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Chemie Etiketten

„Chemie ist, wenn es stinkt und kracht!“, sagt der Chemie-Lehrer im Unterricht. Chemie ist aber auch, wenn das, was da so kracht, in Kanister, Flaschen, Tonnen und sonstige Behältnisse gefüllt und mit einem großen Chemikalien-Etikett beschriftet, auf die mitunter weite Reise zum Endkunden geht. Etiketten für die Chemische Industrie und ihre vielen Produkte müssen umfassend informieren und je nach Verwendung und Klassifizierung unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden.

Chemieetiketten

In unserem Info Sheet zu Chemie Etiketten von labelprint24 finden Sie eine kleine Auswahl an Produktlösungen, die in verschiedenen Materialien (PVC, PP, PE) je nach Anforderung und Kundenwunsch produziert werden.

Der folgende Blog-Beitrag ist sehr umfangreich.
Profitieren Sie daher von dem verlinkten Inhaltsverzeichnis, um so direkt zum Themenfeld Ihrer Wahl zu navigieren oder kontaktieren Sie uns direkt.

Gerne beraten wir Sie auch telefonisch auf Ihr Produkt hin oder nehmen Ihre Anfrage per Mail an info(at)labelprint24.com entgegen.

Unsere hochwertige Produktlinie an individuell produzierten Chemie-Etiketten umfasst Rollenetiketten und Bogenetiketten für jeden Einsatzzweck. Außerdem bieten wie Ihnen als Verpackungshersteller und Etikettendruckerei auch komplizierte Mehrlagenetiketten (Sandwichetiketten und Bookletetiketten) zur Online-Preis-Kalkulation auf unserer Website an.

Sie wollen andere spezielle Etiketten drucken lassen? 

Inhaltsverzeichnis
Chemieetiketten für die Industrie
Chemieetiketten für Gefahrgut und Gefahrstoffe
Welche Arten an Gefahrgutetiketten gibt es?

 

Chemie Etiketten – Die Anforderungen

Die Anforderungen an die Kennzeichnung von Produkten in der Chemischen Industrie sind äußerst vielfältig und unterliegen strengsten gesetzlichen Regelungen. GHS/CLP-Verordnungen erfordern, dass chemische Substanzen nach weltweit einheitlichen Richtlinien zu kennzeichnen sind. Je nach Betriebsprozess und Lagerung der Ware nach Etikettierung sind also verschiedene Widerstandsfähigkeiten gefragt. Chemieetiketten müssen auf den unterschiedlichsten Behältnissen und Oberflächen, wie Glas, Metall, Kunststoff, Gummi, Holz und Papier, sicher haften oder eben wieder rückstandsfrei ablösbar sein. Hinzu kommt, dass diese Etiketten je nach Einsatzzweck eine unterschiedlich starke Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen, wie Reibung, Chemikalien (Säure, Laugen, Lösemittel), Salzwasser, Fette und Ölen, Schmierstoffen, Bremsflüssigkeiten usw. benötigen.

Chemie Etiketten aus Folie

Folienetiketten sind für derartig intensive Beanspruchungen i.d.R. Die erste Wahl.
Je stärker die Beanspruchung desto eher bietet sich PVC Etiketten Material an. Diese Material weist vergleichsweise hohe Resistenzen auf, ist wetterfest, sehr hitze- und kälteresistent, alterungsbeständig und widersteht auch direkter Sonneneinstrahlung (UV Stabilität) über einen längeren Zeitraum. Demnach bei über längere Zeiträume und bei Wind und Wetter im Außenbereich gelagerten Produkten die erste Wahl. Aber auch PP Etiketten aus Polypropylen und PE Etiketten aus polyelasthan werden vielen individuellen Kundenanforderungen gerecht.

