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Mehr als DIN A4 – die DIN-Formate für Papier

Stellen Sie sich vor, Sie bestellen Papier für Ihren Drucker oder Kopierer und es passt einfach nicht hinein. Sie wollen sich schriftlich per Post beschweren, aber nach zweimaligem Falten geht der Brief einfach nicht in den Umschlag. Und als Sie endlich alles zurechtgeschnitten haben und den Brief abschicken wollen, kann er nicht versendet werden, weil das Format nicht stimmt. Ohne DIN-Formate für Papier wäre das höchstwahrscheinlich Realität. Zum Glück gibt es seit mehr als 100 Jahren die DIN-Norm für Papierformate – sie sorgt dafür, dass Ihr DIN A4-Papier auch in den DIN C4-Umschlag passt.

Die Geschichte der DIN-Formate

Die DIN-Norm 476 für Papierformate wurde am 18. August 1922 vom Deutschen Institut für Normung (DIN) veröffentlicht. Die von Walter Porstmann entwickelte Norm legte in vier Reihen Endformate für „Bücher, Zeitschriften, Geschäftspapiere, Karteiblätter usw.” fest und sollte die bis dato unterschiedlichen Papierformate hin zu einem allgemeingültigen System vereinheitlichen.  

Porstmann definierte für das Ausgangsmaß eine Flächeneinheit von 1 m² mit einem konstanten Seitenverhältnis von 1: ✓2 (1,41). Das Ausgangsformat des Bogens der A-Reihe erhielt die Abmessungen 841 mm x 1.189 mm und wurde A0 genannt – die weiteren Formate wie A1, A2, A3 etc. ergaben sich aus der fortlaufenden Faltung des Bogens. 

So entsprach das DIN A4 Format mit Seitenlängen von 210 mm x 297 mm einem vierfach gefalteten Ausgangsbogen. Neben der Vorzugsreihe DIN A (beschnitten) gab es noch die Zusatzreihen DIN B mit dem Ausgangsbogen B0 (unbeschnittenes Format), DIN C mit dem Ausgangsformat C0 (Versandhüllen) und die Reihe DIN D, die keine große Verbreitung gefunden hat.

Das vom DIN eingeführte Format-System wird bis heute in Europa und vielen weiteren Ländern der Erde genutzt – Ausnahmen bilden die USA und Kanada, die eigene Papierformate verwenden. Die Grundsätze für den Aufbau der Reihen wurden 1975 auch international in der ISO 216 genormt. Die neueste Fassung der Internationalen und Europäischen Norm ist die DIN EN ISO 216 (2002), womit die Bezeichnung DIN 476 offiziell nicht mehr verwendet wird.

Was bedeutet DIN?

DIN steht seit der Gründung im Jahr 1917 für das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) – eine unabhängige Plattform für Normung und Standardisierung in Deutschland und weltweit.

In Zusammenarbeit mit mehr als über 40.000 Expertinnen und Experten aus verschiedenen Wissenschafts- und Wirtschaftsfeldern steuert das DIN den Normungsprozess als privatwirtschaftlich organisierter Projektmanager. Das DIN steht für marktgerechte Normen und Standards zur Förderung des weltweiten Handels und der Qualitätssicherung, dem Schutz der Gesellschaft und Umwelt sowie der Sicherheit und Verständigung. 

Der Standard – das DIN A-Format

Formate aus der DIN A-Reihe sind ein fester Bestandteil unseres Alltags – sie finden sich bei der Post, Magazinen, Zeitschriften, Plakaten, Flyern, Visitenkarten und vielen weiteren Anwendungen. Das klassische Druckformat DIN A4 wird in Deutschland für Schulhefte, Stundenpläne, Notizblöcke, Broschüren und Briefpapier verwendet. DIN A3 ist als Format für Plakate oder Poster im Einsatz, während kleinere Formate wie DIN A6 sich bei Postkarten und Taschenbüchern finden. 

Die Papierformate der A-Reihe sind besonders wichtig, da sie als beschnittene „Fertigformate” die Basis für alle weiteren Reihen bilden. Sie ist die DIN-Norm, die am häufigsten im Alltag verwendet wird – andere DIN-Reihen wie B oder C finden sich hauptsächlich bei Verpackungen und Briefumschlägen.  

DIN A-Format Maße (mm) Anwendung
A0 841 x 1189 Große Plakate, technische Zeichnungen
A1594 x 841 Poster, Kalender, Werbebanner
A2420 x 594 Plakate, Flipchart-Blätter
A3297 x 420 Zeitschriften, Poster, Fotos, Noten
A4210 x 297 Standardpapier für Dokumente
A5148 x 210 Notizbücher, Bücher, Zeitschriften
A6105 x 148 Postkarten, Einladungen, Taschenbücher 
A774 x 105 Bonuskarten, Taschenkalender, Flyer
A852 x 74 Visitenkarten, Aufkleber, Namensschilder

DIN A-Formate versenden

Für den sicheren und problemlosen Versand von Dokumenten, Büchern, Flyern, Unterlagen und weiterer Produkte im DIN A-Format gibt es maßgenaue Kartons, die exakt auf die entsprechenden Formate zugeschnitten sind. Durch das angepasste Innenmaß wird nur wenig Füllmaterial benötigt und ein sehr guter Schutz vor äußeren Einflüssen gewährleistet. Bei Labelprint24 gibt es mehrere Optionen für den Versand Ihrer DIN-Formate – als vorgefertigte DIN A5- und DIN A4-Kartons in verschiedenen Varianten sowie als Wunschformat, dass exakt auf die jeweilige DIN A-Reihe angepasst werden kann. Zusätzlich sind die Kartons bereits nach Versandart wie Paket, Maxibrief oder Warensendung klassifiziert: 

Kartons für DHL, DPD & CO

Unsere Kartons für Versand- Dienstleister sind vollständig bedruckbar und werden aus Wellpappe gefertigt. Wählen Sie aus verschiedenen Standardgrößen oder bestellen Sie Kartons nach individuellen Maßen.

