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Verpackung und Ressourcenverbrauch: Lassen sich Aluminium, Glas, Plastik und Papier vergleichen?

Die letzten Jahre haben massive Veränderungen für Verpackungshersteller und -nutzer gebracht. Umweltauflagen, wirtschaftliche Belastungen durch Corona und den Ukrainekrieg, eine erhebliche Steigerung bei Transport- und Energiekosten. Allein diese Faktoren sind Grund genug, den Ressourcenverbrauch bei den Produktionsabläufen unter die Lupe zu nehmen. Ressourcen einsparen und Arbeitsabläufe optimieren hilft, die schwierige Situation zu meistern. Doch es gibt noch einen weiteren Grund: das veränderte Verhalten der Kunden. Sie reagieren auf Verpackungen anders als früher. Was sie als umweltbelastend einstufen, hält sie unter Umständen vom Kauf der Ware ab. Es muss nicht das Produkt sein. Die Verpackung kann ebenfalls eine ablehnende Reaktion hervorrufen. Materialien mit einem geringen Ressourcenverbrauch gelten als umweltschonend. Doch reicht dieses Kriterium aus, um die Ökobilanz einer Verpackung korrekt einzuordnen? Die Realität ist wesentlich komplexer. Denn das Material allein entscheidet nicht über die Umweltfreundlichkeit.

Verschiedenen Rohstoffe - Aluminium, Glas, Plastik, Papier


Wichtige Verpackungsrohstoffe: Aluminium, Papier, Glas und Plastik

Die wichtigsten Materialien in der Verpackungsindustrie sind bekannt: Aluminium, Papier, Glas sowie verschiedene Kunststoffe. Um den Ressourcenverbrauch gezielt zu optimieren, müssen die bisher verwendeten Materialien auf den Prüfstand. Ressourceneffiziente Materialien sollten den Vorzug erhalten. Doch es geht nicht einfach darum, Aluminium durch Glas oder Kunststoff durch Papier zu ersetzen. Jedes dieser Materialien gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, von denen jede ihre eigenen Materialeigenschaften hat.

Glas ist nicht gleich Glas und Papier nicht gleich Papier. In Bezug auf den Ressourcenverbrauch geht es um Unterschiede zwischen Primärrohstoffen und Sekundärrohstoffen. Bei Primärrohstoffen handelt es sich um unverarbeitete natürliche Rohstoffe wie Holz. Materialien wie Glas oder Aluminium sind in diesem Sinne keine Primärrohstoffe. Allerdings werden sie zunächst aus Primärrohstoffen produziert.

Sekundärrohstoffe stammen aus der Wiederverwertung von Materialien. Das Recycling soll dabei helfen, den Verbrauch der wertvollen Primärrohstoffe zu verlangsamen. Die Ressourcen der Erde sind nicht unbegrenzt. Um die Produktion zu sichern, müssen Rohstoffe möglichst häufig wiederverwertet werden.


Weitere Ressourcen bei der Verpackungsherstellung

Aluminium, Papier, Glas und Plastik werden in der Verpackungsindustrie in großen Mengen verarbeitet. Es gibt Verpackungsprodukte, die ausschließlich oder nahezu ausschließlich aus einem dieser Materialien hergestellt werden.

Kunststoffverpackung für Trauben

Viele Faltkartons beispielsweise erfordern weder Verschluss noch Kleber. Klare Kunststoffschachteln für Trauben sind ein weiteres Beispiel. Bei der Herstellung der meisten Umverpackungen fallen jedoch weitere Materialien an, die den Gesamt-Ressourcenverbrauch erhöhen.

Ressourcenverbrauch entsteht auch an anderer Stelle. Aus Materialien alleine lässt sich keine Verpackung und auch keine Etiketten herstellen. Der Produktionsvorgang erfordert eine beträchtliche Menge an Energie, und auch dies trägt zum Ressourcenverbrauch bei. Glas gilt als umweltfreundlich. Doch für die Herstellung sind Temperaturen von mindestens 1400 °C erforderlich. Unter diesem Gesichtspunkt schneidet Kunststoff besser ab. Wasser ist ein weiterer wertvoller Rohstoff, der bei Produktionsabläufen verwendet wird. Allein die Senkung des Wasserverbrauchs trägt zur Verbesserung der Ökobilanz eines Verpackungsprodukts bei.

Aluminium, Glas, Plastik und Papier im Vergleich

Seit Jahren werden die wichtigsten Verpackungsmaterialien miteinander verglichen. Studien sollen herausfinden, welches der Materialien die Umwelt am wenigsten belastet. Generell gelten Papier und Papiererzeugnisse sowie Glas als vergleichsweise umweltfreundlich.

Aluminium und Plastik stehen dagegen im Ruf, die Umwelt zu stark zu belasten. Doch bei genauerem Hinsehen erweisen sich diese Aussagen als nicht haltbar. Denn es hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, wie umweltfreundlich eine bestimmte Verpackung tatsächlich ist.

