Industrieetiketten

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Industrieetiketten – Immer auf Nummer sicher


Industrieetikett
© Knorr Bremse Berlin



1. Was sind Industrieetiketten?

Unter dem Sammelbegriff Industrieetiketten versteht man alle Arten von Etiketten, die eine oder mehrere Kennzeichnungsaufgaben zur Unterstützung der industriellen Massenproduktion von Produkten, Maschinen, Waren oder Anlagen übernehmen. Neben ihrer wichtigsten Funktion, der Produktkennzeichnung, gehört auch die Steuerung von logistischen Prozessen zu den Aufgaben von Industrieetiketten.


1.1. Wie unterscheiden sich Industrieetiketten von anderen Etiketten?

Industrieetiketten unterscheiden sich von anderen Etiketten, etwa im Handel oder im Office-Bereich, durch ihren speziellen Aufbau und die Materialqualität. Diese Unterschiede sind den Rahmenbedingungen geschuldet, denen Industrieetiketten während ihres Einsatzes unterworfen sind.

Zu diesen komplexen Rahmenbedingungen gehören die hohen Anforderungen an die Sicherheit der industriellen Produktkennzeichnung und Produktverfolgung, die Umgebungsbedingungen sowie eine große Zahl von branchenspezifischen oder branchenübergreifenden gesetzlichen Regelungen und Etikettenstandards. Als Beispiele wären etwa die Gefahrstoffverordnung GHS, die GMP-Richtlinie oder die LMIV (Lebensmittelinformationsverordnung) zu nennen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Industrieetiketten müssen immer eine Nummer besser sein und sicherer funktionieren als Etiketten für andere Branchen.
  • Sie wollen Etiketten drucken lassen?  Unsere Etiketten sind je nach Materialauswahl alle für industrielle Kennzeichnung geeignet.
     

1.2. Welche Anforderungen werden an Industrieetiketten gestellt?

  • Industrieetiketten sind Schwerstarbeiter:
    Industrieetiketten verrichten ihren Job oft unter extremen äußeren Bedingungen und in komplizierten Umgebungen. Sie müssen im Freien, in nasser oder fettiger Umgebung, bei Hitze, Kälte, starken Vibrationen oder hoher UV-Einstrahlung immer noch lange Zeit fest haften und gut lesbar sein, denn das sind Bedingungen, wie sie für die industrielle Massenproduktion typisch sind. Der Aufbau von Industrieetiketten erfordert daher besonders hochwertige Materialien, z.B. kratzbeständige Folien, festhaftende Kleber für schwierige Untergründe oder lebensmittelgeeignete Toner. Auch die Etikettenproduktion muss in einer besonders hohen Qualität erfolgen; das Ganze bei Massendruck, s. GMP. Wer hier spart, der spart am falschen Ende und muss möglicherweise mit teuren Mehrkosten rechnen.

  • Industrieetiketten sind Innovationstreiber:
    Um Industrieetiketten weiter zu optimieren und noch besser an ihren Einsatzzweck anzupassen, wird permanent an neuen, innovativen Technologien im Bereich der Etikettenproduktion, Logistik und Anwendung getüftelt. Industrieetiketten sind die Innovationstreiber der Etikettenbranche; so sind Begriffe wie RFID oder druckbare Elektronik in erster Linie mit Industrieetiketten verbunden.

  • Industrieetiketten sind keine Modemuffel:
    Bei vielen Industrieetiketten kommt es nicht vordergründig auf die Schönheit, sondern auf die „inneren Werte“ an. Was nützt der schönste Silberdruck, wenn auf den Etiketten kaum Platz für lesbare Produktinformationen bleibt? Diese Fokussierung auf die Zweckmäßigkeit schließt allerdings nicht aus, dass ein gutes Etikettendesign die Marketingfunktion der Industrieetiketten bei der Produktkennzeichnung, etwa in der Lebensmittelindustrie, ganz besonders unterstützen kann. Gerade bei Produkten für den Endverbraucher spielt der Werbeeffekt eine entscheidende Rolle bei der Kaufentscheidung, bei Laugen, Säuren oder anderen Chemikalien eher nicht.

