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Nachhaltige Farben und Pigmente für den Verpackungsdruck

 
  • Markenhersteller erwarten einzigartige und hochwertige Verpackungsprodukte, schauen aber zunehmend auf die Nachhaltigkeit im Verpackungsdruck.
  • Druckprozesse und Produktionsbedingungen lassen sich auf vielfältige Weise nachhaltiger gestalten - aber wie kann das mit den Druckverfahren selbst gelingen.
  • Farben und Pigmente müssen nicht nur optisch überzeugen, sondern in ihren Auswirkungen auf den Recyclingkreislauf mitbedacht werden. Sie müssen deshalb beispielsweise nicht nur verpackte Lebensmittel schützen, sondern auch die Umwelt.
  • Unterschiedliche Druckfarben, unterschiedliche Recyclingergebnisse: Insgesamt achten Hersteller jedoch stärker darauf, für eine bessere Wiederverwertung ihrer Druckfarben und der zugehörigen Verpackungsprodukte zu sorgen.
 


Wenn es um Verpackungen und das Thema Nachhaltigkeit geht, stehen in der Regel die verwendeten Materialien im Vordergrund. Dabei sind die nur ein Aspekt von vielen: Eine große Rolle spielen daneben nämlich die Farben und Pigmente, die im Verpackungsdruck zum Einsatz kommen. Denn diese müssen gerade im Lebensmittelbereich strenge Vorgaben erfüllen – und können gleichzeitig nachhaltiger zusammengesetzt werden.

Das muss moderner Verpackungsdruck leisten

Markenhersteller sind bei ihren Anforderungen an den Verpackungsdruck durchaus anspruchsvoll. Das gilt für die Qualität der Druckerzeugnisse genauso wie für eine ausreichende Flexibilität, um spezielle Wünsche erfüllen zu können. Und selbstverständlich ist auch der Faktor Nachhaltigkeit zunehmend von Bedeutung.

Druck-Lösungen für jeden Bedarf

Verpackungen sind ein wichtiges Aushängeschild bei Markenprodukten. Immerhin müssen sie beim direkten Kundenkontakt im Laden überzeugen und nach Möglichkeit die Konkurrenz ausstechen. Entsprechend werden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die der Verpackungsdruck zu bieten hat:

 
  • Flexible Angebote: Unternehmen, die Verpackungen in hohen Auflagen drucken lassen, setzen dabei meist auf den Tiefdruck. Wenn es jedoch um kleinere Auflagen mit individualisierten Aufdrucken geht, bleibt der Digitaldruck erste Wahl.
  • Edle Optik, angenehme Haptik: Leuchtende Farben, Metallic-Elemente oder teilweise (Matt-)Lackierung – beim Erscheinungsbild haben Markenhersteller klare Vorstellungen und nutzen dazu jede Druck- und Veredelungstechnik, die für eine einzigartige Optik sorgen kann. Zumal damit auch eine angenehme Haptik zu erreichen ist.
 

 

Verpackungsdruck nachhaltiger gestalten – aber wie?

Beim Thema Nachhaltigkeit herrscht bei den Markenherstellern vor allem das Prinzip „Reduzieren“ vor. Zum Beispiel durch minimalistische Verpackungsdesigns, die mit weniger Farben auskommen. Der Blick ist daneben auf nachhaltigere Materialien und Druckverfahren gerichtet.

Tatsächlich sind rund um den Druckprozess herum Veränderungen und Einsparungen möglich. Effizientere Ausrüstung mit kurzen Rüstzeiten, bessere Filter für Chemikalien oder eine bessere Regenerierung für Entwicklerlösungen helfen dabei, Ressourcen an vielen Punkten der Produktion zu schonen.

Als zentraler Faktor in Sachen Nachhaltigkeit bleibt dennoch das wichtigste Arbeitsmittel der Druckbranche – die Farbe. Die muss in sensiblen Bereichen (etwa dem Kontakt mit Lebensmitteln) ohnehin höchste Ansprüche an ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit erfüllen. Aber ist sie dadurch automatisch unbedenklich für die Umwelt?
 

