber auch zum Schutz, bspw. vor Vergilbung. Zudem verleiht er dem Druckerzeugnis eine hohe Stapel- und Scheuerfestigkeit. Veredelungen mit Dispersionslack werden vor allem für Speisekarten, Visitenkarten, Verpackungen, Flyer, Broschüren usw. eingesetzt. Der Dispersionslack basiert auf Wasser und wird im Offsetdruck inline über ein Lackierwerk aufgetragen, wodurch ein matter bis mittlerer Glanzgrad erreicht wird. Die Trochnungsphase ist aufgrund des hohen Wassenanteils, das schnell verdunstet, sehr kurz.


1.13.6 UV-Lackierung

Bei der UV-Lackierung werden Lacke verwendet, die mittels UV-Strahlen ausgehärtet werden. Die UV-Lackierung ist hinsichtlich ihrer technischen Umsetzung im Vergleich zum Lackieren mit dem Dispersionslack deutlich aufwändiger. Die UV-Lackierung ermöglicht jedoch höhere Schichtdicken, die das Produkt sehr abriebfest machen und einen sehr hohen Glanz verleihen. Zudem besteht die Möglichkeit den Lack mit Strukturen zu versehen, die unterschiedliche haptische Effekte herbeiführen. Um besondere Bereiche auf Produkten hervorzuheben, kann der UV-Lack auch partiell eingesetzt werden.


1.13.7 Blindprägung

Die traditionellste und älteste Variante der Veredelung ist die Blindprägung. Sie wird auf Printprodukte angewandt, indem nur durch Druck eine plastische Verformung entsteht. Dem Produkt wird somit eine farblose, aber besondere Haptik verliehen, die sehr edel und dezent wirkt.Übrigens: Die Blindprägung lässt sich mit den meisten Veredelungstechniken, insbesondere mit der Folienkaschierung, kombinieren.


1.13.8 Formstanzung

Durch ein eigens gefertigtes Stanzwerkzeug werden bei der Formstanzung beliebige Formen mechanisch aus einem Bedruckstoff ausgeschnitten. Z. B. Können bestimmte Bildelemente oder ein Durchblick auf darunter liegende Seiten so besonders betont werden. Diese Technik lohnt sich aufgrund eines individuellen Stanzwerkzeugs eher bei höheren Auflagen. Beim Entwurf muss die darunter liegende Fläche, sowie die Schnittkante beim Stanzen beachtet werden. Materialien wie gestrichene, ungestrichene, als auch langfaserige Papiere aller Grammaturen, Folien, Metalle und Kartonagen, sind für die Formstanzung gut geeignet. Aufgrund der ausgestanzten Flächen, je nach Größe und Form, verliert der Bedruckstoff bei der Formstanzung an Stabilität.



2. Faltschachtel-Arten

Mindestens ebenso vielfältig, wie es kreative Faltschachtel-Kreationen gibt, finden sich in der Verpackungspraxis viele unterschiedliche Faltschachtel-Arten. Die 1960 gegründete European Carton Makers Association (ECMA) veröffentlichte den ECMA-Code, eine Sammlung standardisierter Stanzverpackungen und Faltschachteln. Mit dieser Sammlung lassen sich nahezu sämtliche Formen von gefalteten Schachteln beschreiben. Nach dem Klassifizierungssystem "ECMA-Code" für Verpackungen aus Karton/Pappe werden sechs Kategorien von Schachteltypen unterschieden:

  • Faltschachtel rechteckig mit Längsnahtklebung,
  • Faltschachtel rechteckig ohne Längsnahtklebung,
  • Faltschachtel nicht rechteckig mit Längsnahtklebung,
  • Faltschachtel nicht rechteckig ohne Längsnahtklebung,
  • Faltschachtel mit Produktintegration und
  • Sonstige Faltschachteln.

Einige der in der Verpackungspraxis gebräuchlichsten Arten von Faltschachteln wollen wir etwas detaillierter vorstellen.

