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PP-Etiketten

PP Etiketten

 

1. Polypropylen-Etiketten

Besonders widerstandsfähig sind Etiketten aus Polypropylen. Sie eignen sich für unterschiedliche Anwendungen im Bereich der industriellen Kennzeichnung. Sie lassen sich problemlos unter schwierigen Bedingungen verkleben, denn der zuverlässige Kunststoff weist eine große Widerstandskraft gegenüber einigen organischen Lösungsmitteln und Fetten auf.

1.1 Welche Eigenschaften besitzen Polypropylen-Etiketten?

Polypropylen ermöglicht aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit eine zuverlässige Kennzeichnung, auch unter anspruchsvollen Bedingungen. Ein sehr großer Vorteil ist die Chemikalienbeständigkeit. Selbst bei Anwendungen mit verschiedenen Lösungsmitteln und Fetten können PP-Etiketten eingesetzt werden. Für zahlreiche Anwendungen qualifizieren sich die PP-Etiketten in verschiedenen Bereichen, gerade auch, weil sie eine hohe Temperaturbeständigkeit zwischen 0 bis 100°C aufweisen und transparent sind.

1.2 Wo werden Polypropylen-Etiketten eingesetzt?

Aufgrund seiner guten Eigenschaften ist PP-Folie vor allem in der Verpackungsbranche sehr beliebt. Auf fast jedem Produkt, das im Geschäft verkauft wird, findet man Polypropylen-Etiketten. Der Grund für seine große Verbreitung sind seine individuellen Eigenschaften. Heutzutage besteht fast jede Kunststoffverpackung aus Polypropylen. Wenn man für die Kennzeichnung der Ware ein Etikett verwendet, das aus demselben Material besteht wie die Verpackung, kann der Kunde die Verpackung direkt recyceln, ohne sie davor erst trennen zu müssen. Einsatzbeispiele für PP-Etiketten:

  • Kosmetiketiketten,
  • Etiketten für Luxusprodukte,
  • Haushaltsreiniger,
  • Motoröle,
  • als Werbung und verkaufsfördernd.
 

Nicht nur in der Verpackungsbranche sind die Eigenschaften des Kunstoffs von Vorteil. PP-Etiketten sind in verschiedensten Bereichen ein gutes Hilfsmittel. Aufgrund des hohen Transparenzgrads von PP-Etiketten können diese als Schutzlaminat für weniger widerstandsfähige Etiketten eingesetzt werden oder als Etiketten im No-Label-Look.

Etiketten

Polypropylen Etiketten sind bspw. in der Chemiebranche sehr beliebt. Unser stabiles, bedingt biegsames Folienmaterial eignet sich hervorragend für Rundgebinde und verformbare Behältnisse aller Art (Quetschflaschen, Tuben, Tiegel). Es ist noch resistenter gegen Umwelteinflüsse als Polyethylen (PE) Etiketten.

Unsere Empfehlung – direkt im Kalkulator für Rollenetiketten auswählbar:

  • PP-Folie weiß, glänzend mit permanent haftendem Kleber
 


Auf Anfrage bieten wir Ihnen auch hochtransparentes PP Material für den No-Label-Look Ihrer Etiketten für alle Branchen an.



 

1.3 Kann man Polypropylen-Etiketten beschriften?

Polypropylen-Etiketten können auf unterschiedliche Weise beschriftet werden, z.B. mit einem einfachen Folienstift. Für eine professionelle Beschriftung hängt das Druckverfahren von den Etiketten ab. Polypropylen-Etiketten auf Rolle werden bspw. lediglich mit einem Thermotransferdrucker bedruckt. Etiketten hingegen können mit einem einfachen Laser- oder Inkjetdrucker bedruckt werden.


2. Was ist Polypropylen (PP)?

Polypropylen ist ein thermoplastischer Kunststoff, welcher durch Kettenpolymerisation von Propen hergestellt wird. Propen ist ein farbloses und brennbares Gas, welches durch thermische Spaltung der bei der Erdölverarbeitung anfallenden Leichtbenzine entsteht. Unter thermoplastisch versteht man, dass sich dieser Kunststoff bei einer bestimmten Temperatur verformen lässt. Der Vorgang, der dabei beginnt, ist reversibel, das bedeutet, dass der Vorgang beliebig oft z.B. durch Abkühlen wiederholt werden kann. Mit rund 20% Anteil an der Gesamtproduktion ist Polypropylen (kurz auch PP) der am zweithäufigsten verwendete Standardkunststoff und wird häufig in Verpackungen eingesetzt. Für die Produktion von Polypropylen werden ca. zwei Drittel des weltweit hergestellten Propens verwendet. Polypropylen wurde zum ersten Mal vermutlich im Jahre 1951 von den Chemikern John Paul Hogan und Robert Banks für die Philips Petroleum Company synthetisiert. Durch die Arbeit von Giulio Natta begann 1957 die großtechnische Synthese.

Die Eigenschaften von Polypropylen ähneln sehr stark Polyethylen (PE); es ist jedoch deutlich härter, fester und thermisch höher belastbar. Etwa bei 100°C liegt die maximale Dauereinsatztemperatur. Die Schlagempfindlichkeit (das Verhalten eines Stoffes gegenüber mechanischer Belastung) steigt unter 0°C stärker an als bei PE. Mit PE-Spezialarten kann mit höheren und niedrigeren Temperaturen gearbeitet werden. Aufgrund der Wahl der Polymerisationsbedingungen wird eine große Vielfalt verfügbarer Arten ermöglicht.


