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Versandschachtel

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Wer seine Ware versenden möchte, sucht eine sichere und günstige Transportverpackung, die in der Regel aus Pappe besteht. Um Transportschäden vorzubeugen, ist die richtige Auswahl der Versandschachtel wichtig. Unabhängig, ob ein Paket- oder Palettenversandweg gewählt wird, gibt es Versandschachteln (oder auch Versandverpackungen) in unterschiedlichen Größen und passenden Formen. Für die richtige Wahl des Versandkartons ist die Größe entscheidend, damit die enthaltene Ware nicht hin und herrutschen kann, wodurch Transportschäden entstehen können. Weder zu klein, noch zu groß darf die Verpackung sein. Der Inhalt sollte fest vom Karton umschlossen sein. Kleine Leerräume können gegebenenfalls mit Polstermaterial befüllt werden. Wenn die Größe passt, kann zwischen unterschiedlichen Verschlussarten, z.B. Packband gewählt werden, Gefahrgüter bspw. müssen richtig gekennzeichnet werden.

Lesen Sie im folgenden Beitrag alles Wichtige zum Thema Versandschachteln.
 

1. Welcher Karton ist der richtige?

Welcher Karton eignet sich für den Transport und Versand? Packstücke sind oft Gefahrenquellen wie Druck, Feuchtigkeit und Stößen ausgesetzt. Daher gilt: je fester und stabiler der Karton, desto besser ist das Versandgut geschützt. Beim Einzelversand eines Packstückes ist es wichtig, auf die Widerstandsfähigkeit gegen Druck- und Durchstoßkräfte von innen und/oder außen zu achten. Wenn Kartons auf einer Palette verschickt werden, ist der Kantenstauchwiderstand entscheidend, denn er schützt die darunterliegenden Kartonagen vor Eindrücken. Je nach Gewicht, gilt es zwischen 1-, 2-, und 3-welligem Karton zu unterscheiden:

  • 1-wellig: insbesondere für Lagernutzung, niedrige Transportbeanspruchung
  • 2-wellig: insbesondere für mittlere bis hohe Transportbeanspruchung
  • 3-wellig: Die Schwerwellpappe wird für sehr hohe Transportbelastungen eingesetzt

2. Sicher in den Versand

Damit die Ware nicht nur einwandfrei in den Versand geht, sondern auch unbeschädigt beim Empfänger ankommt, muss ein Versandkarton zusätzlich richtig gefüllt, gepolstert und geschützt werden. Somit wird der direkte Kontakt von Versandverpackung und Inhalt vermieden und äußere Einflüsse können dem Versandgut nichts anhaben. Welche Möglichkeiten gibt es ?

2.1 Keine Hohlräume durch richtiges Füllen

Der Inhalt der Versandschachtel kann nicht verrutschen, wenn es keinen Hohlraum gibt. Daher sollte der Versandkarton bei stoßempfindlichen oder stoßsicher unterverpacktem Packgut durch Füllmaterial wie Chips, Folie oder Papier aufgefüllt werden. Anmerkung: Aus wirtschaftlicher Sicht eignen sich große Polster besser, um große Hohlräume auszufüllen. Mit kleinen Polstern sind Sie flexibler, falls sich das Versandgut in Format und Größe differenziert.

2.2 Stöße mit Polstern dämpfen

Pufferzonen können durch Polster für stoßempfindliche Produkte geschaffen werden. Fixieren Sie die Ware richtig, damit innerhalb der Verpackung nichts hin- und herrutscht. Anmerkung: Verwenden Sie für leichte Produkte weiche Polster und für schwere Produkte harte. Bei schweren Produkten besteht die Gefahr, weiche Polster zu zerstören und diese somit wirklungslos zu machen.

2.3 Qualität durch richtiges Schützen bewahren

Produkte mit sensiblen Oberflächen benötigen den richtigen Schutz. Außen liegende Ecken und Kanten können mit geeignetem Schutzmaterial wie Schaum- oder Papierpolstermaterial oder Papierpolsterkissen abgedeckt werden.

3. Sicher verschließen

Nachdem die richtige Verpackung und Polsterung ausgewählt wurde, muss die Versandschachtel richtig verschlossen werden, denn dann entsteht ein stabiler Schutz und die Ware kommt sicher beim Kunden an. Hierfür bieten sich die drei folgenden Verschlusslösungen an:

Schachtel sicher verschließen
3.1 Verschließen mit Packband

Mit einem Packband können Sie Ihre Kartonagen einfach und sicher verschließen. Ein Packband verstärkt das Kartonmaterial und garantiert Ihren Waren eine erhöhte Transportsicherheit. Für einen effizienten und komfortablen Einsatz bieten sich hierfür ein Abroller oder eine Kartonverschließmaschine an.