2.1 Faltschachteln mit Einstecklasche

Faltschachtel mit Einstecklasche
Die Herstellung von Faltschachteln mit Einstecklasche beginnt mit dem Druck der Kartonbogen. Die bedruckten Kartonbogen können anschliessend vielfältig veredelt werden. Zu den gängigsten Veredelungen gehören das Prägen und Perforieren, das Kaschieren und Lackieren, oder die Kombination mit anderen Werkstoffen, wie Kunststoff oder Metallfolien. Nach dem Druck und der Veredlung stanzt man aus den bedruckten Bogen die Zuschnitte aus und nutet dir Falze. Der Schachtelrumpf wird nach dem Ausstanzen an der Klebelasche mit Klebepunkten versehen und zusammengeleimt. Diese Verklebung nennt man Seitennaht- oder Längsnahtklebung. Die Seitennahtklebung erfolgt bei hoher Geschwindigkeit an einer automatischen Faltschachtelklebemaschine.

Die Oberfläche der Faltschachtel mit Einstecklasche kann auf allen Aussenseiten und auf Wunsch auch im Inneren mit einem beliebigen Farbmotiv bedruckt werden. Diese große Druckfläche ist ideal als Werbemotiv- und Informationsfläche, z.B. über den Hersteller, die Dosierung oder detaillierte Inhaltsstoffe, geeignet.

Faltschachteln mit Einstecklasche bestehen zumeist aus einem festen Karton. Der Karton gewährleistet das Aufrichten der Faltschachtel bei der Befüllung mit dem Packgut und den Schutz des Packguts beim Transport und der Lagerung. Faltschachtelkarton ist gut bedruckbar, gut falzbar und vor allem ein recycelfähiger Rohstoff.
 
In der Pharma- und Arzeimittelindustrie kommt diese bedruckte Faltschachtel bei kleinen Rationen von Arzneien oder Präparaten als Verpackung fast ausschließlich zum Einsatz. Um derartige Medikamentenblister (auch Durchdrückpackung) in bedruckten Faltschachteln mit Einstecklasche zu verpacken, werden die wiederverschließbaren Deckel der Schachteln meist mit einer oder zwei seitlichen Einstecklaschen versehen. Faltschachteln mit Einstecklasche sind oft mit Sicherheitsschlitzen und einem Staubschutz ausgestattet. Ihre Aufgabe ist es, das Eindringen von Staub und anderen Fremdkörpern in das Schachtelinnere zu verhindern. Wir sind als „Faltschachteldruckerei“ besondere Spezialisten im Faltschachteldruck und fertigen auch kleine Auflagen von individuell gestalteten Faltschachteln. Alle Seiten der Faltschachtel mit Einstecklasche können mit individuellen Motiven, Grafiken, Logos, Slogans, Strichcodes, QR-Codes oder sonstigen Informationen bedruckt werden.
 
Funktionen:
Die Faltschachtel mit Einstecklasche erfüllt für das in ihr befindliche Produkt mehrere Funktionen:
Die Schutzfunktion – Sie schützt den Faltschachtel-Inhalt vor äußeren Einflüssen, wie Staub, Feuchtigkeit, Licht oder Verkratzen.
Die Transportfunktion – Sie dient während der Warenbewegung und Lagerung als platzsparende, stapelbare Verpackung.
Die Marketingfunktion – Sie sorgt dafür, dass sich die Faltschachteln samt Inhalt im Warenregal gut stapeln und präsentieren lassen. Ihre Oberfläche transportiert Informationen, nimmt Werbemotive auf und lässt sich mit Etiketten versehen. Immer bilden Faltschachtel und ihr Inhalt eine Produkt-Einheit und werden auch so vom Verbraucher wahrgenommen.

Veredelungen:
Alle typischen Veredelungen für Drucksachen sind auch bei Faltschachteln mit Einstecklasche gebräuchlich. Besonders gern werden Drucklackierungen, Heiß- und Kaltfolienprägungen auf der Faltschachtel vorgenommen. Sie dienen dazu, entweder die Verpackung vor äußeren Einflüssen zu schützen oder um ihre Haptik bzw. Optik zu optimieren. Faltschachteln mit Einstecklasche gehören zu den am meisten veredelten Verpackungsmitteln überhaupt.

Faltschachtel mit Einstecklasche - Stanzkontur
Die Stecklaschen-Schachtel ist die am meisten verwendete und preiswerteste Art von bedruckten Faltschachteln. Sie besitzt als Deckel und Boden einen Verschluss mit zwei Staublaschen und einer Einstecklasche mit Friktionsverschluss. Die Laschen verschliessen die Faltschachteln aber nicht allzu sicher. Die Einstecklasche lässt sich zusätzlich mit Sperrschlitzen oder einer Schliesszunge versehen, die ein besonders sicheres Arretieren des Deckels garantieren. Stecklaschenschachteln werden häufig verwendet für Medikamente, Software, Kosmetik, Tuben aller Art, kleine Flaschen.