3. Die Eigenschaften von PP

Im Gegensatz zu vielen anderen Kunststoffen variieren sowohl die Molekülstruktur, die mittlere molare Masse, deren Verteilung, Copolymere als auch weitere Parameter. Sie können somit Eigenschaften beeinflussen, wodurch eine Vielzahl an PP-Sorten existiert.

  • PP ist der Kunststoff, der die geringste Dichte aufweist. Die Dichte von PP liegt zwischen 0,895 g/cm³ und 0,92 g/cm³.
  • Das Elastizitätsmodul von PP liegt bei 1450 N/mm².
  • Die Steifigkeit, Härte und Festigkeit bei PP ist höher als bei PE.
  • Die Glasübergangstemperatur von PP liegt zwischen 0 bis -10°C. PP wird somit bei Kälte spröde. Zwischen 100 bis 110°C liegt die obere Gebrauchstemperatur. Zwischen 160 bis 165°C liegt der Kristallit-Schmelzbereich.
  • Das Spektrum der mechanischen Eigenschaften von PP kann durch mineralische Füllstoffe wie Talkum, Kreide oder Glasfasern erweitert werden.
  • PP ist gegen fast alle organischen Lösungsmittel und Fette, Säuren und Laugen beständig.
  • PP ist in Xylol, Tetralin und Decalin sowie weiteren Lösungsmitteln bei höheren Temperaturen gut löslich.
  • PP lässt sich aufgrund seiner geringen Oberflächenenergie sehr schlecht verkleben und bedrucken.
  • PP eignet sich sowohl für Anwendungen im Lebensmittelbereich als auch in der Pharmazie. Es ist geruchslos und hautverträglich sowie physiologisch unbedenklich.
 


4. Spezialtypen

Wie schon erwähnt, gibt es auch verschiedene Varianten des Polypropylen aufgrund der Möglichkeiten, die Eigenschaften mit Füllmaterialien zu verändern. Wichtige Spezialtypen und Copolymere sind:

  • Glasfaserverstärkte Typen (PP-GF): : für eine höhere Steifigkeit bis zu 40% Glasfasern
  • Geschäumte PP-E Typen (expand): mit Dichten bis hinunter zu 10 kg/m³
  • Copolymere mit Ethylen (EPM) und Ethylidennorbornen, Dicyclopentadien oder 1,4-Hexadien (EPDM):: Synthesekautschuke mit guter Wetter- und Hitzebeständigkeit
  • (PP+EPDM)-Blends: zählen zu den thermoplastischen Elastomeren
 


5. Anwendungsgebiete

PP ist der Kunststoff mit dem stärksten Wachstum, denn mehr als ein Drittel der synthetischen Fasern wird auf Basis von Polypropylen hergestellt. Zu den wichtigsten Anwendungsgebieten gehören Verpackungsfolien und starre Verpackungen. Wegen seiner Eigenschaften wird Polypropylen in unterschiedlichen Bereichen angewandt, bspw. für die Innenausstattung von PKWs. Es findet also Einsatz für Armaturenbretter oder Gehäuse für Batterien. In der Elektrotechnik wird das Polypropylen für Drähte und Kabel als Ummantelung eingesetzt. Im Bauwesen kommt Polypropylen für Fittinge oder Rohrleitungen zum Einsatz, oder es wird im Betonbau dem Beton zugemischt, um Brandschutzanforderungen zu erfüllen. In der Textilindustrie wird es als Garn verwendet und ist in Heimtextilien, Sporttextilien, Geotextilien oder Teppichen zu finden. Auch in Bezügen von Decken, Kissen oder Matratzen. Selbst in einigen Geldscheinen, wie in denen von Neuseeland oder Australien, wo feuchtes Klima herrscht, wird bei der Herstellung der Banknoten PP hinzugefügt, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Weitere Anwendungsgebiete sind: Lebensmittelindustrie (z.B. Flaschenverschlüsse), Haushalt (Trinkhalme, Geschirrkörbe), Verpackungstechnik (wiederverwendbare Behälter, Thermotransportboxen), aber auch im Flugmodellbau oder in der Orthophädietechnik.


6. Polypropylen und Umwelt

Wie auch andere Plastikarten ist der Kunststoff Polypropylen sehr lange haltbar und zersetzt sich nicht. Diese Eigenschaft ist natürlich von Vorteil, solange die Gegenstände in Gebrauch sind. Das Umweltproblem beginnt, sobald die Gegenstände auf den Müll wandern.

  • Plastikmüll, welcher aus Polypropylen besteht, enthält wenige Zusatzstoffe (z.B. Dioxine), die ins Grundwasser bei der Lagerung in Mülldeponien sickern könnten. Dennoch wird beim Verbrennungsvorgang Chlor hinzugegeben, welches als giftiges Chlorgas entweicht.
  • Plastik bleibt über viele Jahrzehnte als Plastikmüll bestehen und zersetzt sich nicht wie organische Materialien zu Kompost. Es zerreibt sich in feinste Teilchen, in Mikroplastik.
 

ABER: Polypropylen lässt sich relativ gut recyceln.

Mit neuesten Scanner-Technologien kann das Material fast vollständig aus dem Plastikmüll sortiert werden, um es wiederverwenden zu können. Gebrauchtes Polypropylen wird so weiterverarbeitet, und aus recyceltem Plastikmüll entstehen z.B. Blumentöpfe. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Produktion aus recyceltem Plastik weniger Energie verbraucht, als die neue Herstellung von Plastik.


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