Der Einsatzweck bestimmt das Etikett

Für den von Ihnen vorgesehenen Einsatzbereich produzieren wir genau die passenden Chemie-Etiketten: UV-beständig, seewassertauglich oder chemikalienresistent. Wir verfügen über eine große Auswahl an Etiketten zum Kennzeichnen von Chemikalienbehältern und pharmazeutischen Verpackungen. Die Etiketten aus einer hochwertigen Folien sind in verschiedenen Größen auf Rolle oder auf Bogen erhältlich. Einzusetzen sind unsere Chemie-Etiketten je nach Ihren Kundenanforderungen bei Temperaturen von minus 40°C bis plus 120°C. Gemeinsam mit dem Kunden entwickeln unsere Etiketten-Spezialisten die optimale Etikettier-Lösung, wählen das geeignete Etikettenmaterial (PVC, PE, PET, ggf. Papier) und das beste Druckverfahren. Auch die Kombination mehrerer Druckverfahren, wie Flexodruck, Digital- und Offsetdruck, ist problemlos möglich. Auf Kundenwunsch sind Heiß- und Kaltprägungen realisierbar. Auch die Eignung der Etiketten zur Heißabfüllung ist machbar.

Digitale Chemie Etiketten – Personalisierung

Um eine lückenlose Identifizierung in der Produktion, beim Versand, in der Lagerung oder beim Anwender sicherzustellen, können Barcodes oder fortlaufende Nummerierungen auf unseren digitalen Etikettendruck-Maschinen aufgedruckt werden. Es besteht auch die Möglichkeit, Etiketten mit tastbarer Blindenschrift zu versehen oder abnehmbare Teiletiketten zu perforieren, wie sie oftmals im Laborbereich oder in Kliniken benötigt werden. Unsere Chemie-Etiketten können auf Kundenwunsch mit einem Aufdruck oder für das Bedrucken vor Ort geordert werden und sind für alle gängigen Transfer- und Farblaserdrucker geeignet. Sie sehen, bei Chemie-Etiketten kommt es nicht unbedingt auf die Schönheit an, aber wir lassen ihre Etiketten trotzdem gut aussehen!

Umstellung auf GHS-konforme Chemieetiketten

Als Spezialisten für qualitativ hochwertige Chemieetiketten möchten wir Ihnen noch weitere Hinweise geben, die Sie bei der Umstellung auf GHS-konforme Chemieetiketten unterstützen sollen:

  • Anstatt die alten Chemieetiketten zu überkleben, ist der Neukauf von Chemie-Etiketten mit GHS-Symbolik eine gute und kostengünstigere Möglichkeit.
  • Für Stoffe, die keine Gefahrstoffe sind, muss nichts neu gelabelt werden.
  • Alle Gefahrstoffe, auch eigene Abfüllungen, sind nach GHS zu etikettieren.
  • Ausgenommen sind nur Gefäße mit Tagesbedarf, also solche, die zum Verbrauch an einem Tag bereitgestellt werden.
  • Eine Kennzeichnung nach GHS sollte mindestens einen Substanznamen, das Signalwort „Achtung“ oder „Gefahr“, die Gefahren-Piktogramme, die H-Sätze und P-Sätze als Nummern und den CLAKS-Barcode umfassen.
  • CLAKS ist die Software für Gefahrstoffverwaltung und Chemiekalienverwaltung.
  • Gefahrenpiktogramme sind nur mit rotem Rahmen gültig.
  • Verwenden Sie zur bestmöglichen Lesbarkeit das jeweils größte Etikettenformat, das auf das jeweilige Gefäß passt.