  • Industrieetiketten sind Navigationsmeister:
    Ohne eine funktionierende Logistik würde die industrielle Produktion nicht funktionieren. Für einen optimalen Warenfluss vom Zulieferer zum OEM (Original Equipment Manufacturer) und innerhalb eines Unternehmens sorgen Logistiketiketten. Jedes Transportgut ist mit ihnen gekennzeichnet und kann, bei Bedarf, sicher nachverfolgt werden. Logistiketiketten gibt es in vielen Ausführungen: als Barcode-Etikett, mit fortlaufender Nummerierung oder als RFID-Etikett mit elektronischer Lesbarkeit.



2. Ausgewählte Branchen im Detail

Zu den führenden industriellen Branchen in Deutschland gehören die Automobilindustrie, der Maschinenbau, die Chemische Industrie und die Lebensmittelindustrie. In diesen vier Schlüsselindustrien wird die größte Wertschöpfung erreicht, arbeiten die meisten Beschäftigten und stellt man die größte Zahl von Produkten und Waren her. So sehr sich diese vier Industriezweige voneinander unterscheiden, so haben sie doch alle eines gemeinsam: einen großen Bedarf an Industrieetiketten.


2.1. Industrieetiketten für die Automobilindustrie

Von A wie Auspuff bis Z wie Zylinderkopf: Ein durchschnittliches Auto besteht aus ca. 10.000 Teilen; es können aber auch mehr sein. Die einzelnen Teile werden von Zulieferern aus der ganzen Welt gefertigt, zu anderen Zulieferern oder direkt zum OEM transportiert und dort in zahlreichen unterschiedlichen Warengruppen zusammengefasst (Elektrik, Motor, Getriebe, Karosserie, Bremsen, Beleuchtung usw.).
Jedes dieser 10.000 Teile muss in irgendeiner Form durch Automobil-Etiketten gekennzeichnet werden und für den ev. Schadensfall über die ganze Lieferkette rückverfolgbar sein. Etiketten für die Automobilindustrie gibt es daher in vielen Varianten:

Technische Etiketten sorgen für die Produktkennzeichnung, erleichtern die Logistik und Ersatzteilversorgung und garantieren eine zuverlässige Rückverfolgung der vielen einzelnen Komponenten eines PKW, Bus oder LKW.

Ob Barcode-Etiketten, QR-Code-Etiketten, Typenschilder, Dokumentationsetiketten oder Laminat-Etiketten: Sämtliche Etiketten für die Automobilindustrie müssen hohe Qualitätsanforderungen erfüllen. Gefordert sind eine sehr lange Lebensdauer, die sichere Haftung bei hohen Temperaturen, wie sie u.a. im Motorenraum auftreten können. Damit man sie nach vielen Jahren on the Road noch gut lesen kann, müssen Automobiletiketten kratzfest und lichtecht ausgelegt und gegen Benzin, Diesel und Batteriesäure unempfindlich sein.

Etiketten mit UL-Zulassung (UL=Underwriters Laboratories) erfüllen die Eigenschaften, für die Automobiletiketten notwendig sind, optimal: Ob Originalitätsnachweis, Rückverfolgbarkeit oder aber Manipulations- und Diebstahlschutz. Mit der richtigen Teilekennzeichnung ist für ein Höchstmaß an Sicherheit für den Zulieferer, den OEM, den Automobilhändler und letztlich den stolzen PKW- oder LKW-Fahrer gesorgt.