2.2 Faltschachteln mit Steckboden

Faltschachtel mit SteckbodenFaltschachteln mit Steckboden werden in der industriellen Verpackungspraxis vor allem dazu genutzt, Produkte mit einer stabilen Verpackung zu umgeben, die auf Grund ihres Gewichts einen besonders stabilen Boden benötigen. Durch den Steckboden wird verhindert, dass der Inhalt der Faltschachteln nach unten durchrutschen kann.

Typische Anwendungsfelder für Faltschachteln mit Steckboden sind von daher bei der Verpackung von Glasflaschen, bei Umverpackungen, Kosmetik im Glasbehälter, für Rasierwasser, Keramikartikel und von Getränkedosen zu finden. Immer dann wenn eine „normale“ Einstecklasche den Boden nicht fest genug verschliesst und das Produkt sind Faltschachteln mit Steckboden die sichere Alternative. Das Packgut drückt von oben auf die verzahnten Stecklaschen und verstärkt so die Stabilität des Bodens. Der Steckboden bewirkt außerdem einen stabilen Stand der Faltschachteln. Anders als beim so genannten „Automatikboden“ bzw. „Patentboden“ richten sich die Faltschachteln mit Steckboden beim Befüllen nicht automatisch auf.

Auch Ihre Oberfläche dient auf allen sechs Seiten als bedruckbare Informations- und Werbefläche. Die am Boden befindlichen, nicht sichtbaren Teile des Steckbodens werden beim Druck ausgespart.

Darüber hinaus erfüllt die Faltschachtel mit Steckboden für das in ihr befindliche Produkt mehrere Funktionen gleichzeitig. Sie schützt den Faltschachtel-Inhalt vor äußeren Einflüssen, wie Staub, Feuchtigkeit, Licht oder Verkratzen. Sie dient als Transportverpackung und sorgt dafür, dass sich die Produkte im Warenregal gut stapeln und präsentieren lassen. Ihre Oberfläche transportiert Informationen, nimmt Werbung auf oder lässt sich mit weiteren sekundären Verpackungsmitteln, etwa mit Etiketten, versehen. Fast immer bilden Faltschachtel und ihr Inhalt eine Produkt-Einheit und werden auch so vom Käufer wahrgenommen.
 
Ihre Faltschachtel mit Steckboden können Sie bei labelprint24 entweder unbedruckt oder mit einem individuellen Motiv/Design versehen, online kalkulieren und bestellen. Je nach gewünschter Festigkeit der bedruckten Faltschachteln mit Steckboden stehen verschiedene Karton-Grammaturen zur Auswahl. Natürlich kann unsere Chromokarton Faltschachtel-Box auch als Give away auf Messenständen von Mitarbeitern an Messebesucher verteilt werden. Individuelle Faltschachteln im Bereich Marketing sind zumeist mit Werbeartikeln bestückt (Kugelschreibern, Schlüsselanhänger, Aufkleber, Süßigkeiten usw.). Dabei sind Sie bei uns als Faltschachtel-Werbemittel-Profis nicht auf ein bestimmtes Maß oder das Einhalten von Standardgrößen angewiesen.
Faltschachtel mit Steckboden - Stanzkontur
Die Faltschachtel mit Steckboden ist eine Sonderform der Stecklaschen-Schachtel. Der Steckboden besteht aus jeweils einer Lasche auf allen vier Seiten der Bodenöffnung. Beim Aufrichten klappen die Laschen nach innen und verhaken sich ineinander. Sie arretieren sich gegenseitig und verhindern so ein Herausfallen des Verpackungsinhaltes.