Gefahrstoffetiketten – GHS Etiketten

Chemieetiketten für Gefahrenstoffe

Ohne Stress mit GHS

Am 1. Juni 2015 lief die letzte Übergangsfrist für die „alte“ orangefarbene Kennzeichnung von Gefahrstoffen auf Chemie-Etiketten ab. Jetzt gibt es auch für „Gemische“ keine Ausnahmen mehr, denn für alle Hersteller, Verpacker, Händler und Versender ist nur noch die Kennzeichnung von Gefahrstoffen mit GHS-konformen Chemieetiketten zulässig.Die GHS-Kennzeichnung (Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals) hat das bisherige europäische System für die Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien nach 42 Jahren endgültig abgelöst. Seit Anfang Juni 2015 ist diese Verordnung, deren Gültigkeit auch Chemieetiketten umfasst, vollständig in Kraft getreten.Die GHS-Kennzeichnung ist ein Kind des so genannten Rio-Gipfels von 1992 („Purple Book“), der ersten größeren internationalen Konferenz, die Umweltfragen in einem globalen Rahmen diskutierte. Durch eine global gültige Einstufungsmethode mit einheitlichen Gefahren-Piktogrammen und Hinweis-Texten sollen die Gefahren für die menschliche Gesundheit und die Umwelt bei Herstellung, Transport und Verwendung von Chemikalien bzw. Gefahrstoffen weltweit minimiert werden.

Einheitliche GHS Etiketten sind Pflicht

Die Einführung von GHS-Symbolen für Gefahrgutetiketten ist für alle Beteiligten eine spezielle Herausforderung, denn die Kennzeichnung von Flaschen, Kartuschen, Dosen oder Kanistern durch GHS Etiketten mit GHS-Symbolen soll zu einer Vereinheitlichung im internationalen Chemikalienhandel führen.Damit das auch funktioniert, kommt Verpackungsmitteln, wie Chemie-Etiketten, eine zentrale Rolle zu. Umso wichtiger ist es, das Etikettendruckereien wie labelprint24 diese Bestimmungen genau kennen und ihren Kunden perfekte Etikettenlösungen on-demand zur Verfügung stellen. So muss das Material der GHS-Etiketten extrem UV- und witterungsbeständig, abriebfest sowie resistent gegen Chemikalien und Lösungsmitteln sein und eine lange Lebensdauer besitzen.

Wie müssen GHS-Etiketten eigentlich aussehen?

Gefahrstoffetiketten nach GHS werden auch als GHS-Etiketten oder Gefahrgutetiketten bezeichnet. In diesem weiteren Artikel finden Sie Informationen darüber, wie eine GHS-Etikett, als eine Spezialform des Chemie-Etiketts, regelkonform aussehen müssen. Nur in dieser Form dürfen Sie sie als gesetzlich vorgeschriebene Gefahrgutkennzeichnung entsprechend der GHS/CLP-Verordnung chemische Stoffe und deren Gemische als Gefahrzettel etikettieren.Gefahrstoff-Etiketten geben dem jeweiligen Inverkehrbringer, Händler oder Nutzer über GHS-Gefahrenpiktogramme, Signalwörter, H- und P-Sätze und Gefahrenmerkmale Hinweise auf die Gefahren, die von einem bestimmten Gefahrstoff ausgehen. Bei der Gestaltung der Gefahrstoffetiketten muss berücksichtigt werden, dass die GHS-Gefahrenpiktogramme auf den Gefahrgutetiketten bzw. GHS-Etiketten deutlich sichtbar dargestellt werden. Dabei ist vorgeschrieben, dass jedes Gefahrenpiktogramm mindestens ein Fünfzehntel der Fläche des Gefahrgutetiketts einnehmen muss. Die Mindestfläche des Gefahrensymbols muss 1 cm² sein.

Wenn mehrere GHS-Gefahrenpiktogramme auf einem Gefahrgutetikett notwendig sind, dann wird eine Rangfolgeregelung (Artikel 26 der GHS/CLP-Verordnung) angewandt, um die Anzahl der Symbole auf den GHS-Etiketten zu verringern.

