Thermoetiketten – Heiß, heiß Baby

1. Thermoetiketten

„Banane oder Himbeere?“ Produktbild identifizieren, die richtige Taste drücken und schon kommt der Waagen-Bon mit dem Endpreis für die verpackte Ware durch den Waagen-Schlitz in der Obst- und Gemüseabteilung. Superschnell, fertig bedruckt und auf die Plastikverpackung aufklebbar. Jeder kennt sie, jeder hat sie schon einmal gesehen und einen Blick darauf geworfen. Die Rede ist von Thermoetiketten, die einem oft im Supermarkt oder an der Tankstelle als Einkaufsquittung über die Kassentheke gereicht werden und die der Verpackungs- und Etikettenhersteller labelprint24 als Blanko-Etiketten auf Rollen produziert.

Thermoetikett

Überall dort, wo schnell variable Daten on-demand auf ein Etikett gedruckt werden müssen, läuft der Thermodruck zur Höchstform auf. Die völlig unkomplizierten Druckmöglichkeiten, die simple Bedienung und eine relativ einfache Technik machen den Thermotransferdruck im Lager, Verkaufs- und Logistikbereich zur begehrten und kostengünstigen Lösung zur Produktkennzeichnung. Wenn der Inhalt des Etiketts erst kurz vor dem Druck bekannt ist, ist der Thermotransferdruck wahrscheinlich die beste Lösung. Weiß man vorher schon, was auf den Etiketten stehen soll, sind der Flexo- oder Digitaldruck die bessere Wahl.

2. Thermoetiketten –  Funktionsprinzip und Druckverfahren

Bei thermischen, also temperaturabhängigen Druckverfahren ist immer ein heißer Druckkopf (der Thermokamm mit den Dots (spezielle Halbleiterwiderstände) und ein speziell beschichtetes, temperaturempfindliches Material notwendig. Dabei gibt es im wesentlichen drei verschiedene Druckverfahren.

2.1. Thermodirektdruck

Beim Thermodirektdruck erhitzt der Druckkopf ein thermosensives Material. An den erwärmten Stellen ändert sich die Farbe des Thermopapiers und es werden schwarze Zahlen, Buchstaben und/oder Raster sichtbar, wobei die Druckqualität nicht so sehr im Vordergrund steht. Diese einfache Technologie ist kostengünstig und wird oft in Supermärkten eingesetzt. Typische Thermodirektdrucker sind in einem kompakten Format verfügbar. Altersbedingt oder durch Licht- und Wärmeeinstrahlung, etwa durch Heizungen oder Sonnenlicht, verblassen die aufgedruckten Informationen mit der Zeit. Wer etwa Tankquittungen für`s Finanzamt aufheben will, sollte sich besser Kopien der Originalbeläge auf Normalpapier machen.

Der Thermodirektdruck hat den Vorteil, dass er ohne weitere Verbrauchsmaterialien wie z. B. Farbbänder auskommt. Da der Drucker nur wenige bewegliche Teile hat, ist seine Lebensdauer erheblich höher als die von Tintenstrahl- oder Laserdruckern. Außerdem kommen Geräte für den Einsatz mit Papierrollen, vom Nachfüllen der Papierrolle mal abgesehen, ohne jegliche Wartung und zusätzliche Verbrauchsmaterialien, z.B. Farbbänder, aus. Die ersten Thermodirektdrucker wurden für preisgünstige Faxgeräte eingesetzt. Zu den heutigen Anwendungsbereichen gehören neben dem Druck von Kassenbons, Quittungen, Versandetiketten, Parkscheinen, Eintritts- und Fahrkarten auch wissenschaftliche und medizinischen Untersuchungsprotokolle und Barcodeauszeichnungen.
Heutiges Thermopapier zeigt deutlich verbesserte Resistenz gegen Umwelteinflüsse. Dies wird zum Teil durch Aufbringen einer Schutzschicht (Topcoat), aber auch durch verbesserte Rezepturen erreicht.

2.2. Thermotransferdruck / Thermotransferetiketten

Der Thermotransferdruck ist etwas aufwendiger und erzeugt ein besseres, farbiges Druckbild. Bei dieser Technologie wird ein Farbband benötigt. Durch die Hitze überträgt der Druckkopf die Farbe vom Thermotransferband auf das zu bedruckende Material. Der Nachteil dieses Verfahrens sind die Kosten für das zusätzlich erforderliche Thermotransferfolie. Dafür kann jedes normale Etikettenmaterial mit der Thermofarbe bedruckt werden. Die Druckqualität und die Auflösung sind bedeutend besser und die verwendeten Materialien haltbarer.

