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Selbstklebeetiketten

Selbstklebeetiketten, auch Haftetiketten genannt, sind ein versteckter Alltagsbegleiter. Sie sind nahezu überall anzutreffen. Direkt nach dem Aufstehen ist man bereits mit dem ersten Selbstklebeetikett in Kontakt; es klebt am Radiowecker und informiert über den Hersteller und die Seriennummer. Im Bad sind auf allen möglichen Tuben, Tiegeln und Dosen Selbstklebeetiketten in verschiedenen Formen und Farben anzutreffen. So geht das den ganzen Tag weiter: Überall wo man ist, sind Produkte und Gegenstände mit Selbstklebeetiketten ausgezeichnet. Aber wieso auch nicht? Praktischer als Selbstklebeetiketten geht es wohl kaum.

Selbstklebeetiketten auf BogenFolienselbstklebeetiketten auf der Rolle

1930 in den USA erfunden, verzeichnen Selbstklebeetiketten seitdem branchen- und länderübergreifend Erfolge. In ihrer ursprünglichen Form wurden Selbstklebeetiketten im Bogenformat produziert, seit 1960 zudem im Rollenformat. Dies erleichterte die Verarbeitung der Etiketten enorm. Die Aufbewahrung auf Rollen erlaubt eine maschinelle Verarbeitung, so kann innerhalb von kurzer Zeit eine sehr große Menge an Produkten mit den Selbstklebeetiketten versehen werden.

 

Was sind Selbstklebeetiketten?

Selbstklebeetiketten sind, wie der Namen bereits verrät, Etiketten, die ohne das Hinzufügen von Klebstoff selbstständig kleben. Ihr Hauptmaterial besteht aus Papier oder Folie mit einer Beschichtung. An der Rückseite befindet sich eine Klebeschicht, welche je nach Verwendungszweck permanent haftend oder ablösbar ist. Geliefert werden sie auf einem Trägerpapier, von dem sie leicht abgelöst werden können.

Selbstklebeetiketten Aufbau

Heute sind die meisten Etiketten selbstklebend. Bei Nicht-Selbstklebeetiketten unterscheidet man zwischen ungummiertem Etikettenpapier und trockengummiertem Etikettenpapier. Bei ungummierten Etiketten handelt es sich schlichtweg um herkömmliches Papier oder anderes Material ohne Kleber. Sie werden vor dem Etikettieren mit Nassleim bestrichen und anschließend auf dem Produkt angebracht. Trockengummiertes Papier ist mit einem trockenen Kleber beschichtet, der durch Feuchtigkeit seine Klebewirkung entfaltet. Ein bekanntes Beispiel für trockengummierte Etiketten sind Briefmarken.

Wie werden Selbstklebeetiketten hergestellt?

Im ersten Schritt wird das Material der Selbstklebeetiketten hergestellt und auf große Rollen gewickelt. In der Etikettendruckerei werden die Papier- oder Folienrollen in die Druckmaschine gegeben und abgerollt. Anschließend werden sie unter Einsatz verschiedener Verfahren bedruckt. Nachdem das Selbstklebeetikett bedruckt wurde, wird die Etikettenform in das Etikettenmaterial gestanzt. Abschließend werden die Ränder abgezogen. Was verbleibt, ist das fertige Etikett auf dem Trägerpapier.

Selbstklebeetiketten Rolle

Bei Labelprint24 setzen wir zum Bedrucken der Etiketten das Digitaldruckverfahren ein. Der Digitaldruck ist besonders für kleine und mittlere Auflagen gut geeignet und ist vorteilhaft gegenüber anderen Drucktechniken wie dem Offset- oder Flexodruck. Der Digitaldruck bietet die Möglichkeit, jedes Etikett ohne großen Aufwand individuell zu drucken. Zudem hat der Druck der Etiketten eine hohe Qualität und Farbechtheit. In diesem Artikel sind alle Vorteile des Digitaldrucks nochmal genau erklärt. Damit Ihre bestellten Haftetiketten die gewünschte Druckqualität aufweisen, sollten Sie sich mit den notwendigen DPI Anforderungen vertraut machen.