 

Sicher ist sicher: Druckfarben und Pigmente in sensiblen Bereichen

Ein sensibler Bereich, in dem Druckfarben und Pigmente Verwendung finden, sind Lebensmittelverpackungen. Besonders dann, wenn die Farbe unmittelbar mit den Lebensmitteln in Kontakt kommt. Verpackungen für Lebensmittel müssen deshalb nach klaren gesetzlichen Vorgaben hergestellt werden. Sie dürfen

  • keine Inhaltsstoffe oder Bestandteile an die verpackten Lebensmittel abgeben, die eine gesundheitliche Gefahr für die Verbraucher darstellen;
  • keine unvertretbare Veränderung der Lebensmittel im Geschmack, Geruch usw. bewirken;
  • nur nach den Anforderungen der guten Herstellungspraxis (GMP) produziert werden.

Damit diese Vorgaben eingehalten werden, gibt es auf europäischer wie auf nationaler Ebene eine ganze Reihe von Verordnungen und Gesetzen. Hierzu gehören zum Beispiel das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch, die Bedarfsgegenständeverordnung oder die EG-Rahmenverordnung (1935/2004) für Materialien und Gegenstände, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Was allerdings bislang noch fehlt: eine einheitliche Regelung für Druckfarben auf Lebensmittelverpackungen. Ein aktueller Entwurf der sogenannten Druckfarbenverordnung liegt allerdings seit 2020 bei der Europäischen Kommission vor.

Abgesehen davon gibt es selbstverständlich Richtlinien und Prüfvorschriften, die unter anderem der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL) formuliert. Außerdem unterstützt auch der europäische Verband der Druckfarbenindustrie EuPIA Initiativen, um beispielsweise das Recycling von bedruckten Papier- und Kartonverpackungen zu verbessern – im Sinne von weniger negativen Einflüssen auf die Umwelt. Immerhin ist sie ebenfalls ein sensibler Bereich, den es zu schützen gilt.
 

 

Ausschlusspolitik der EuPIA für Druckfarben

Schon seit 1996 hat sich die europäische Druckfarbenindustrie zu einer gemeinsamen freiwilligen Ausschlusspolitik verpflichtet. Diese betrifft bestimmte Rohstoffe, die für die Herstellung von Druckfarben und zugehörigen Produkten nicht verwendet werden sollen.

Maßgeblich für diese Ausschlusspolitik sind der Gesundheitsschutz und die Produktsicherheit. Orientieren sollen sich die Hersteller an den Leitlinien der Guten Herstellungspraxis.
 

So können Druckfarben und Pigmente nachhaltiger werden

Nachhaltigere Druckprozesse, die zum Beispiel mit weniger Ressourcen auskommen, sind nur eine Seite der Medaille. Wenn es um Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit im Verpackungsdruck geht, muss deshalb eine zentrale Frage lauten: Wie können die Druckfarben und Pigmente zu diesem Ziel beitragen? Hierfür gibt es verschiedene Ansätze.
 

Umweltfreundliche Druckfarben – da gehört mehr dazu


Geht es um umweltfreundliche(re) Druckfarben, reicht es nicht aus, nur das fertige Produkt zu betrachten. Stattdessen braucht es einen ganzheitlichen Blick, der

  • den gesamten Produktzyklus von der Entwicklung bis zur Entsorgung sowie
  • alle verwandten Produkte (Primer, Siegellacke, Überdrucklacke und Waschmaterialien) berücksichtigt.
 

Das ist eine umfangreiche Aufgabe, weil es an vielen Stellen zwischen Farbherstellung, Druckprozess und Entsorgung zu unerwünschten Umweltbeeinflussungen kommen kann. Es kann also nicht nur darum gehen, dass alle Bestandteile einer Druckfarbe umweltverträglich und nachhaltig sind. Im Idealfall tragen sie auch zu einer nachhaltigeren Verarbeitung bei – weniger Energieverbrauch beim Trocknen, weniger chemischer Aufwand beim Recycling und vieles mehr.
 

Nachwachsende Rohstoffe für Offsetdruckfarben

Rund 40 Prozent des europäischen Druckfarbenbedarfs entfallen auf Offsetdruckfarben. Die meisten dieser Farben kommen inzwischen wieder ohne synthetische, mineralölbasierte Bindemittel aus. Stattdessen wird bei der Herstellung zunehmend auf pflanzliche Öle und Baumharze gesetzt.