Pflichtmerkmale laut CLP/GHS-Verordnung 2015

Diese Angaben auf den Gefahrgutetiketten sind laut CLP/GHS-Verordnung 2015 vorgeschrieben:

  • Name, Anschrift und Telefonnummer des Lieferanten des chemischen Erzeugnisses
  • Nennmenge des Gefahrstoffes in der Verpackung, insofern nicht anderweitig angegeben
  • Produktidentifikatoren
  • CLP/GHS-Gefahrenpiktogramm
  • Signalwort
  • Gefahrenhinweise
  • Sicherheitshinweise
  • Ergänzende Informationen

Es müssen aber nicht immer alle Kennzeichnungselemente auf den GHS-Etiketten vorhanden sein. Die Auswahl der Kennzeichnungselemente auf den Gefahrstoff-Etiketten wird durch die Ergebnisse der Einstufung festgelegt. Die detaillierten Bestimmungen zur Kennzeichnung und die Ausnahmen finden sich in Anhang I Nr. 1.2 und 1.3, Anhang II sowie in Anhang III der CLP/GHS-Verordnung 2015.

Formale Anforderungen an GHS Etiketten

Über diese Pflichtangaben hinaus, gibt es auch noch weitere formale Anforderungen an die neuen GHS-Etiketten:

  • Die Etiketten müssen fest auf die Flächen der Verpackung verklebt oder direkt auf die Verpackung gedruckt sein.
  • Die GHS-Etiketten müssen waagerecht lesbar sein.
  • Die erforderlichen Informationen über die chemischen Erzeugnisse müssen deutlich lesbar und nicht zu verwischen sein.
  • Die Stoffe werden in der Amtssprache des EU-Mitgliedsstaates gekennzeichnet, in dem sie angewendet werden sollen – oder in mehreren Sprachen, sofern die Lesbarkeit nicht beeinträchtigt wird.
     

Anwendung der CLP/GHS-Signalwörter

Laut CLP/GHS-Verordnung 2015 gibt es zwei Signalwörter: Gefahr und Achtung. Signalwörter informieren über den relativen Gefährdungsgrad. Personen, die mit diesem Stoff oder Gemisch umgehen, sollen auf eine Gefahr aufmerksam gemacht werden.
 
Das Signalwort „Gefahr“ beschreibt die schwerwiegenden Gefahren.
Das Signalwort „Achtung“ wird für die geringere Gefahr eingesetzt.
 
Als kompetente, professionelle Etikettendruckerei liefert Ihnen labelprint24 neue Chemie-Etiketten, wie Gefahrgutetiketten oder GHS-Etiketten, mit allen nötigen Symbolen und Texten nach Ihren individuellen Vorgaben als Rollenetiketten oder Bogenetiketten. Gebrauchsanweisungen, Dosierungsanleitungen oder mehrsprachige Chemie-Etiketten bzw. Industrieetiketten können wir Ihnen als Booklet-Etiketten oder Sandwichetiketten mit kurzer Lieferzeit zur Verfügung stellen.
 

Update: Entwicklung – Probleme bei praktischer Umsetzung von GHS Etiketten

Aktualisierung vom 14.10.2015
– Neue Informationen zu Umsetzung normgerechter GHS Etiketten
– Fresenius Intensivtagung mit Experten der European Chemicals Agency (ECHA)


GHS Verordnung - Symbole

Platzprobleme auf Chemie-Etiketten: Die seit dem 01. Juni 2015 ohne weitere Übergangsfristen in Kraft getretene CLP/GHS-Verordnung, das neue Einstufungs- und Kennzeichnungssystem für chemische Gefahrstoffe in der Europäischen Union, bereitet Herstellern und Verbrauchern einiges an Kopfschmerzen.
 
Durch die Neuregelung der Kennzeichnung sehen sich die Produzenten und Etikettenhersteller mit Platzproblemen auf den Chemie-Etiketten und GHS-Labeln konfrontiert. Um der CLP-Verordnung zu genügen, müssen deutlich mehr Informationen als früher auf den chemischen Produkten untergebracht werden. Einfach die Oberfläche der Produktverpackung zu vergrößern und so mehr Platz für das GHS-Etikett zu schaffen, stellt keine optimale Lösung dar, da sich aus Gründen niedriger Herstellungs-, Transport-, und Lagerungskosten, die Verpackung nicht vergrößern darf.Zu diesem Sachverhalt äußerten sich kürzlich auf der ersten Fresenius-Intensivtagung Experten der European Chemicals Agency (ECHA).
 