Eine weitere Möglichkeit, Etiketten zu bedrucken sind die Thermoverfahren. Möchte man das Thermotransferverfahren verwenden, so kann jedes beliebige Material eingesetzt werden. Es wird hierfür aber zusätzlich ein spezielles Thermotransferband benötigt. Beim Einsatz des Thermodirektverfahrens ist spezielles Etikettenmaterial, aber kein Transferband notwendig.

Welche Materialien werden verwendet?

Selbstklebeetiketten bestehen entweder aus Papier oder Folie. Verschiedene Etikettenmaterialien haben unterschiedliche Eigenschaften und bieten verschiedene Vorteile. Meist sind Selbstklebeetiketten aus Papier günstiger als Folienetiketten. Außerdem kann die Druckfarbe dank der rauen Oberfläche auf Papier besser haften. Doch auch Selbstklebeetiketten aus Folie bieten Vorteile. Sie sind witterungsbeständig und robuster gegen Umwelteinflüsse. Durch spezielle Beschichtungen ist auch der Druck auf Folienetiketten von hoher Qualität. Spezielle Beschichtungen sorgen für Farbechtheit und gute Haftung der Druckfarben. Weitere Informationen zu Papier- und Folienetiketten und zu den verschiedenen Folienarten für Selbstklebeetiketten finden Sie in unserem Blogartikel Etikettendruck auf Folie und Papier.

Der Kleber der Selbstklebeetiketten macht aus einem einfachen Etikett erst das Selbstklebeetikett. Er ist wichtiger und fester Bestandteil eines jeden Haftetiketts. Abhängig von der späteren Verwendung sowie der Art des Etiketts werden verschiedene Kleber verwendet. Für Etiketten, die auf rauen Oberflächen haften sollen, eignen sich Kleber aus Kautschukmaterialien. Kautschukkleber sind sehr zähflüssig, dringen in poröse Oberflächen ein und sorgen dort für gute Haftung. Für glatte Oberflächen eignen sich Kleber auf Acrylbasis, da diese sehr hart werden und so auch auf glatten Oberflächen nicht neben dem Etikett herauslaufen.

Wo werden Selbstklebeetiketten eingesetzt?

Wie bereits beschrieben, werden Selbstklebeetiketten in vielen unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Je nach Einsatzszenario haben die Selbstklebeetiketten unterschiedliche Eigenschaften. Sie sind wasserfest, hitze- oder kältebeständig oder können starken Sonneneinstrahlungen standhalten. Dies sind einige der Eigenschaften der selbstklebenden Etiketten, die Sie vor einem Kauf auf unserer Seite im Kalkulator auswählen können.

Haftetiketten werden im Konsum- und Industriegüterbereich gleichermaßen eingesetzt. Häufig dienen Selbstklebeetiketten als Produktkennzeichnung. Sie enthalten Informationen über das Produkt wie Inhaltsstoffe, Verwendungszweck, Anwendungshinweise oder weitergehende Informationen. Dank ihrer selbstklebenden Eigenschaft können Haftetiketten einfach auf den verschiedenen Produkten angebracht werden und dienen lange über den Kaufzeitpunkt hinaus noch zur Information. Typische Anwendungen der Selbstklebeetiketten sind der Einsatz als Kosmetiketiketten, Industrieetiketten, Chemieetiketten, Lebensmitteletiketten oder noch viele andere.

Spezielle Formen von Selbstklebeetiketten

Eine spezielle Form der Selbstklebeetiketten sind die Sicherheitsetiketten. Sie bieten neben der Kennzeichnungsfunktion eine zusätzliche Schutzfunktion. Sicherheitsetiketten sind selbstzerstörend und dank spezieller, starker Kleber nur mit Rückständen ablösbar. Sie werden eingesetzt, wenn die Unversehrtheit der gekennzeichneten Produkte gewährleistet sein muss. Selbstklebende Sicherheitsetiketten sind ein idealer Manipulationsschutz, da es sofort ersichtlich wird, wenn jemand versucht hat, das Etikett zu zerstören oder abzulösen.