2.3 Faltschachteln mit Automatikboden

Faltschachtel mit AutomatikbodenFaltschachtel mit Automatikboden - Stanzkontur
Auch Faltschachteln mit Automatikboden (Blitz- oder Faltboden) sind eine spezielle Form von Stecklaschen-Schachteln. Der Automatikboden wird bei der Herstellung geklebt und ist von daher äußerst stabil. Das Befüllen mit dem Inhalt gestaltet sich schnell und einfach, da sich der Boden beim Aufrichten der Faltschachtel mit Blitzboden automatisch aufstellt.
Bei Faltschachteln mit Längsnaht-Automatikboden schließt sich der Boden der Faltschachteln beim Aufrichten der Verpackungswände von selbst. Die Faltschachtel richtet sich auf. Der Automatikboden bietet den Vorteil, dass die Faltschachteln schnell und zuverlässig mit einer Ware manuell und maschinell bestückt werden können. Bei dieser Art von Faltschachteln wird vor der Auslieferung die Längsnaht an einer Seite geklebt; sie werden plano ausgeliefert.

2.4 Faltschachtel mit Einstecklasche und Eurolochhänger

Faltschachtel mit Einstecklasche und EurolochhängerFaltschachtel mit Einstecklasche und Eurolochhänger - Stanzkontur
Die Faltschachtel mit Einstecklasche und Eurolochhänger besitzt im Deckel eine stabile Zusatzlasche mit einem ausgestanzten Aufhängeloch. Diese Aufhängung dient zur Befestigung an SB-Ständern, wie sie in allen Supermärkten, Elektronikmärkten oder Baumärkten zu finden sind. Aufhängeschachteln werden typischerweise für die Verpackung von Tintenpatronen, Metallwaren, kleinen elektronischen Geräten oder Spielwaren verwendet. Auch bei Aufhängeschachteln lässt sich die Stabilität des Verschlusses bzw. des Bodens, je nach der Schwere des Inhalts, über einen Steckboden, Automatikboden, eingeschnittene Sperrschlitze oder Schließzungen variieren.

2.5 Kissenschachteln

KissenschachtelnKissenschachteln bieten mit ihrer auffälligen, gewölbten Form einen ästhetischen Blickfang, und gleichzeitig schützen sie ihren Inhalt optimal. Kissenschachteln sind preisgünstig zu produzieren, einfach zu öffnen und wieder zu verschließen. Kissenschachteln sind eine ideale, formschöne Verpackung für T-Shirts, Werbegeschenke, Give aways und Geschenkverpackungen. Die Konfektionierung ist bei Kissenschachteln besonders einfach und geht sehr schnell. Die bedruckte und unbedruckte Kissenschachtel kann auch auf einer Seite offen (ohne Verschluss) gefertigt werden. Dann ist sie eine beliebte Verpackung für Sandwiches, Minipizzen oder Apfeltaschen.

Kissenschachteln bedruckt und unbedruckt – in verschiedenen Kartonstärken und Grammaturen:
Individuell bedruckte Kissenschachteln dienen in erster Linie als Werbeträger und Geschenkverpackung, aber auch in der Industrie, bspw. zur Verpackung von Ohrstöpseln und dergleichen, finden sie Anwendung. Aufgrund ihres eleganten konvexen Designs, das an die Form eines Kissens erinnert, lassen sich bedruckte Kissenschachteln (auch Pillow Box) nach dem Verpacken zwar nicht so leicht stapeln, fallen aber dem Nutzer oder Kunden besonders ins Auge. Verstärkt wird dieser Effekt durch Aufdruck und Veredelung.
 
Kissenschachteln - StanzkonturWählen Sie einen originellen, ganzflächigen oder matten Aufdruck und eine hochwertige Veredelung. Wir bieten für Sie kostengünstigen Chromokarton (mehrlagiger Karton aus Altpapier oder Holzschliff mit gestrichener, flacher Oberfläche) für perfekte Druckergebnisse an. Wählen Sie auch Breite, Höhe und Tiefe nach Belieben aus. Wir bedrucken Ihre Kissenschachteln im Offset-Flexodruck (CMYK) für satte Farben und bestmögliche Druckqualität. Die Kissen-Schachtel ist im Unterschied zu herkömmlichen bedruckten Faltschachteln nicht mit Einstecklaschen verschlossen, sondern mit umklappbaren Laschen aus Karton versehen. Diese Kissenverpackungen lassen sich leicht öffnen und wieder verschließen und werden mit Ihrem Wunschmotiv als Geschenkschachteln oder Werbegeschenk mit Ihrem Logo, Slogan und Kontaktdaten individuell angefertigt. Um die Stabilität dieser Verpackung zu gewährleisten, fertigen wir Ihre individuell bedruckten Kissenschachteln aus einem stabilen Chromokarton. Kalkulieren Sie den günstigen Preis Ihrer in Format und Größe individuellen Kissen-Schachteln als Geschenkkarton, Werbemittel oder industrielle Verpackung bequem online und bestellen Sie beim zuverlässigen Druck-Profi seit 1950.