Die Anwendungsgebiete für den Thermotransfer-Druck sind sehr groß. Eingesetzt wird ein Thermotransferdrucker zum Druck von dauerhaften Etiketten, die auf lang haltbaren Gütern zur Teilekennzeichnung mit Seriennummern aufgebracht werden, etwa im Maschinenbau, Elektroanlagenbau (CE-Kennzeichen) oder in der Automobilindustrie. Die Anforderungen der Industrie an eine sehr hohe Auflösung des Druckbildes (besonders seit Einführung von Barcodes) führte zu einem verstärkten Einsatz von Thermotransfer-Drucksystemen. Ein weiteres Plus ist die Flexibilität. Da der Drucker direkt über den PC angesteuert werden kann, können Layouts und Daten des Etikettes in kürzester Zeit gewechselt werden.

Mit fast keinem anderen Druckverfahren ist ein solch hochwertiges Druckergebnis in Bezug auf die Bandbreite der zu bedruckenden Materialien zu erreichen. Da sämtliche Druckausgaben auf der verbrauchten Thermotransferfolie dauerhaft lesbar bleiben, besteht für sicherheitskritische Anwendungen bei Banken, Industrie und Behörden ein konkretes Datensicherheitsrisiko.
Ein ähnliches Verfahren ist der Thermosublimationsdruck. Der Unterschied liegt darin, dass die auf der Trägerfolie aufgebrachten Farbstoffe durch Zuführen von Wärme verdampft werden. Hierbei geht der Farbstoff direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über (Sublimation). Der gasförmige Farbstoff dringt in das zu bedruckende Material (Papier) ein oder schlägt sich darauf nieder (Kunststoffkarten).

In Abhängigkeit von der jedem Druckpunkt zugeführten Energiemenge wird auch die Menge der zu übertragenden Farbe (bis zu 64 Abstufungen pro Farbe) gesteuert, wodurch eine hohe Farbauflösung erreicht wird und brillante Farben entstehen. Nachteile sind jedoch die langsame Druckgeschwindigkeit bei hohen Kosten, da je Druckvorgang immer nur eine Farbe zur gleichen Zeit aufgebracht werden kann.
Die Druckergebnisse sind von höchster Qualität und einem Farbfoto sehr ähnlich. Anwendungsgebiete waren in der Frühzeit der Digitalfotografie vor allem Fotostudios, heute werden sie wegen der hervorragenden Druckqualität bei gleichzeitig kompakter und preiswerter Bauweise hauptsächlich noch für die private Verwendung eingesetzt und weichen hier zunehmend der preiswerteren Tintenstrahltechnik. Einige Geräte können direkt (über Bluetooth oder Infrarotschnittstelle) an Digitalkameras angeschlossen und als mobile Drucklösung unterwegs verwendet werden.

3. Blanko oder schon vorgedruckt?

Viele Thermo- und Thermotransferdrucker sind besonders auf den Druck von Barcode-Etiketten vorbereitet. Dabei können neben Blankoetiketten-Rollen auch Etiketten mit bereits vorgedruckten Design-Elementen mit variablen Daten bedruckt werden. Bei labelprint24 bekommen Sie Blankoetiketten aus Etikettenpapier für den Thermotransferdruck oder Thermodirektdruck (ThermoECO, ThermoTOP). Dieses hochwertiges Etikettenpapier ist hervorragend für den Eindruck im Thermodruckverfahren geeignet und mit einem stark haftenden, permanenten oder wieder ablösbarem Kleber für den universellen Einsatz für Produkt- und Informationsetiketten versehen, der auf den unterschiedlichsten Substraten haftet. Die verschiedenen Blankoetiketten sind in unterschiedlichen Temperaturbereichen von -40°C bis +90°C verwendbar. Wir liefern auch die passenden Thermobänder für die gebräuchlichsten Thermodrucker. Thermotransferdrucker können verschiedene farbige Thermotransferfolie verwenden und auch Sonderfarben, wie Gold und Silber, drucken, sind jedoch auf eine Farbe pro Druckvorgang beschränkt.

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