Ihr Antwort auf dieses Problem lautet:
Sollten nicht alle geforderten CLP-Elemente, z.B. Gefahrenpiktogramme, Signalwörter, Informationen in mehreren Sprachen, auf einem Chemie-Etikett Platz finden, seien durchaus alternative Kennzeichnungsformen erlaubt. Derzeit werde diskutiert, wie viele Sprachen auf einem faltbaren Chemie-Etikett untergebracht werden sollen. In jedem Fall müssen die Informationen auf den Chemieetiketten eindeutig, gut lesbar und leicht zu finden sein. Bei mehreren Sprachen auf einem Etikett käme es darauf an, eine ausgewogene Balance zwischen der Größe eines Gefahrgutetiketts, der Anzahl der Kennzeichnungselemente und der Schriftgröße zu finden.
 
Sollte eine TDG-Kennzeichnung (Anbieterkennzeichnung) nicht nötig sein, darf zur Kennzeichnung alternative auch die äußere Verpackung eines Gemisches für CLP-Elemente benutzt werden.
 
Auch andere Fragen müssten noch gelöst werden:

Nicht geregelt sei wie vorzugehen ist, wenn die äußere Verpackung verschiedene Produkte enthält. Dies betrifft lt. ECHA unter anderem die Rolle von Umverpackungen unter CLP, die Namensgebung auf Chemie-Etiketten für Produkte, die auch anderen Gesetzen als CLP unterliegen, oder den Gebrauch des Sicherheitshinweises P501 (Entsorgung des Inhalts und Behälters) bei Produkten die für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind.

Bei neuen Entwicklungen wird hier ein Update gebloggt.
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Welche Gefahrgutetiketten/ GHS-Etiketten gibt es?

GHS01: Für explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff.
GHS02: Für entzündbare Gase, Aerosole, Flüssigkeiten oder Feststoffe.
GHS03: Für entzündend (oxidierend) wirkende Gase, Flüssigkeiten oder Feststoffe.
GHS04: Für unter Druck stehende Gase
GHS05: Für Stoffe und Gemische, die auf Metalle korrosiv, hautätzend und/oder schwer augenschädigend wirken.
GHS06: Für akut toxische Stoffe und Gemische.
GHS07: Für Stoffe und Gemische, die Haut, Augen oder Atemwege reizen.
GHS08: Für karzinogene oder die Atemwege sensibilisierende Stoffe und Gemische.
GHS09: Für Stoffe und Gemische, die akut oder chronisch Gewässer gefährden.

Gefahrgutetiketten / Gefahrgutaufkleber / Gefahrgutschilder

GHS Gefahrensymbol und Nummeriertes Gefahrgutschild

GHS Gefahrensymbol + Nummeriertes Gefahrgutschild

Label mit Arsen und Spitzenhäubchen – die Gefahrgutetiketten

Gefahrgutkennzeichung Symbole 2

Gefahrgutkennzeichung – Symbole

Wenn Etiketten auf der Spitze stehen, sind höchste Vorsicht und ein sorgfältiger Umgang mit dem gelabelten Inhalten angesagt. Die auffälligen, rautenförmigen Gefahrgutaufkleber, Gefahrgutetiketten und Gefahrgutschilder werden immer dann zur Pflicht, wenn Gefahrenstoffe oder gefährliche Güter auf öffentlichen Verkehrswegen transportiert werden müssen. Gefahrgut-Etiketten werden auf Transportbehälter, Verpackungen und als Gefahrgutschild auf den Transportmitteln selbst aufgeklebt. Diese Pflicht zur Kennzeichnung mit Gefahrgutaufklebern existiert immer, unabhängig davon ob die Gefahrstoffe, wie brennbare Flüssigkeiten, Pflanzengifte, Munition oder hochexplosive Gase, mit einem LKW auf der Straße, im Güterzug, auf dem See- oder Luftweg transportiert werden müssen.

