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So wichtig wie nie: Die Lage am Verpackungsmarkt

  • Das Jahr 2020 sorgte zwar für viele Unsicherheiten in der Verpackungsbranche, gab allerdings im Verlauf auch Hoffnung für eine entspanntere Situation in 2021.
  • Insgesamt war 2020 für Teile der Verpackungsindustrie trotz der allgemeinen Lage durchaus erfolgreich.  
  • Zwar ging das Pandemiegeschehen 2021 zunächst zurück, jedoch traten im Jahresverlauf eine immer drängendere Rohstoffsituation und eine davon ausgelöste Kostenspirale in den Fokus.  
  • Zudem waren die Entwicklungen in Europa, Nordamerika und Asien stark unterschiedlich und stiegen unter anderem in Deutschland die Infektionszahlen wieder stark an.  
  • Ende 2021 ist die Situation für die hiesige Verpackungsindustrie weiterhin von einem großen Unsicherheitsfaktor geprägt, der das an sich gute Geschäftsklima eintrübt.


 

Bleibt alles anders?

Nach einem schwierigen Jahr 2020 blickt die Verpackungsbranche nach vorne. Denn was die Krise bislang gezeigt hat: Verpackungen sind so wichtig wie nie. Neben optimistischen Perspektiven warten aber weiterhin Herausforderungen. Wir werfen einen Blick auf die Lage am Verpackungsmarkt.

 

Gestärkt aus der Krise?

Die Voraussetzungen waren 2020 für alle schwierig, die Verpackungsindustrie war daher keine Ausnahme. Ungewisse wirtschaftliche Entwicklungen, ungewöhnlich erschwerte Prognosen: Die Hersteller hatten mit einigen Unwägbarkeiten zu kämpfen.
 

Zu Beginn dieses ersten Covid-Jahres lag der Schwerpunkt vor allem auf dem Themenkomplex Nachhaltigkeit – so, wie es sich schon in den Jahren vor 2020 abgezeichnet hatte. Dann jedoch begann die Pandemie und sorgte dafür, dass plötzlich
(Infektions-) Schutz im Zusammenspiel mit allgemeiner Hygiene einen deutlich größeren Stellenwert bekam als jemals zuvor – und als absehbar gewesen war.

Über die kommenden Wochen und Monate unterlag die Verpackungsindustrie deshalb einem streckenweise dramatischen Wandel:






 

Über die kommenden Wochen und Monate unterlag die Verpackungsindustrie deshalb einem streckenweise dramatischen Wandel:
 

  • Verpackungen wurden vor allem als sichere Behältnisse für Dinge des täglichen Grundbedarfs enorm wichtig. Tatsächlich erhielten Verpackungen speziell für Pharmazeutika, Infektionsschutz- und Lebensmittel einen „systemrelevanten“ Status.
 
  • Dementsprechend blühte derjenige Teil der Verpackungsindustrie, der sich (auch) diesen Schwerpunkten widmete, 2020 deutlich auf. Gleichzeitig ist die Nachfrage für Verpackungen in anderen Sektoren um ein Fünftel und mehr eingebrochen; beispielsweise bei Kunststoffverpackungen in der Industrie.
 
  • Durch den freiwilligen sowie durch die Regierung angeordneten „Rückzug“ der meisten Menschen aus dem öffentlichen Bereich gewann der Online-Handel nochmals dramatisch gesteigert an Bedeutung und damit natürlich auch die diesbezügliche Verpackungstechnik. Zudem erlebten solche Verpackungen einen sprunghaften Nachfrageanstieg, die Abhol- respektive „To-Go“-Lösungen ermöglichten.
 

2020 war deshalb ein Jahr der unerwarteten Höhen und Tiefen für die Verpackungsbranche. Allerdings blieb hier ein so extremes Auf und Ab wie in der Druckbranche aus, die den Schwankungen binnen kürzester Zeit ausgesetzt war.

Überdies zeigte sich, dass das Thema Nachhaltigkeit nur kurze Zeit einen geringeren Stellenwert hatte. Sobald die pandemische Lage sich entspannte, richtete sich der Verbraucherfokus sofort wieder auf nachhaltige Verpackungen. Dies zeigt, wie wichtig dieser Themenkomplex ist – und wie relevant er selbst längst bei den Verbrauchern geworden ist.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass das Jahr 2020 die Verpackungsindustrie zwar vor sehr viele zuvor völlig unabsehbare Überraschungen stellte und teils unbequeme Maßnahmen erzwang. Auch konnte nicht jedes Unternehmen aus der vorteilhaften Nachfragesteigerungen Vorteile ziehen. Jedoch konnten andere Firmen ihre Leistungsfähigkeit beweisen und von den Nachfragesteigerungen profitieren.