Sicherheits Selbstklebeetiketten

Ein Schwachpunkt der Selbstklebeetiketten ist die mit ihnen einhergehende Müllproduktion. Das Problem ist das Trägermaterial. Jährlich entstehen aus dem Trägermaterial der Selbstklebeetiketten 7 Millionen Quadratmeter Müll, was 10.000 LKW Ladungen entspricht. Die Produktionskosten der Träger betragen jährlich 1,2 Milliarden €. So haben Selbstklebeetiketten erhebliche ökonomische und ökologische Nachteile. Diese können zumindest zu Teilen verhindert werden, beispielsweise durch den Einsatz von trägerlosen Etiketten.

Trägerlose Etiketten, auch Linerless Labels genannt, bieten in vielen Fällen eine sinnvolle Alternative gegenüber herkömmlichen Selbstklebeetiketten auf Trägerpapier. Statt auf Trägerpapier sind die trägerlosen Etiketten einfach auf der Rolle ohne Träger aufgerollt. Sie haben an der Oberseite eine zusätzliche Silikonschicht, welche vermeidet, dass die Etiketten aneinander kleben.

Linerless Labels

Neben den bereits genannten Vorteilen haben trägerlose Etiketten weitere Vorteile. Die trägerlosen Etiketten benötigen weniger Platz auf der Etikettenrolle als herkömmliche Selbstklebeetiketten. So müssen für die gleiche Menge an Etiketten weniger und leichtere Etikettenrollen gelagert und transportiert werden. Dies spart Kosten und schützt die Umwelt. Außerdem haben die trägerlosen Etiketten bei der maschinellen Verarbeitung schnellere Spendergeschwindigkeiten als Etiketten auf Trägern. Ein Nachteil der Linerless Labels ist, dass sie bisher nur auf Rollen und in rechteckiger Form produziert werden können. Die einzelnen Etiketten können durch Perforation voneinander getrennt werden.

Klebevarianten der Haftetiketten

Je nach Anwendung sollten Selbstklebeetiketten unterschiedliche Klebeeigenschaften haben. Es gibt permanent haftende, ablösbare und wiederablösbare Etiketten. Permanent haftende Etiketten kleben dauerhaft auf dem Produkt und sollen nicht abgelöst werden. Ablösbare Etiketten werden, wie der Name bereits verspricht, vom Produkt entfernt. Die Ablösung sollte ohne Kleberückstände erfolgen, so muss der Kleber auf dem Etikett entsprechend dosiert sein. Wiederablösbare Etiketten sind Selbstklebeetiketten, die wiederholt abgelöst und wieder angebracht werden können.

Maschinell verarbeiten bedeutet, dass die Selbstklebeetiketten nicht aufwendig von Hand angebracht werden müssen, sondern maschinell sehr schnell und effizient angebracht werden können. Um für die Maschinenverarbeitung geeignet zu sein, müssen die Selbstklebeetiketten gewisse Anforderungen erfüllen. Der Abstand zwischen den einzelnen Etiketten auf dem Trägermaterial muss gleichbleibend sein. Ein Ausbluten des Klebers muss in jedem Fall vermieden werden, da sonst die Maschine beschmutzt und somit beschädigt werden kann. Besonders wichtig für die maschinelle Verarbeitung ist der Releasefaktor der Selbstklebeetiketten. Er bestimmt, wann sich ein Etikett von seinem Träger ablöst. Für die Maschinenverarbeitung muss der Releasefaktor so gewählt werden, dass sich das Selbstklebeetikett im genau richtigen Moment ablöst. Es muss vermieden werden, dass es sich bereits von der Rolle löst, bevor es am Produkt angebracht wird. Der Releasefaktor wird beeinflusst von der Wahl und der Dosierung des Klebers. Innerhalb eines Etiketts, besonders bei Mehrlagenetiketten, kann es unterschiedliche Releasefaktoren, also Kleberdosierungen, geben.

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