Welche Stoffe sind Gefahrstoffe: die Gesetze

Welche Stoffe überhaupt als Gefahrstoffe einzustufen sind und wie deren sichere Kennzeichnung und Verpackung zu erfolgen hat, regelt in Deutschland seit dem 01. Dezember 2010 die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV). Gefahrstoffe sind nach § 3 der Gefahrstoffverordnung solche Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, die bestimmte physikalische oder chemische Eigenschaften besitzen:

  • hochentzündlich
  • giftig
  • ätzend
  • krebserzeugend

-> um hier nur die gefährlichsten Eigenschaften mit Kennzeichnungspflicht zu nennen. Die GefStoffV ist ein wichtiger Bestandteil des Chemikaliengesetz (ChemG). Im ChemG werden viele wichtige EU-Richtlinien in das nationale deutsche Recht umgesetzt.

Wie sind Gefahrgutaufkleber/ GHS Etiketten zu erkennen?

Die dem jeweiligen Gefahrstoff entsprechenden Gefahrgutaufkleber sind durch ihre auffällige farbliche Gestaltung und die quadratische, auf der Spitze stehende Form eindeutig zu erkennen und müssen an einer prägnanten, gut sichtbaren Stelle auf der Gefahrstoff-Verpackung angebracht sein. Auf der Oberfläche der Gefahrgutetiketten befinden sich ein spezifisches Gefahrensymbol (Pictogramm), ein Nummerncode und (wenn notwendig) ein Schriftzug. Diese Motive stehen für die jeweilige Art der Gefahr und die im Gesetz definierte Gefahrstoffklasse.
 

Einteilung der Gefahrstoffklassen

Insgesamt sind neun verschiedene Gefahrstoffklassen definiert, die wiederum in unterschiedliche Kategorien nach Eigenschaften eingeteilt sind und die transportierten Gefahrgüter wie folgt beschreiben:

  • explosiv
  • gasförmig
  • entzündbar
  • giftig
  • ätzend
  • radioaktiv



Gefahrstoffklasse 1 Etikett - Explosive Stoffe
Gefahrgutaufkleber der Gefahrstoffklasse 1 kennzeichnen explosive Stoffe sowie Gegenstände, die Explosivstoffe enthalten. Dabei handelt es sich beispielsweise um Stoffe, die massenexplosionsfähig sind, eine Gefahr von Splitter-, Spreng oder Wurfstückbildung aufweisen oder Feuergefahr besitzen.

Gefahrstoffklasse 2 Symbolik
Gefahrgutaufkleber nach Gefahrstoffklasse 2 kennzeichnen entzündbare oder giftige Gase sowie auch nicht entzündbare und ungiftige, jedoch explosive Stoffe. Hierdurch wird auf Gefahren wie Erstickung, Explosion, Vergiftung oder Schädigung der Atemwege hingewiesen.

Gefahrstoffklasse 3 Symbol
Gefahrgutaufkleber nach Gefahrstoffklasse 3 deklarieren giftige und ätzende Stoffe, sowie Stoffe die einen niedrigen Flammpunkt besitzen aber auch Pestizide, welche zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden.
 

Gefahrstoffklasse 4 Symbol
Gefahrgutaufkleber nach Gefahrstoffklasse 4 deklarieren entzündbare und selbstentzündliche Stoffe, sowie Stoffe die bei Berührung mit Wasser entzündliche Gase bilden. Dabei entstehen z.B. Gefahren wie giftige Brandgase oder heftige Reaktionen bei Wassereinsatz.
 
Gefahrstoffklasse 5 Symbol
Gefahrgutaufkleber nach Gefahrstoffklasse 5 deklarieren Stoffe, die einen Brand auslösen bzw. einen Brand anderer Stoffe begünstigen können. Über die Etiketten wird somit auf Gefahren wie Stichflammen, Verpuffungen sowie giftige und ätzende Dämpfe hingewiesen.