 

Zudem stand der Jahreswechsel 2020/21 unter dem Eindruck der abgeschlossenen Impfstoffentwicklung. Damit einher ging zum einen die Erwartung auf eine Reduktion des Infektionsgeschehens samt Rückkehr zur Normalität. Zum anderen lukrative Aufträge, um alles, was für die millionenfachen Impfungen notwendig war, adäquat verpacken zu können.

Obwohl das neue Jahr 2021 mit demselben Lockdown begann, der das alte beendete, war das allgemeine Geschäftsklima in der Branche positiv. Dennoch waren die meisten Unternehmer in der Verpackungsindustrie nur verhalten optimistisch. Hier zeigte sich Anfang 2021, dass das wechselhafte Vorjahr viele vorsichtig gemacht hatte.

Diese Vorsicht sollte sich als berechtigt und richtig erweisen. Denn 2021 brachte weitere Problemstellungen.

 

Thema Packmittel: Zwischen Nachfrageboom und Rohstoffmangel

Als das Jahr 2021 begann, konnte die Verpackungsindustrie realistisch betrachtet auf mehrere Ereignisse hoffen:

  • Weltweit würden die gigantischen Impfkampagnen in den kommenden Wochen und Monaten anlaufen.
  • Einerseits würde dies einen neuen Schub für die dafür nötigen Verpackungsmaterialien bedeuten.
  • Andererseits würde sich das Infektionsgeschehen deshalb in absehbarer Zeit normalisieren.


Kurz: Die Zeichen suggerierten, dass es nochmals einen Boom hinsichtlich der Impfstoff- und Zubehörverpackungen geben, sich dann aber allmählich die Lage wieder entspannen würde; zurück zu einer Situation, wie sie vor Pandemiebeginn bestanden hatte.



Die Realität sah jedoch anders aus. Um den Jahreswechsel herum hatten speziell die Hersteller von Faltschachteln sowie Wellpappprodukten und solchen aus Kunststoff kaum Beeinträchtigungen ihrer Lieferketten erleben müssen. Im ersten Quartal 2021 verkehrte sich die Lage schnell ins Gegenteil.

Im Februar begann sich abzuzeichnen, dass es im Bereich der Kunststoffverpackungen immer drängender werdende Engpässe bei den Ausgangsmaterialien gab. Speziell bei den Rohstoffen

 
  • Hart-Polyethylen (englisch High Density Polyethylen, kurz HDPE),
  • Weich-Polyethylen (englisch Low Density Polyethylen, kurz LDPE),
  • Polyamide (kurz PA) und
  • Polyprophylen (kurz PP).
 

Hintergrund war die Verkettung unglücklicher Ereignisse. So gab es wetterbedingte Ausfälle in Texas und andernorts. Besonders dramatisch war, dass sich viele Industrien weltweit gleichzeitig „zu schnell“ erholten. Das wiederum sorgte für einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage.

Dieser Anstieg traf auf reduzierte Öl-Einfuhren aus Saudi-Arabien und den USA nach Europa. Streckenweise wurden Rohstoffkontingente nach Asien umgeleitet, um den dortigen Nachfragehunger einer im Vergleich zu Europa deutlich größeren Industrie zu stillen. Dementsprechend sahen sich viele europäische Hersteller von Kunststoffverpackungen einer stark gesteigerten Nachfrage bei einem gleichzeitig dramatisch reduzierten Rohstoffnachschub gegenüber.

Etwa zur selben Zeit mussten sich auch auf Holz und daraus hergestellte Materialien setzende Verpackungshersteller eingestehen, dass die Situation alles andere als positiv war. Faktoren wie

 
  • eingebrochene Lieferketten in den wichtigsten holzherstellenden Regionen Skandinavien, Osteuropa sowie Nordamerika,
  • viel nicht verwertbares Schadholz, etwa durch Borkenkäferbefall, und
  • ein vor allem in den USA einsetzender Bau-Boom mit dem dort starken Hang zu Holzkonstruktionen

       sorgten dafür, dass die Holzpreise hierzulande binnen kurzer Zeit stark anstiegen und gleichzeitig Holz knapp wurde.

 

Abgezeichnet hatte sich eine solche Lage schon Mitte 2020, war durch die Covid-Situation jedoch nicht zur vollen Ausprägung gekommen. Mit dem sich verbessernden Pandemiegeschehen Anfang 2021 wurde dies im negativen Sinne innerhalb kurzer Zeiträume nachgeholt.