Maxibriefkartons

Maxibriefkartons aus E-Welle für den Versand als günstiger Maxibrief. Schneller Aufbau durch einfache Stecklaschen – erhältlich mit und ohne Klebestreifen. Der Karton kann bedruckt und individuell nach Maß bestellt werden.

Kartons für Warensendungen

Kartons für Warensendungen – bedruckte Kartons aus Wellpappe mit Stecklaschen, die genau auf die Versandoption „Warensendung der deutschen Post” abgestimmt sind. Auch im Wunschformat erhältlich!

DIN B-Formate

Die Formate der B-Reihe basieren ebenfalls auf der DIN 476 Normreihe – die unbeschnittenen DIN B-Formate sind generell größer als die DIN A-Formate und ergänzen die A-Reihe, indem sie etwa als Verpackungen für diese dienen. Das sogenannte „Bogenformat” wird hauptsächlich für Briefumschläge, Etiketten oder Reisepässe eingesetzt – bei Bedarf werden sie aber auch zur Produktion der DIN A-Formate genutzt. Beliebt sind die Formate DIN B5 und DIN B6 vor allem im Buchdruck.

DIN B-Format Maße (mm) Anwendung
B0 1000 x 1414 Plakate, Großformatdruck
B1707 x 1000 Plakate, Poster
B2500 x 707 Zeichenpapier, Werbedruck
B3353 x 500 Broschüren, Zeitschriften
B4250 x 353 Bücher, Zeitschriften
B5176 x 250 Broschüren, Flyer
B6125 x 176 Einladungen, Karten
B788 x 125 Kleine Flyer, Notizen
B862 x 88 Briefumschläge, Etiketten
Was sind Normen?

Eine Norm legt die Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren fest – aktuell bilden ca. 35.000 Normen das deutsche Normenwerk und umfassen so unterschiedliche Produkte wie Stifte, Schrauben, Schnuller, Leitern oder Zahnbürsten. Im Fall des DIN A4-Formats, sorgt die Norm dafür, dass Papier in Hefter, Drucker oder Kopierer passt. Die weiteren Vorteile einer Norm:

  • bringt Klarheit über die Eigenschaften der genormten Produkte
  • erleichtert den freien Warenverkehr und fördert den Export
  • unterstützt Rationalisierung und Qualitätssicherung in Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und Verwaltung
  • wichtig für die Sicherheit von Menschen und Sachen sowie der Qualitätsverbesserung in allen Lebensbereichen

DIN C-Formate

Auch die DIN C-Formate gehören zur ursprünglichen DIN 476 Normreihe und liegen in ihren Abmessungen exakt zwischen Reihe A und B, wobei der Unterschied nur einige Millimeter zur jeweils anderen Gruppe beträgt. Das DIN C Format und das zusätzliche DIN Lang-Format (für ein zweifach quer gefaltetes DIN-A4-Blatt) wird für Versandtaschen, Kuverts und Umschläge verwendet. Zu beachten sind die jeweiligen Versandbedingungen der Dienstleister (z.B. Deutsche Post AG ®, UPS ®, FedEx ®, DHL ®) – beim Format DIN Lang als Kuvert mit Sichtfenster kann es je nach Hersteller trotz Normung zu unterschiedliche Fensterformaten und -positionen kommen.

DIN B-Format Maße (mm) Anwendung
C0 917 x 1297 Plakate, Großformatdruck
C1648 x 917 Plakate, Poster
C2458 x 648 Zeichenpapier, Werbedruck
C3324 x 458 Broschüren, Zeitschriften
C4229 x 324 Bücher, Zeitschriften
C5162 x 229 Broschüren, Flyer
C6114 x 162 Einladungen, Karten
C781 x 114 Kleine Flyer, Notizen
C857 x 81 Briefumschläge, Etiketten
DIN Lang 220 x 110 Standardformat Briefumschläge
Papiergewicht und -qualität

Das Papiergewicht wird in g/m² angegeben und beeinflusst Stabilität und Einsatzbereich: höhere Grammaturen eignen sich für Karten und hochwertige Drucksachen, niedrigere für Brief- und Schreibpapier. Ebenso wichtig ist die Papierqualität – sie ergibt sich u. a. aus Faserzusammensetzung, Oberfläche/Haptik, Opazität und Weißgrad. Für langlebige Anwendungen empfiehlt sich säurefreies Papier. Wird Gewicht und Qualität passend zum Projekt gewählt, ist das die beste Voraussetzung für ein sauberes Druckbild und ein stimmiges Ergebnis.