Arten von Automobil-Etiketten:
  • Reifenetiketten
  • Logistiketiketten
  • Barcode-Etiketten
  • QR-Code-Etiketten
  • Blanko-Etiketten
  • Nummerierte Etiketten
  • Archivierungsetiketten
  • Sandwichetiketten
  • Duplex-Etiketten
  • Sicherheitsetiketten
  • Thermo-Etiketten
  • Typenschilder-Etiketten
  • RFID-Etiketten
  • Batterieetiketten
  • Staubschutz-Etiketten
  • Motorenraum-Etiketten
  • Dokumentationsetiketten
  • UL-Etiketten

2.2. Industrieetiketten für den Maschinenbau


Industrieetiketten für die industrielle Anwendung
© Thinfilm 


Er wächst und wächst und wächst – der Maschinenbau gehört zu den wichtigsten Exportbranchen der deutschen Wirtschaft. In und auf jeder Maschine, die das Werk verlässt, gehen auch Industrieetiketten mit auf die Reise. Typisch für die Etikettierung im Maschinenbau ist es, dass Industrieetiketten nicht in massenhaft großen Stückzahlen, dafür aber in einer besonders hochwertigen Qualität benötigt werden.

Maschinen und Anlagen rechnen sich dann, wenn sie laufen. Ihr Einsatz erfolgt unter allen Witterungsbedingungen und oftmals rund um die Uhr. Von daher unterliegen Motoren, Turbinen, Förderanlagen oder Werkzeugmaschinen einem stetigen Verschleiß. Diesem Dauerlauf und Verschleiß müssen auch die speziellen Industrieetiketten für Maschinen und Anlagen Rechnung tragen.

Information und Sicherheit – diese beiden Anforderungen stehen bei Industrieetiketten für den Maschinenbau an erster Stelle. Denn zum einen stehen auf ihnen Informationen zur Kennzeichnung von Maschinen und Werkzeugen und zum anderen enthalten sie oftmals Sicherheits- und Bedienungshinweise. Manchmal müssen Maschinen-Etiketten auch die Funktion eines Werbeträgers erfüllen; die Logos von Heidelberg, HP oder CAT besitzen in der jeweiligen Branche einen hohen Wiedererkennungswert.

Da Maschinen und Anlagen häufig im Freien betrieben werden oder in Fabriken, Lagerhallen oder Werkstätten mit viel Schmutz, Fett, Öl, Staub, Spänen und Reinigungsmitteln in Kontakt kommen, werden für die entsprechenden Industrieetiketten fest haftende Kleber verwendet. Auch Vibrationen müssen Maschinenetiketten wegstecken können, ohne sich abzulösen. Die Etiketten sollen sehr lange haltbar, abrieb- und kratzfest sein, um auch nach Jahren im Betrieb noch gut lesbar zu sein.


Im Maschinenbau gibt es eine Vielzahl von Etikettentypen:
  • Warnhinweise
  • Teiletiketten
  • Etiketten zur Identifizierung
  • Wartungshinweise
  • Typenschilder
  • Prüfplaketten
  • Sicherheitsetiketten
  • Barcodeetiketten
  • Kabeletiketten
  • Warnschilder
  • Transportbehälteretiketten
  • Ersatzteiletiketten
  • Logistiketiketten
  • Nummerierte Etiketten
  • Service-Aufkleber
  • Garantiesiegel
  • Thermoetiketten
  • Hochtemperaturetiketten
  • Metalletiketten
  • Inventaretiketten
  • UL-Etiketten

2.3. Industrieetiketten für die Chemische Industrie

Um etwas über diese Art von Industrieetiketten zu erfahren, sehen Sie sich unseren bestehenden Blog-Artikel zu den Chemieetiketten an.

2.4. Industrieetiketten für die Lebensmittelindustrie

Um etwas über diese Art von Industrieetiketten zu erfahren, sehen Sie sich unseren bestehenden Blog-Artikel zu den Lebensmitteletiketten an.

Industrieetiketten Lebensmittel
© Thinfilm



3. Ausgewählte Typen von Industrieetiketten

Industrieetiketten auf Rolle
© Thinfilm

3.1. Typenschilder

Typenschilder sind der „Ausweis“ einer technischen Anlage oder Maschine, eine eindeutige und vollständige Kennzeichnung. Die Informationen auf einem Typenschild informieren den Käufer, Anwender, Benutzer, Importeur usw. über Hersteller, Baujahr und CE-Konformität und liefern wichtige technische Angaben wie etwa Leistungsdaten und Sicherheitshinweise.