Hatten bis Ende 2020 nur die Rohstoffpreise zugelegt und somit die Erlöse geschmälert, etwa im Bereich Wellpappe, so wurde die Rohstoffsituation im Jahresverlauf 2021 immer drängender. Im Herbst 2021 wurde klar, dass allein in Europa zirka 300.000 Tonnen Frischfaserkarton fehlten.

Zwar produzierten speziell die Karton- und Faltschachtelhersteller am Limit, jedoch war die Nachfrage so groß, dass viele Kunden selbst mit überdurchschnittlichen Angeboten nichts erhalten konnten. Teils war die Lage so dramatisch, dass Neukunden gänzlich leer ausgingen, weil die Hersteller nur noch Stammkunden beliefern konnten.

So kam es, dass die hiesigen Preise für Rohpapier zur Wellpappproduktion zwischen September 2020 und September 2021 um unglaubliche 46,6 Prozent anstiegen. Noch herber waren die Anstiege im Bereich Altpapier. Zu dieser Situation gesellten sich politische Maßnahmen, die sowohl Energieträger verteuerten als auch den Ausstoß von CO2.

Zu Beginn des letzten Quartals 2021 sorgte die Lage sogar dafür, dass sich die Unternehmenserwartungen verdüsterten.

Im Bereich des Bundesverbandes Druck und Medien (BVDM) sankt der Geschäftsklimaindex zwischen September und Oktober um 0,3 Prozent. Eine Ende November veröffentlichte Blitzumfrage vom Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. (FFI) zeigte überdies, dass viele Firmen der Überzeugung waren, dass die Versorgungslage noch für einige Zeit unverändert bleiben würde.

Derzeit (Anfang Dezember 2021) rufen deshalb immer mehr Hersteller ihre Kunden dazu auf, ihren tatsächlich benötigten Verpackungsbedarf nochmals zu präzisieren, um die Bestellmengen der kommenden Monate so realistisch am tatsächlichen Bedarf zu halten, wie es nur geht.

Leider erweist sich genau das als ausnehmend schwierig. Denn das letzte Quartal 2021 ähnelt überraschend dem Vorjahresquartal. Zwar wurden weltweit Milliarden Menschen geimpft. Jedoch reichen die Zahlen bei Weitem nicht aus. Seit Oktober steigen deshalb die Infektionszahlen rapide und haben Anfang Dezember in Deutschland und vielen anderen europäischen Staaten längst die Spitzenwerte der vergangenen Infektionswellen deutlich überschritten.

Märkte und Marktaussichten: Wie geht es weiter mit der Verpackungsbranche?

Hatte die Verpackungsindustrie zu Beginn des Jahres 2021 noch hoffen können, bald wieder in gewohntes Fahrwasser zu kommen, steht sie Ende des Jahres vor einer ähnlichen Situation wie im Vorjahreszeitraum: Wie es mit dem Infektionsgeschehen hierzulande weitergeht, ist ungewiss.



 

Aktuelle Entwicklungen wie

 
  • sehr hohe Inzidenzen,
  • ein anstehender Regierungswechsel samt erwartbarer „Einarbeitungsphase“,
  • das Auslaufen der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ Ende November,
  • bundesweite Unschlüssigkeit über weitere Maßnahmen zwischen Lockdowns und Impfpflicht

       treffen auf eine Welt, in der gerade eine neue Corona-Variante große Besorgnis auslöst. In einer solchen Lage herrscht natürlich auch  
       für die Verpackungsindustrie große Unsicherheit
. Sie kann derzeit kaum abschätzen, wie es weitergehen wird.

 

Von einer zwar infektiöseren, aber deutlich mildere Verläufe hervorrufenden Virusvariante über einen erneuten Shutdown der Bundesrepublik bis hin zu einem normalen Abebben der vierten Welle scheint derzeit alles möglich. Damit auch alles, was die jeweilige Zukunft für die Verpackungsbranche bedeuten könnte.

Hinzu kommt überdies eine global stark heterogene Situation: In China und anderen asiatischen Ländern boomt die Industrie wieder sehr stark; die USA leiden dagegen unter Lieferengpässen und Personalmangel. Über allem steht in vielen Staaten eine Inflationsrate, wie sie seit Jahrzehnten nicht mehr vorgekommen ist.

Sicher ist deshalb für die Verpackungsmittelindustrie nur, dass sie sich für alle möglichen Szenarien wappnen muss. Diese „Sicherheit der Unsicherheit“ zeigt sich auch im Geschäftsklimaindex: Zwar war er im vorletzten Monat 2021 besser als noch im früheren Herbst, aber gleichsam weniger zuversichtlich für die Zukunft.

  

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