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Selbstklebeetiketten -Trägerlose Klebeetiketten

Auf der wichtigsten europäischen Etiketten-Messe, der LabelExpo 2015 in Brüssel, spielte das Thema der trägerlose Selbstklebeetiketten auch in diesem Jahr eine wichtige Rolle. Um die Besucher über neue Entwicklungen und Möglichkeiten der sogenannten  „Linerless Label“ zu informieren, wurde auf der Messe ein „Linerless Trail“, eine Route zu den Messeständen von verschiedenen Anbietern dieser speziellen Etiketten, eingerichtet.

Selbstklebeetiketten mit und ohne liner


Was sind trägerlose Selbstklebeetiketten?

Im Unterschied zu den meisten anderen selbstklebenden Etiketten benötigen trägerlosen Selbstklebeetiketten keinen „Liner“ (Trägermaterial). Als „Linerless Label“ bezeichnet man daher Rollenetiketten, die keine Trennschicht zwischen Kleber und der nächst folgenden Schicht des Etikettenmaterials haben.

Damit die soeben produzierten Rollenhaftetiketten nach dem Aufrollen nicht einfach zusammenkleben, bringen die Etikettenhersteller eine silikonhaltige Trennschicht direkt auf die Etikettenoberfläche. Der Kleber auf der Unterseite der Linerless Label verbindet sich später erst unter Druck mit der zu beklebenden Oberfläche.

Trägerlose Selbstklebeetiketten aus Papier und Folie gibt es nur von der Rolle und bisher nur in rechteckiger Form, da Rollenetiketten ohne Trägermaterial nicht gestanzt werden können. Sie werden als Endlosmaterial gefertigt, wobei die einzelnen Etiketten entweder durch eine Perforation voneinander getrennt sind oder erst in speziellen Thermodirektdruckern auf das benötigte Endformat zugeschnitten werden.

Was macht die trägerlosen Selbstklebeetiketten so besonders?

trägerlose Selbstklebeetiketten Um die Potentiale der „Linerless Label“ zu erkennen, sollte man sich vor Augen halten, dass alleine in Europa jedes Jahr 7 Milliarden Quadratmeter Liner als Abfall nach dem Aufkleben der Haftetiketten anfallen. Diese Menge entspricht ca. 10.000 LKW-Ladungen Papiermüll bzw. einer Fläche mit der man ca. 80 Prozent der Oberfläche Europas einfach zudecken könnte. Die Kosten um nur den Liner zu produzieren, schätzen Experten auf mehr als 1,2 Milliarden Euro.

Die Vorteile von Etiketten ohne Trägermaterial liegen von daher auf der Hand:

  1. Ökologische Vorteile

Durch den Wegfall des Trägermaterials ist eine abfallfreie Kennzeichnung möglich. Alle Materialien die sich auf der Rolle befinden, werden tatsächlich auch verwendet. Der Liner muss nicht extra produziert werden, die Klebeetiketten sind dünner und das Transportgewicht pro Rolle sinkt. Weniger Abfallverbrennung bedeutet eine Senkung der C02-Emissionen.

  1. Wirtschaftliche Vorteile

Bei gleichem Rollendurchmesser können durch das dünnere Material mehr Haftetiketten auf einer Rolle untergebracht werden. Dabei schwanken die Angaben der verschiedenen Etikettenhersteller zwischen einer Menge von 30 und 60 Prozent. Die Etikettenrollen in den Etikettendruckern müssen seltener ausgetauscht werden. Der Lagerbedarf für die Rollenetiketten verringert sich, da das Trägermaterial üblicherweise bis zu 40 Prozent einer Etikettenrolle ausmacht. Die Spendegeschwindigkeit gegenüber herkömmlichen Spendesystemen erhöht sich signifikant. Aktuell sind Spendegeschwindigkeiten von bis zu 40 Metern in der Minute machbar.

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