Was zwingend auf einem Typenschild stehen muss und welche Maschinen über ein Typenschild verfügen müssen, regelt die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG vom 29.06.2006. Typenschilder sollten den Aufgabenbereichen der jeweiligen Maschine angemessen, also widerstandsfähig gegen die mechanischen und chemischen Belastungen beim Einsatz, sein. Auch den zu erwartenden Einflüssen von Licht, Hitze, Kälte, Witterung usw. muss ein Typenschild standhalten. Materialien und Ausführung sollte so beschaffen sein, dass alle Angaben bei üblichen Betriebsbedingungen dauerhaft lesbar bleiben. Typenschilder werden daher oft aus eloxiertem Aluminium oder Edelstahl, immer öfter auch aus Kunststoff oder Kunststoff-Folie hergestellt. Die jeweiligen Informationen werden eingeprägt, eingeätzt, eingraviert oder aufgedruckt. Aufgabe des Herstellers ist es, die geeigneten Materialien und Methoden passend zur Maschine auszuwählen.


3.2. RFID-Etiketten

RFID-Etiketten sind Funk-Etiketten, die zur Kennzeichnung von Produkten im Warenverkehr, z.B. bei Paletten, Verbrauchereinheiten oder im Regal eingesetzt werden. RFID bedeutet „Radio-Frequency Identification“. RFID-Etiketten ermöglichen die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen und erleichtern damit erheblich die Erfassung von Daten. Ein RFID-System besteht aus einem Transponder, der sich am oder im Gegenstand bzw. Lebewesen befindet und einen kennzeichnenden Code enthält, sowie einem Lesegerät, zum Auslesen dieser Kennung.


3.3. Produktsicherheitsetiketten

Der Name ist Programm: Produktsicherheitsetiketten sorgen für Sicherheit an Maschinen und Anlagen. Bedruckt mit Gebots-, Verbots- und Warnhinweisen zeigen sie dem Bediener das richtige Verhalten auf, um einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten und Mensch und Maschine zu schützen. Aufgrund des vorhandenen Platzangebotes sind detaillierte Sicherheits- und Gebrauchsinformationen auf Produktsicherheitsetiketten nicht darstellbar. Eine mögliche Lösung dieses Platzproblems wären elektronisch lesbare, aufgedruckte Codierungen.



4. Materialien von Industrieetiketten

4.1. Industrieetiketten aus Folie

Folienetiketten sind für die meisten industriellen Kennzeichnungsaufgaben am besten gerüstet. Etiketten aus Folie sind zwar etwas teurer, zeichnen sich aber durch eine höhere Beständigkeit aus. Zu den Folienmaterialien, die hier verwendet werden, gehören Kunststoffe wie Polyester (PET), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und spezielle Hochleistungsfolien.

Industrieetiketten auf Leiterplatten, Heizkesseln, auf dem Prüfstand oder im Motorraum müssen sehr hohen Temperaturen standhalten. Wenn sie auf feuchtem, öligem oder sehr rauem Untergrund auch noch perfekt haften müssen, dann kommen Industrieetiketten aus PET-Folie, sogenannte Hochtemperaturetiketten, zum Einsatz. Die spezielle Oberflächenbeschichtung der PET-Folien gewährleistet optimale Bedruckung mit allen Druckverfahren, wie etwa dem Laser- und Themotransferdruck. PET-Folien sind extrem robust und damit besonders für ein breites Temperaturspektrum geeignet – von -50 bis 140 °C, kurzfristig maximal sogar bis 150 °C. Die hohe Widerstandsfähigkeit von PET-Folien gegen Chemikalien und starke Zugkräfte eröffnet Kunststoffetiketten ein breites Anwendungsfeld.