2.6 Faltschachteln mit Einstecklasche - gegenüberliegende Laschen

Faltschachtel mit Einstecklasche - gegenüberliegende Laschen Faltschachtel mit Einstecklasche - gegenüberliegende Laschen - Stanzkontur
Aus nur einem Korpus besteht die Faltschachtel mit Einstecklasche und gegenüberliegenden Laschen. Die Längsseite des Korpus wird mit der Klebelasche punktuell geleimt. Die Faltschachtel wird durch das Einklappen von zwei Staublaschen und einer Stecklasche an der Oberseite und am Boden sicher verschlossen. Zu den typischen Anwendungsfeldern dieser Verpackungsvariante, gehört die Verpackung von Medikamenten, von Lebenmitteln, Computerzubehör oder Kosmetik-Produkten. Sie schützt ihre Produkte vor äußeren Einflüssen wie Staub, Feuchtigkeit, Verkratzen oder Licht. Produkte lassen sich in dieser Verpackung optimal transportieren, im Warenregal gut stapeln, als auch präsentieren.

2.7 Kartonschuber

KartonschuberKartonschuber - Stanzkontur
Der Kartonschuber ist die elegante und hochwertige Verpackungslösung, die Produkte wertvoller und erstklassig wirken lässt. Aufgrund seiner Robustheit, bietet er neben einer hochwertigen Veredelung, stabilen Schutz für das Produkt, der auch durch mehrfachen Öffnungs- und Schließvorgängen keine Qualitätsverluste erleidet. Ein Schuber ist ein Behältnis aus Karton, das fünfseitig geschlossen bzw. einseitig geöffnet ist. Das innenliegende Produkt wird geschützt und gleichzeitig auf eine besondere Weise veredelt. Der Karton-Schuber stellt zudem eine große Fläche für Werbebotschaften oder Informationen bereit. Seinen Einsatz findet der Karton-Schuber oftmals als klassischen Buchschuber, als Geschenk- oder Werbemittelverpackung, oder einfach als Hülle für eine DVD-Sammlung.

2.8 Spenderbox für Etiketten

Spenderbox für EtikettenSpenderbox für Etiketten - Stanzkontur
Die Spenderbox für Etiketten ist eine Faltschachtel aus Karton, die Einstecklaschen besitzt. Die Rollenetiketten sind einfach in die Spenderbox einzulegen und können händisch einzeln entnommen werden. Die Spenderbox bewahrt die Etiketten sicher auf und schützt sie vor Verschmutzungen, Einknicken oder sonstigen Beschädigungen. Aufgrund der Falttechnik, ist die Bedruckung der Spenderbox von allen Seiten mit Botschaften möglich. Eine Faltschachtel als Spenderbox für Rollenetiketten, welches Schutz und ein gutes Handling bietet.

2.9 Kartons nach Maß - FEFCO

Nach dem FEFCO Standard sind die Kartonagen nach Maß aus Wellpappe. Die Versandkartons sind Dank ihres Aufbaus und trotz ihres geringen Gewichts äußerst stabil. Sie bieten den Produkten Schutz vor Transport- und Lagerschäden. Kartonagen nach Maß werden vor allem für Umzüge, oder als Verpackung für Produkte, Handelswaren usw. genutzt. Für mehr Informationen für Kartons nach Maß klicken Sie hier.



3. Stülpdeckelschachteln & Klappschachteln

Faltschachteln mit Stülpdeckel besitzen eine besonders große Deckelöffnung. Dadurch eignen sie sich besonders für den Versand oder die Aufbewahrung von Drucksachen oder als Archivkarton. Sie lassen sich gut mehrfach öffnen und wieder verschließen. Stülpdeckelschachteln werden sehr oft als Verpackung für hochwertige Produkte oder als Geschenkverpackung eingesetzt. Nach dem Öffnen des Deckels kommt der darin befindliche Inhalt besonders gut zur Geltung.