 
Gefahrstoffklasse 6 Symbol
Auf Gefahren wie toxische Brände und Brandgase sowie eine Verbreitungsgefahr von Viren und Bakterien durch Löschwasser wird durch Gefahrgutaufkleber der Gefahrstoffklasse 6 hingewiesen.
 
Gefahrstoffklasse 7 Symbol
Radioaktive Strahlungsgefahren unterschiedlicher Stärke werden durch Gefahrgutaufkleber der Gefahrstoffklasse 7 gekennzeichnet.
 
Gefahrstoffklasse 8 Symbol
Gefahrstoffklasse 8 umfasst u.a. Stoffe, die durch chemische Einwirkung Haut oder Schleimhäute bei Berührung verätzen könnten, sowie Stoffe die beim Freiwerden Schäden an anderen Gütern hervorrufen könnten. Beispiele sind Schwefelsäure oder Natronlauge.
 
Gefahrstoffklasse 9 Symbol
Unter Gefahrstoffklasse 9 fallen alle Stoffe, die nicht in den vorhergehenden Klassen einzuordnen sind, jedoch bei der Beförderung eine Gefahr darstellen können. Beispiele sind Asbest oder Lithium-Batterien.
Zusätzlich zu den Pictogrammen finden sich auf Gefahrgutetiketten eindeutige Nummern zur Benennung der Gefahrstoffklassen. Diese Nummer gibt im Falle eines Transportschadens oder Unfalls eindeutige Hinweise über das Gefahrgut, die Gefahrgutklasse und die von ihr möglicherweise ausgehende Gefährdung. So können Einsatzkräfte, wie die Feuerwehr oder das THW, schneller geeignete Maßnahmen einleiten.
 

Optimale Eigenschaften von Gefahrgutaufklebern

Für Gefahrgutetiketten gibt es zwei wesentliche Eigenschaften: Sie müssen auffällig sein und eine dauerhafte, haltbare Kennzeichnung ermöglichen. Für die Auffälligkeit sorgen neben der Rautenform einerseits das aufgedruckte Farb-Motiv, mit roten und gelben Signalfarben und Streifen und andererseits die Pictogramm-Symbolik. Ein auf gekreuzten Knochen ruhender Totenkopf, eine explodierende Bombe oder ein auf der Wasseroberfläche mit dem Bauch nach oben treibender Fisch, lösen eher selten harmonische Gefühle aus.

Warum Seewasserfestigkeit so wichtig ist

Für viele Gefahrgüter wird zudem eine Zulassung nach der Britischen Norm BS 5609 gefordert. Die Erfüllung dieser Anforderung bedeutet, dass die aufgeklebten, unbedruckten Gefahrgutetiketten 3 Monate in Seewasser gelagert werden können, ohne dass die Gefahr besteht, dass es sich vom beklebten Untergrund ablöst. Nur Behälter und Tonnen mit seewasserfesten Gefahrgutaufklebern dürfen problemlos auf dem Seeweg transportiert werden. Wie aggressiv Seewasser sein kann, ist beispielsweise an einem verrotteten alten Schiffsrumpf sehen. Wie wichtig diese Eigenschaft ist, zeigt der Fakt, dass ein Großteil des auf der Erde vorhandenen Güterverkehrs in Containern oder BULK-Fässern auf großen Frachtern oder Container-Schiffen erfolgt.
 

Verschiedene Arten von Gefahrgutetiketten

 

Das Material von Gefahrgutaufklebern

Entscheidend für die Qualität und Beständigkeit von Gefahrgutaufklebern ist das Zusammenspiel von Obermaterial und Haftkleber. Als Haftkleber verwenden wir bei labelprint24 nur permanent und festhaftende UV-Acrylathaftkleber und Dispersionshaftkleber mit einer hohen Anfangshaftung, die auf den Oberflächen von Metall- und Plastik-Containern und auf Stahlfässern gut und sicher haften. Diese Kleber sind weder durch Flüssigkeiten, Fett, Öl, Lauge, Lösungsmittel oder Säuren in ihren Klebeeigenschaften beeinflussbar.

