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Basic-Wissen Verpackung: Was ist eine Sekundärverpackung?

Um Produkte und Waren zu schützen, zu transportieren oder auch sicher vor anderen Umwelteinflüssen aufzubewahren gibt es Verpackungen. Verpackung ist aber nicht gleich Verpackung – unterschieden wird unter anderem zwischen einer Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackung. Im folgenden Beitrag werden wir uns ausführlich dem Thema „Sekundärverpackungen“ widmen.  

Nahrungsergänzungsmittel mit Primär- und Sekundärverpackung

Abgrenzung der Verpackungsebenen: Primär-, Sekundär und Tertiärverpackung unterscheiden

Primär- und Sekundärverpackung von Tee

Primärverpackungen (auch Primärpackmittel) sind Verpackungsmittel die in direkten Kontakt mit dem Produkt kommen - beispielsweise Dosen, Folien, Gläser, Tuben oder Kartonverpackungen. Eine Sekundärverpackung hat hingegen keinen direkten Kontakt mit dem Produkt und dient als Umverpackung für eine Primärverpackung. Sie gibt der Primärverpackung einen zusätzlichen Schutz und ist unerlässlich bei Versand, Transport und Marketing. 

Tertiärverpackungen kommen an dritter Stelle und werden vom Verbraucher nur selten gesehen. Es handelt sich dabei meist um Container oder Paletten, welche mehrere kleine Verpackungen zu einer Transporteinheit zusammenfassen. Sie sind daher primär für die Transportsicherheit und Logistik wichtig. 

Definition Sekundärverpackung

Eine Sekundärverpackung dient vorwiegend als zusätzlicher Schutz für die Primärverpackung – aber auch für das Marketing sind Sekundärverpackungen äußerst wichtig. Sie wird unter anderem zu Werbezwecken und zur Kundeninformation eingesetzt. 

Der Begriff lässt sich bereits aus dem Namen ableiten. Sekundär bedeutet so viel wie „an zweiter Stelle“ oder „darauffolgend“. Eine Sekundärverpackung wird demnach immer an zweiter Stelle eingesetzt, sie umschließt die Primärverpackung, welche im direkten Kontakt mit dem Produkt steht:

"Der Anteil des Verpackungsmaterials, der nicht in direktem physischem Kontakt zum Primärpackmittel steht, also beispielsweise der Umkarton, der Beipackzettel oder die Gebrauchsinformation und Etiketten, Siegel oder Aufkleber.“

Sekundärverpackung mit Nahrungsergänzungsmitteln

Beispiele für Sekundärverpackungen in verschiedenen Branchen 

Sekundärverpackungen werden in vielen verschiedenen Branchen eingesetzt - zum Beispiel als:   

  • Etiketten auf Glasflaschen
  • Faltschachtel mit einer Zahnpasta-Tube  
  • Beutel mit verpackten Bonbons  
  • Schachtel einer folienverpackten Tiefkühlpizza 
  • Papierverpackung einer Schokoladentafel, die in Alufolie eingewickelt ist 
  • Faltschachtel einer Parfümflasche 
  • Kartons oder Kisten für Weinflaschen 

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Judith Enger

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In welchen Branchen werden Sekundärverpackungen vorrangig eingesetzt?

Eine Sekundärverpackung kann unterschiedlich Aufgaben erfüllen und ist damit auch für viele verschiedene Branchen geeignet. Darunter gehören hauptsächlich die Lebensmittel-, Pharma-, Chemie- und Industriebranche.  

  • Pharma: Die Sekundärverpackung bei Arzneimitteln bietet Informationen über das Arzneimittel, schützt es vor äußeren Einflüssen, dient als Transportmittel und hat auch marketingtechnische Ziele. Sekundärverpackungen sind auch oftmals der erste Kontakt zwischen Personal, Patient und Medikament.
  • Lebensmittel: Sekundärverpackungen im Lebensmittelbereich dienen der Produktwerbung, zur Stabilisierung und ermöglichen Stapelung, Lagerung und sicheren Transport. 
  • Industrie: In der Industriebranche werden zunehmend sekundäre Upcycling-Verpackungen aus nachhaltigen Wellpappe-Materialien eingesetzt. Diese robuste Verpackungstechnologie eignet sich für verschiedene Industrieprodukte, unabhängig von Größe oder Gewicht. 
  • Chemie: Für die Chemiebranche gelten strenge Regeln beim Verpacken von chemischen Substanzen. Chemikalien können sowohl schädlich für die Umwelt als auch für den Menschen sein, daher ist hier besondere Vorsicht geboten. Die weltweit geltenden Gefahrgutbeförderungsvorschriften müssen hier unbedingt eingehalten werden. Es ist wichtig, dass weder durch die Primär- noch durch die Sekundärverpackung gefährliche Flüssigkeiten oder Dämpfen austreten. Unabdingbar ist deshalb das Anbringen von QR-Codes auf Etiketten bzw. den Verpackungen, damit die Produkte rückverfolgt werden können.
  • Kosmetik: In der Kosmetikbranche werden Sekundärverpackungen verwendet, um verschiedene Produkte wie Parfums, Make-up oder Hautpflegeprodukte zusammenzufassen, z.B. in Kartons mach Maß oder Displays. 