 


 

So begrüßenswert die Rückkehr zu nachwachsenden Rohstoffen für Druckfarben ist (die wurden nämlich schon in den Anfängen des Buchdrucks genutzt): Auch hier lassen sich mögliche ökologische Folgen nicht ausschließen. Vor allem im Hinblick auf die landwirtschaftlichen Anbaumethoden der benötigten Ölpflanzen.

Düngemittel, Pestizide und Flächenverbrauch drücken die positive Öko-Bilanz. So schrumpft der ökologische Vorteil gegenüber Rohöl-Produkten.
 

Wasserbasierte Druckfarben für Verpackungen

Ein anderer Ansatzpunkt sind Druckfarben auf Wasserbasis, die ohne Lösemittel auskommen. Das ist prinzipiell schon ein Vorteil, weil die Farbe dadurch zumindest bei der Herstellung und der Produktion verträglicher für Mensch und Umwelt wird. Etwa, weil beim Trocknen nur geringe Mengen von flüchtigen organischen Verbindungen entweichen. Das Trocknen kann aber je nach Bedruckstoff mehr Energie benötigen als bei lösemittelbasierten Farben. Vor allem auf Kunststoffen oder Metallen ist das der Fall. Dazu bereiten wasserbasierte Druckfarben im Recyclingprozess häufig immer noch Schwierigkeiten, gerade bei der Wiederverwertung von Papier- und Kartonverpackungen.
Was ist eigentlich „Deinking“?

Der englische Begriff „De-Inking“ bezeichnet das Verfahren, mit dem Farbe von bzw. aus Papier gelöst wird. Der Prozess gehört dazu, um bedrucktes Altpapier für eine Wiederverwertung vorzubereiten. Der Nachteil: Das funktioniert nur durch den Einsatz von verschiedenen Chemikalien (etwa Tenside, Wasserstoffperoxid etc.). Sie stellen eine potenzielle Umweltbelastung dar. Ganz unproblematisch ist auch Deinking deshalb nicht.

Das liegt in erster Linie daran, dass die Farben nur unzureichend von den Papierfasern getrennt werden können – und dann im wahrsten Sinne ihre Spuren hinterlassen. Die sogenannten „Schmutzpunkte“ verhindern dabei, das hochwertige Recyclingmaterialien entstehen. Die bessere „Deinkbarkeit“ von Druckfarben ist jedoch schon seit einigen Jahren ein Kriterium für die Recyclingfähigkeit, etwa nach den Voraussetzungen für das Europäische Umweltzeichen für Druckerzeugnisse. Deshalb arbeiten viele Druckfarbenhersteller an Lösungen, die sich besser recyceln lassen.
 

Kompostierbare Pigmente

Als Alternative zu den herkömmlichen Recycling-Optionen wird inzwischen vermehrt das Kompostieren angeführt. Vor allem sogenannte Bio-Kunststoffe könnten so auf eine vollkommen neue Weise wiederverwertet werden.

In der Praxis erweist sich das bislang als schwierig. Das Kompostieren funktioniert nur unter sehr speziellen Bedingungen, die eigentlich nur industrielle Kompostieranlagen leisten können. Außerdem reicht es nicht aus, einen kompostierbaren Kunststoff als Verpackung zu entwickeln: Die Verordnung EN 13432 für den Nachweis der Kompostierbarkeit sieht vor, alle Bestandteile zu prüfen. Also auch Farben, Kleber, Etiketten, gegebenenfalls sogar den Inhalt der Verpackungen.






Pigmente gelten in diesem Zusammenhang als Additive und dürfen den Kompostierprozess nicht beeinträchtigen. Gelingen kann das nur mit der richtigen Pigmentchemie, die unter anderem bei BASF gesucht wird.

Die Biokunststoffe einzufärben, ist dabei grundsätzlich gar nicht das Problem. Ausschlaggebend ist vielmehr, dass beispielsweise der Grenzwert von 1 Prozent für nicht bioabbaubare Zusatzstoffe in der Verpackung nicht überschritten wird. Bereits verfügbare Additive, die die Kriterien für kompostierbare Bio-Kunststoffe erfüllen, sind derzeit noch zu teuer für einen breiten Einsatz im Verpackungsdruck.

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