Dass Aluminium bei der Herstellung bei Weitem am meisten Energie verbraucht, ist unbestritten. Wird es als Verpackungsmaterial verwendet, müssen bei einem Vergleich weitere Faktoren berücksichtigt werden. Aufgrund der Materialeigenschaften und Stabilität erfordert eine Getränkeverpackung aus Aluminium deutlich weniger Material als eine aus Glas. Um die beiden Verpackungen realistisch miteinander zu vergleichen, kann man nicht einfach den Ressourcenverbrauch für die Materialien an sich betrachten. Entscheidend ist der tatsächliche Ressourcenverbrauch pro Verpackung.

Umwelteinfluss der verschiedenen Rohstoffe

Definition von Nachhaltigkeit und Ökobilanz für die Verpackungsindustrie

Wenn es um Ressourcenverbrauch geht, spielen die Begriffe nachhaltig und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Sie beziehen sich auf Produkte, Technologien und Handlungsweisen, die dafür sorgen, dass vorhandene Ressourcen möglichst langfristig zur Verfügung stehen. Wiederverwendung von Materialien oder die Nutzung nachwachsender Rohstoffe sind zwei Möglichkeiten, die Versorgung mit Ressourcen auf längere Sicht zu sichern.

Die Ökobilanz eines Produkts gibt Aufschluss darüber, wie stark es die Umwelt belastet. Für die Beurteilung von bedruckten Verpackungen ist sie ein wichtiges Instrument. Denn sie konzentriert sich nicht nur auf den Ressourcenverbrauch des Materials. Sie berücksichtigt beispielsweise das Gewicht der Verpackung. Hier gibt es wesentliche Unterschiede zwischen Glas, Aluminium, Kunststoffen und Papier. Eine dünne Kunststofffolie ist leichter als eine Umverpackung aus Karton. Die Plastikflasche wiegt erheblich weniger als die Glasflasche. Gewichtsunterschiede machen sich vor allem beim Transport bemerkbar. Schwerere Verpackungen verursachen einen höheren Kraftstoffbedarf. Deswegen steigt der Ressourcenverbrauch in diesem Bereich.


Ressourcenverbrauch erfassen: Was steht hinter den Zahlen?

Wenn Sie Entscheider in der Verpackungsindustrie sind, müssen Sie den Ressourcenverbrauch Ihrer Produkte richtig einschätzen. Das gilt einerseits für die Ressourcen, die Sie für Ihre eigenen Abläufe benötigen. Andererseits lohnt es sich auch, zu berücksichtigen, wie die Ökobilanz Ihrer Produkte nach dem Verkauf aussieht. Denn dieser Faktor wirkt sich auf die Konkurrenzfähigkeit Ihres Produkts aus.

Wenn Sie sich anhand von Studien informieren, wie Ihre Produkte einzustufen sind, ist es wichtig, die Zahlen und Ergebnisse realistisch einzuordnen. Generalisierende Aussagen über Verpackungen aus Aluminium oder Verpackungen aus Papier haben wenig Aussagekraft. Sie sind zwar in Bezug auf die Materialien nicht falsch. Doch ohne die Berücksichtigung weiterer relevanter Faktoren lässt sich der Ressourcenverbrauch und die Ökobilanz Ihrer Produkte nicht genau bestimmen. Außerdem spielt das Alter der Studie eine Rolle. Sie sollten nach Möglichkeit den aktuellen Kenntnisstand reflektieren.


Trends und Tendenzen für die Verpackungsindustrie

Den Ressourcenverbrauch prüfen und nach Möglichkeit verringern: Das sind wichtige Aufgaben, denen sich die Verpackungsindustrie stellen muss. Wie der Weg zu einer realistischen nachhaltigen Ressourcennutzung aussieht, ist bisher nicht geklärt. Verstärkt Sekundärrohstoffe statt Primärrohstoffe nutzen, ist ein wichtiger Faktor für die zukünftige Verpackungsproduktion. Doch das Recycling selbst muss an einigen Stellen kritisch hinterfragt werden. Sowohl recycelte Kunststoffe als auch Metalle lassen sich nicht immer genauso einsetzen wie die Ausgangsmaterialien. Durch die Vermischung verschiedener Kunststoffarten oder Metalllegierungen ist die Weiterverwertung des Recyclingmaterials eingeschränkt. Die Alternative sind aufwendige Recyclingverfahren, die ihrerseits einen hohen Ressourcenverbrauch aufweisen.

Wie weit sich der Ressourcenverbrauch optimieren lässt, wird von der Weiterentwicklung der Produktions- und Recyclingtechniken abhängen. Durch die Erschließung neuer Rohstoffquellen wie Zuckerrohr für die Papierherstellung lässt sich das Ressourcenangebot vergrößern. Das trägt dazu bei, dass der Verbrauch einzelner Ressourcen nicht in einem Maße zunimmt, dass der Nachschub nicht mehr geschert ist.