Die Macht des Marketings: Wie Sekundärverpackungen Kundenbindung und Verkaufserfolg steigern 

Eine wichtige Funktion von Sekundärverpackungen ist das Produkt-Marketing. Die Präsentation einer Umverpackung ist meist einfacher als vom Produkt selbst. Die Verpackung lässt sich besser mit dem Markenschriftzug, einem Logo oder einem Motiv bedrucken. Ist die Marke Ihrer Firma auf der Verpackung präsent, erzeugt diese einen Wiedererkennungswert bei Ihren Kunden.  Sekundärverpackungen beeinflussen nicht nur die Kaufentscheidungen der Kunden, sie tragen auf vielfältige Weise zur Kundenbindung und zur Kundenzufriedenheit bei.  

Wie Sekundärverpackungen die Aufmerksamkeit auf das Produkt lenken

Um ein Produkt auf dem Markt zu etablieren, benötigt es eine Verpackung, die eine zielgerichtete Positionierung und eine auf die Zielgruppe zugeschnittene Warenpräsentation bietet. Eine gute Warenpräsentation regt zum Kauf an und lenkt die Aufmerksamkeit direkt auf das Produkt. Ist die Verpackung ansprechend gestaltet, können so auch Impuls- oder Spontankäufe beim Kunden entstehen. Um im Einzelhandel positiv aufzufallen, bieten sich dort am besten Faltschachteln, Klappschachteln und Thekendisplays an, da diese vollständig bedruckt und gestaltet werden können.   

E-Commerce Verpackung bedruckt

Die Verpackung sollte handlich und nutzerfreundlich gestaltet sein. Zudem vermittelt eine qualitativ hochwertige Verpackung aus nachhaltigen Materialien wie Karton und Pappe nicht nur eine gewisse Wertigkeit des Produkts, sondern spricht auch die wachsende Nachfrage nach umweltfreundlichen Verpackungslösungen an. Durch die Verwendung von recyceltem Altpapier kann eine umweltbewusste Produktverpackung geschaffen werden, die den steigenden Erwartungen der Verbraucher gerecht wird.

Frau die etwas auspackt - unboxing Erlebnis

Die Macht des Unboxings: Wie Sekundärverpackungen die Vorfreude der Kunden steigern

Mit den Sekundärpackmitteln wird das Unboxing Ihrer Produkte zu einem unvergesslichen Erlebnis für Ihre Kunden. Als hochwertige Umverpackung mit dem entsprechenden Wow-Faktor eignen sich vor allem Faltschachteln oder auch Klappdeckelschachteln. Diese Verpackungen sehen nicht nur ansprechend aus, sondern vermitteln auch eine gewisse Ästhetik und Wertigkeit. Durch ein schönes Design können sie eine emotionale Reaktion beim Öffnen der Verpackung hervorzurufen.

Die Klappdeckelschachteln vermitteln den Eindruck einer Geschenkeverpackung – daher fühlt sich das Öffnen ein bisschen wie „Weihnachten oder Geburtstag“ an. Um eine Sekundärverpackung noch besser in Szene zu setzen, können sowohl die Außenseite als auch die Innenseite bedruckt werden. Das Auspacken kann so zu einem Erlebnis werden, dass gut bei den Kunden ankommt. Beispielsweise sind aus diesem Grund auch sogenannte Unboxing-Videos sehr beliebt, da sie potenziellen Käufern ermöglichen, Produkte vor dem Kauf online zu sehen.

Verpackungssicherheit und einfaches Handling durch Sekundärverpackungen gewährleisten 

Neben der Präsentation und Optik einer Sekundärverpackung kommt es auch auf ein einfaches Öffnen und sicheres Verschließen an. Zu einem positiven Markenerlebnis zählt deshalb auch das Handling der Verpackung. Sekundärverpackungen wie Faltschachteln, Klappdeckelkartons und Pappdosen vereinen die gewünschte Stabilität und sichere Verschlussmechanismen mit einer einfachen Handhabung. So ist der geforderte Schutz garantiert, während das Auspacken keine Probleme bereitet. Die Sekundärverpackungen sollten zudem Stabilität und Schutz vor Umweltfaktoren wie Feuchtigkeit und Lichteinstrahlung gewährleisten können. Somit kann die Primärverpackung und das enthaltende Produkt umfassen geschützt werden. Auch lange Transportwege müssen die Verpackungen überstehen können, damit das Produkt makellos seinen Verkaufsort erreicht. Zudem können die Sekundärverpackungen im Lager platzsparend gestapelt werden.