4.2. Industrieetiketten aus Papier

Nicht immer ist es notwendig, dass Industrieetiketten besonders resistent gegen Umwelteinflüsse und sehr lange haltbar sein müssen. So werden z.B. Versandetiketten und Adressetiketten nur für den kurzen Zeitraum des Transportes benötigt oder Kennzeichnungsetiketten für Maschinen- bzw. Ersatzteile nicht im Freien, sondern staubfrei und trocken in Lagern aufbewahrt. Für diese und andere Typen von Industrieetiketten ist Etikettenpapier völlig ausreichend. Es ist die Lösung mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis. Bei Bedarf kann die Oberfläche der Papieretiketten nach dem Motivdruck noch zusätzlich lackiert oder laminiert werden, um so die Haltbarkeit zu verbessern.


4.3. Klebstoffe für Industrieetiketten

Das schönste Etikettenmotiv und die kräftigste Etikettenfolie nützen gar nichts, wenn die Industrieetiketten wieder vom Behälter oder Bauteil fallen. Eine absolute Schlüsselrolle fällt bei den Industrieetiketten dem Etikettenkleber zu. Auch beim Kleber gilt: Immer auf eine Nummer sicher(er) gehen! Die Auswahl an Industrieklebern ist immens groß und reicht von wieder ablösbaren Leimen bis zur ultrafesten Haftung unter extremsten Bedingungen. Zu den Anforderungen, die an den Etikettenleim für Industrieetiketten gestellt werden, gehören u.a.:

  • Extrem gute Anfangshaftung
  • Seewasserbeständigkeit
  • Chemikalienbeständigkeit
  • Flexibilität
  • Gute Haftung auf staubigen, porösen, fettigen und nassen Untergründen
  • Für Lebensmittel geeignet / migrationsarm
  • Minimales Klebstoffbluten

Ein Beispiel für einen industriegeeigneten Hightech-Kleber ist der Haftklebstoff auf Acrylatbasis. Industrieetiketten mit einem permanenten Haftklebstoff auf Acrylatbasis zeichnen sich durch ihre Verarbeitungseigenschaften aus. Vor allem durch sein aggressives Klebeverhalten kommt ein Haftklebstoff auf Acrylatbasis insbesondere bei kritischen Oberflächen zum Einsatz, wie etwa raue Kartonagen oder zur Beklebung von Ampullen, Metallgebinden, Chemiefässern sowie bei der Heißabfüllung. In Verbindung mit PET-Folien eignet er sich hervorragend für einen Einsatz bei höheren Temperaturen. Eine klassische Anwendung für diese Art von Materialmix sind Typenschilder.



5. Wichtige Gesetze, Standards und Zertifizierungen

Was bedeutet GHS?

Das global harmonisierte System (GHS, Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals) der Vereinten Nationen ist ein weltweit einheitliches System zur Einstufung von Chemikalien sowie deren Kennzeichnung auf Verpackungen und in Sicherheitsdatenblättern. In der Europäischen Union muss die Verordnung für Stoffe bis zum 1. Dezember 2010 und für Gemische bis zum 1. Juni 2015 umgesetzt werden.

In USA und Kanada gelten die Etikettenstandards OSHA, WHMIS, FIFRA und PIMRA.

  • Was ist ein UL-Prüfzeichen?
    UL bedeutet übersetzt Underwriters Laboratories und ist eine unabhängige Prüforganisation in den USA. Underwriters Laboratories prüft verschiedene Produkte, Materialien und Komponenten auf Standards und Produktsicherheit, die den strengen Normen in den USA entsprechen. Ist das der Fall, bekommt man ein UL-Prüfzeichen. Die UL-Zertifizierung ist für alle Hersteller und Lieferanten notwendig, die ihre Produkte oder Komponenten in Nordamerika oder Kanada verkaufen möchten. Auch Industrie-Etiketten sind Komponenten von Produkten, die in die USA oder Kanada verkauft werden.