Im Gegensatz zu Stecklaschenschachteln, die aus nur einem Teil gestanzt und geklebt werden, bestehen Klappschachteln aus zwei separat produzierten Schachtelteilen, dem Boden als Unterteil und dem Deckel als Oberteil. Beide Teile müssen nach dem Befüllen noch ineinander gesteckt werden. Die bedruckte Stülpdeckelschachtel wird flachliegend angeliefert, konfektioniert und anschliessend von Hand zusammengefügt. Stülpschachteln werden häufig zur Verpackung von hochwertigen Textilien verwendet, etwa für T-Shirts, Hemden, Krawatten oder Unterwäsche. Auch die typischen Verpackungen für Pralinen sind fast immer Stülpdeckelschachteln, wobei auch Klappschachteln oft bei Lebensmitteln verwendet werden. Im Gegensatz zu den Stülpdeckelschachteln ist bei den Klappschachteln der Deckel mit dem Bodenteil verbunden. Wie bei einer Truhe wird die Klappschachtel von oben geöffnet. Bei uns können Sie eine solche Pralinenschachtel kaufen.

3.1 Zweiteilige Schiebeschachteln

Eine weitere Variante von Faltschachteln, die aus zwei Teilen gefertigt werden müssen, sind die sogenannten Zweiteiligen Schiebeschachteln. Jeder kennt sie z.B als Streichholzschachteln. Die innere Schachtel, der Einschub wird in die äußere Hülle, den Schober geschoben. Zweiteiligen Schiebeschachteln werden häufig für Geschenke, Parfums, Kosmetik, Kugelschreiber, Messer, Ampullen, oder eben für Streichhölzer verwendet.

3.2 Beutelschachteln

Beutelschachtel Automatikboden Steckboden
Eine edle Variante der klassischen Faltschachtel stellen die Beutelschachteln dar, die es in unterschiedlichen Ausführungen gibt. Beutelschachteln finden ihren Einsatz oftmals als Verpackung für Tee, Kaffee, Gewürze oder Kräuter. Aber auch als Geschenkverpackung wie z. B. für Schmuck, Süßwaren oder als Giveaways eignen sie sich hervorragend und lassen das innenliegende Produkt attraktiv wirken. Mit einem ausgestanzten Sichtfenster oder zusätzlich mit einem Tragegriff versehen, wird das Produkt optimal in Szene gesetzt. Mit einer besonderen Veredelung der Beutelschachtel, z. B. mit einer Dispersionslackierung oder einer Blindprägung kann die Werbewirksamkeit gesteigert werden, zudem wirkt das Produkt noch exclusiver und attraktiver.


Besonders stabil und reißfest sind die Beutelschachteln mit Automatikboden, da sie geklebt werden. Dadurch sind sie undurchlässig und verhindern so das Durchrutschen von kleinen Füllgütern. Die Beutelschachtel ist ein rechteckiger Korpus mit spitz zusammenlaufenden Seiten, die den Giebel formen. Nach dem Befüllen zum Spitzdach wird der Giebel einfach zusammengedrückt und mit dem vorgesehenen Schlitz auf der Rückseite, durch das Einstecken der Deckellasche verschlossen. Die Beutelschachtel mit Steckboden bietet ebenfalls einen festen Verschluss, jedoch ohne Klebung. Beim Aufrichten der Faltschachtel verhaken sich die vier Einstecklaschen am Boden. Auch hier ist ein schnelles Befüllen der Schachtel gewährt. Vorteil dieser Variante, man kann sie auch von unten her befüllen.


3.3 Versandverpackung

Die Deutsche Post lässt grüßen! In jedem Paketshop sind Faltboxen für den Versand oder Postboxen zu finden, vorfrankiert und mit den beigefügten Klebestreifen zu verschließen. Stabile, bedruckte Postboxen aus einem dicken Karton oder aus Wellpappe sind die Versandverpackung schlechthin und ermöglichen den heute immer stärker boomenderen Versandhandel. Die Postboxen werden platzsparend flach angeliefert, und vor dem Versand wird zuerst der Boden, dann der Deckel zusammengelegt. Besonders stabile Faltboxen findet man in jedem Baumarkt, wenn ein Umzug zu absolvieren ist: Umzugskartons aus mehrlagiger Wellpappe.

3.4 Sechseckschachteln

Doch Faltschachteln gibt es nicht nur in einer quadratischen oder rechteckigen Form. Ein Beispiel für ein abweichendes Format sind Sechseckschachteln.&

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