Umweltfreundliche und nachhaltige Sekundärverpackungen 

Den meisten Kunden ist heutzutage neben der Schutz-, Sicherheits- und Marketingfunktion auch die Nachhaltigkeit einer Sekundärverpackung wichtig. Auch aktuelle Studien bestätigen den Trend zur umweltfreundlichen Verpackung – ebenso sind Konsumenten bereit für die Sekundärverpackung mehr zu bezahlen, wenn sie aus natürlichen Materialien besteht. Gerade unter den sogenannten Millennials ist hier ein anhaltender Trend zu beobachten, da viele Produkte heutzutage online gekauft werden und dementsprechend auch mehr Verpackungsmaterial zustande kommt. 72 % der Verbraucher sind dazu bereit, ungefähr einen Euro mehr für eine Sekundärverpackung zu zahlen, die auch ihren Bedürfnissen entspricht. Generation Z (80 %) und Millennials (74 %) stimmen hier am stärksten zu. Wichtige Anforderungen, die eine moderne und umweltfreundliche Sekundärverpackung heutzutage erfüllen sollte sind laut Studie wie folgt:

  • Gewährleistung von Wiederverwertbarkeit und Recyclingfähigkeit der gebrauchten Materialien 
  • Energieeffiziente und ressourcensparende Produktionsprozesse bilden bzw. diese Prozesse optimieren 
  • Möglichst kurze Lieferwege schaffen 
  • Nachwachsende und recycelte Materialien für die Herstellung nutzen (Ressourcenschonung) 
  • Vermeidung von zu großen Verpackungen, lieber passgenaue Ausschnitte 

Sekundärverpackungen aus Wellpappe

Das Basismaterial für Sekundärverpackungen bildet meist Wellpappe. Wellpappe ist ein umweltfreundliches und leichtes Verpackungsmaterial, welches dennoch sehr stabil und robust ist. Außerdem hält es verschiedenen Umweltfaktoren wie Nässe, Abrieb oder auch UV-Strahlung stand. Die Wellenkonstruktion ist optimal für Sekundärverpackungen geeignet – die Wellenbahnen aus Papier (Karton) sind zwischen zwei glatten Deckenbahnen geklebt.  

Durch die „Wellen“ entsteht ein schützendes Polster für alle möglichen Transportgüter, Geschenke, Handelswaren etc. Eine Leichtbaukonstruktion mit effektiven Polstern – wie ein Airbag stützt Sie die Ware vor Stößen oder ähnlichen Belastungen. Auch umwelttechnisch punktet Wellpappe – sie besteht zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen (Holzfasern) und kann nach Gebrauch fast vollständig recycelt werden.

E-Commerce Verpackung aus Wellpappe bedruckt

Weitere Methoden für nachhaltiges Verpacken

Ein Vorteil von umweltfreundlichen Sekundärverpackungen ist, dass so auch weitere Kundenwünsche angesprochen werden. Somit kann Umweltbewusstsein auch zur Markenbotschaft gehören. Jedoch sollte mit den Kunden immer ehrlich umgegangen werden. Es gibt bereits einfache Methoden, um umweltbewusst zu verpacken. Eine günstige und einfache Methode ist zum Beispiel das Wiederverwenden der Sekundärverpackung. Das heißt konkret: Sekundärverpackungen sollten von vornherein so konzipiert werden, dass sie nicht direkt zu Abfall werden. Wenn sie dann dennoch entsorgt werden müssen, sollten sie recyclingfähig sein, damit sie dem Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden können. 

Eine weitere Methode sind Mehrwegverpackungen. Besonders im Einzelhandel, beim Konsum für unterwegs oder auch im Versandhandel sind diese Art von Sekundärverpackungen sehr nützlich. Durch gesetzliche Neuerungen werden Mehrwegverpackungen in der Europäischen Union, generell auch in Deutschland mehr und mehr gefördert. Das Ziel ist die Vermeidung und Verringerung der Auswirkungen von Verpackungen auf die Umwelt. 

Zudem ist es wichtig, dass nicht nur auf fossile Rohstoffe gesetzt wird, sondern immer mehr hochwertige Rezyklate oder neue innovative Materialien verwendet werden. Beispielsweise können Sekundärverpackungen auch aus Gras hergestellt werden. Die Herstellung findet ohne chemische Aufbereitung statt und verursacht 95 Prozent weniger CO2-Emissionen. Frischfasern aus Holz, welche sonst für die Papierherstellung weltweit benutzt werden, können um bis zu 50 Prozent von den Grasfasern ersetzt werden. Graspapier kann nach dem Gebrauch in das Altpapier gegeben und dem Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. 

Fazit 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Sekundärverpackung ein wichtiger Bestandteil der Verpackungsindustrie ist, vor allem in der Pharma-, Lebensmittel-, Chemie- und Kosmetikbranche. Neben der Primär- und Tertiärverpackung, welche ebenso wichtige Funktionen aufweisen, ist die Sekundärverpackung als Umverpackung mit vielen Vorteilen ausgestattet. Sie bietet nicht nur einen zusätzlichen Schutz für die Primärverpackung, sondern ist auch beim Versand und Transport von Waren unerlässlich. Weiterhin spielt sie eine ebenso wichtige Rolle im Marketing, da sie dazu beitragen kann, dass das Produkt besser wahrgenommen wird. Zudem gibt es immer mehr neue Innovationen, damit die Umverpackung öfters genutzt und anschließend recycelt werden kann.