  • Was ist die LMIV?
    Die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) schreibt detailliert vor, wie Lebensmittel zu kennzeichnen sind und legt Regeln für Werbung, Aufmachung und Verkauf von Lebensmitteln über das Internet fest. Insbesondere bei der Produktetikettierung mittels Lebensmitteletiketten bzw. Industrieetiketten und der Informationsweitergabe müssen viele Vorgaben erfüllt werden. Sinn dieser europäischen Regelungen ist es, die Rechte der Verbraucher zu stärken und mehr Transparenz zu schaffen. Zweitens sollen die unterschiedlichen nationalen Verordnungen der einzelnen EU-Länder vereinheitlicht werden.

  • Was ist GMP?
    Unter Gute Herstellungspraxis (engl. Good Manufacturing Practice) versteht man Richtlinien zur Qualitätssicherung der Produktionsabläufe und -umgebung bei der Produktion von Arzneimitteln und Wirkstoffen, aber auch bei Kosmetika, Lebens- und Futtermitteln. Diese Richtlinien umfassen auch Bedingungen (Räume, Personal, Qualitätsmanagement, Dokumentation), die zur Herstellung von Industrieetiketten für Produkte aus den oben genannten Branchen zwingend erfüllt sein müssen.



6. Ein Blick in die Zukunft der Industrieetiketten

Digitalisierung und Automatisierung sind die beiden Zauberwörter, welche die Zukunft der industriellen Massenproduktion beschreiben. Oft ist in diesem Zusammenhang auch von Industrie 4.0 die Rede. Die technische Grundlage für die Industrie der Zukunft sind intelligente, digital vernetzte Systeme, die eine weitestgehend selbstorganisierte Produktion ermöglichen; Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte kommunizieren und kooperieren direkt miteinander. Das Internet der Dinge erhält Einzug in alle industriellen Branchen, den Handel, das Handwerk und die eigenen vier Wände.

Damit diese digitale Vernetzung funktionieren kann, sind Industrieetiketten notwendig, die a) einen Zugang auf enorme Datenmengen ermöglichen und b) in der Lage sind, drahtlos mit entsprechenden Systemen zu kommunizieren – die Smart Label Produktetiketten. Über QR-Codes und Funktechnologien, wie z.B. NFC (Nahfunktechnologie), lassen sich mit Smart Labeln neue schnelle Kommunikationswege mit den Kunden aufbauen und gleichzeitig Daten zu dessen Verhalten analysieren.

Industrie-Etiketten mit NFC-Chips: Die NFC-Nahfeldkommunikation ist eine Weiterentwicklung der RFID-Technologie. Im Gegensatz zu RFID herrscht bei NFC ein industrieübergreifender Standard. Der Chip auf den Industrieetiketten kann mit jedem Smartphone direkt und ohne Download einer App gelesen und für Logistik-, Sicherheits- und Marketingzwecke eingesetzt werden. Jeder Chip hat ab Werk eine eindeutige Identifikationsnummer und ist daher fälschungssicher. Die NFC-Technologie wird aktuell bereits als Zahlungsmedium und zur Authentifizierung genutzt.

Sinkende Toner-Preise, neue Hightech-Tinten (z.B. für gedruckte Elektronik) und eine noch bessere Druckqualität vorausgesetzt, werden in Zukunft immer größere Marktanteile von Industrieetiketten digital produziert werden. Eine Entwicklung, die bei labelprint24 seit Langem bei Investitionen in neue Technologien im Vordergrund steht.

Multimedia wird in Zukunft auch vor Industrieetiketten nicht haltmachen. Multimedia-Labels können Informationen wie Sprache, Musik, kleine Computerprogramme oder Bilder enthalten. Der Anwender kann die Daten über eine Schnittstelle auch auf einem Computer speichern. Derartige Etiketten können, auf Maschinen oder Anlagen platziert, Wartungshinweise oder Reparaturpläne enthalten.

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