Gefahrgutetiketten aus Etikettenpapier

Bei Papieretiketten ist der von der Transportanforderung gewünschte Grad an Haltbarkeit maßgeblich für den Einsatz des geeigneten Obermaterials. Etikettenpapier ist günstig und lässt sich gut bedrucken. Es kommt bei selbstklebenden Gefahrgutetiketten dann zum Einsatz, wenn eine zeitlich begrenzte Markierung von Karton, Pappe und Papier ausreichend ist. Etikettenpapier ist nicht sehr lange haltbar, nicht UV-beständig und ohne eine zusätzliche Laminierung verblasst durch die Sonneneinstrahlung mit der Zeit das Druckmotiv. Gefahrgutetiketten aus Papier besitzen eine hohe Endfestigkeit und sind im Bereich von -5 bis +80°C temperaturbeständig. Sie können in allen Farben bedruckt werden und sind als Rollenware oder Bogenware erhältlich.
 

Gefahrgutetiketten aus Folie

Für Umverpackungen aus Metall oder Kunsttstoff, die Reedereien oder Speditionen für den Transport im Freien am häufigsten verwenden, werden Gefahrgut-Etiketten aus Folie mit einem Permanentkleber genutzt. Dabei kommen viele Folienarten als Ausgangsmaterial zum Einsatz.

Zumeist werden dabei folgende Kunststoffolien angewandt:

  • PVC Folie (Polyvinylchlorid Folie)
  • PP Folie (Polypropylen Folie)
  • PET Folie (Polyethylenterephthalat Folie)
  • PE-Folien (Polyethylen Folie)

Etikettenfolien aus Kunststoff haben gegenüber Etikettenpapier den Vorteil, dass sie schmutzabweisende, kälte- und hitzeresistente Eigenschaften aufweisen, gegen Seewasser beständig und gegen manche verschiedene Chemikalien resistent sind. Je nach Folienart können auch UV-Strahlung oder extreme Temperaturen den Folienetiketten nichts anhaben.

Gefahrgutetiketten aus anderen Kunststoffmaterialien

Für den Transport von gefährlichen Gütern auf LKW, Tankwagen, Aufsetztanks oder Containern ist es möglich, auch einzelne Kunststoffschilder aus PVC mit einer Materialstärke von 1 bis 2 mm als Gefahrgutetikett zu nutzen. Dieser Schilder sind extrem haltbar, temperaturbeständig und resistent gegen Wasser, Laugen, schwache Säuren und Öl. Sollte es beim Transport zu einem Brand kommen, entflammen Kunststoffschilder nur sehr schwer und bei hohen Temperaturen.

Gefahrgutetiketten aus Aluminiumverbund

Wer beim Transport Gefahrgutschilder benötigt, die noch stabiler und langlebiger als Kunststoffschilder sind und überhaupt nicht entflammbar sind, greift auf Gefahrgutschilder aus Aluminium zurück. Diese ca. 2 mm dicken Schilder werden an Fahrzeugen, Tanks oder Containern fest angebracht. Gefahrgutetiketten aus Aluminiumverbund bestehen im Kern aus einem Hartkunststoff und aussen aus einer bruchsicheren Aluminiumschicht. Kunstoffschilder oder Aluminiumschilder können auf vielfältige Art an einem Verkehrsmittel oder einer Transportverpackung befestigt werden. Sie werden geklebt, verschraubt oder in speziellen Wechselrahmen befestigt.

Wenn Sie mehr über die Chemieetiketten von labelprint24 erfahren wollen beraten wir Sie gerne telefonisch oder nehmen Ihre Anfrage per Mail an info@labelprint24.com auf.

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