Packband-Art Eigenschaften Verwendung
PVC-Packband reißfest, feuchtigkeitsresistent, temperaturbeständig, klebestark Alle Kartontypen
Filamentband sehr reißfest, hohe Sofort- und Dauerhaftung, glasfaserverstärkt 3-wellige Kartons und Gefahrgut-Kartons
Papier-Packband rollt leise ab, reißfest leichte bis mittelschwere Kartons
Gewebeband rollt leise ab, reißfest, feuchtigkeitsresistent, lösungsmittelfrei Fast auf allen Oberflächen haftend
Krepp-Klebeband leicht abrollbar, beschriftbar Zum Abkleben, für das Bündeln von Waren
Nassklebeband unempfindlich gegen Hitze, Kälte, Licht und Feuchtigkeit, umweltfreundlich Schutz vor Manipulation

3.2 Sichern durch Heften/Klammern

Mit Metallklammern können Kartonagen oder Holzkisten verschlossen werden. Sie sind robust gegen Feuchtigkeit und Wärme. Des Weiteren erschweren sie unerwünschte Zugriffsversuche. Nicht nur in der Handhabung sind Heftklammerverschlüsse praktisch, sie bieten weitere Vorteile:
 
  • beim Verschließen erfassen Heftklammern bei 2-welligen Kartons ca. 10 Papierlagen (im Vergleich: Packband erfasst nur 2 Lagen)
  • Kartons sind formstabiler und lassen sich besser stapeln
  • Heftklammerverschlüsse werden nicht durch Feuchtigkeit oder Wärme beeinflusst und sind dauerhaft
  • Durch Plombierungseffekt ist eine Diebstahlsicherung vorhanden
  • Gute Sichtbarkeit für Werbeaufdrucke
  • Keine Probleme bei der Altpapieraufbereitung


Mit einer Blindheftung wird das Packgut nicht beschädigt. Dabei werden die Heftklammern innerhalb der Papplage umgelegt, ohne diese zu durchstechen. Je nach Klammerlänge und Kartonstärke gilt zu entscheiden:

  • 1-welliger Karton: 11 – 15 mm Schenkellänge der Heftklammer
  • 2-welliger Karton: 18 mm Schenkellänge der Heftklammer
  • 3-welliger Karton: 22 mm Schenkellänge der Heftklammer

3.3 Fixieren durch Umreifen

Umreifungsbänder eignen sich ideal zum Bündeln, Verschließen von Paketen und für die Waren- und Palettensicherung.
 
Umreifungsband Verwendung für:
PP (Polypropylen) Kartonagen-, Paletten- und Verschlussumreifung
PET (Polyester) Dauerhafte Lagerung von Gütern
Textil Gefahrgutkartons, Transportsicherung aller Art
Komposit/Gewebe Große, schwere und unförmige Ladungen
Stahl Schwere, scharfkantige und runde Güter

Das Umreifen von Versandgut ist eine gute Verschlussart, denn auch wenn Transport-Lkws stark bremsen oder Frachtschiffe in schweren Seegang geraten, bleibt das Versandgut fest verschlossen. Für die Auswahl des richtigen Umreifungsbands gilt:

  • die Mindest-Reißfestigkeit als Maß, welche in Newton [N] angegeben wird. Sie beschreibt die Kraft, die benötigt wird, damit das Umreifungsband zerreißt.
  • die verbleibende Reißkraft ändert sich je nach Verschlussart.
  • die passende Umreifungslösung varriiert je nach Gewicht des Transportguts.


Um das Eindrücken der Packstücke zu vermeiden, sollte beim Umreifen zusätzlich an Ecken- und Kantenschutz gedacht werden.
 

4. Die richtige Versand- und Warenkennzeichnung schützt

Damit der Versand auch bei Gefahrstoffen, empfindlichen oder zerbrechlichen Waren reibungslos abläuft, ist eine richtige Versand- und Warenkennzeichnung notwendig. Ein sicherer Transport sowie die korrekte Behandlung einer Ware lässt sich durch die Verwendung von Warn-, Hinweis-, und Gefahrgutetiketten gewährleisten.
Versandschachtel Warenkennzeichnung

Funktionen der Warenkennzeichnung:

  • Hinweis zur sorgfältigen Behandlung von Paketen
  • Erleichterung der Transportüberwachung
  • Kennzeichnung gefährlicher und empfindlicher Waren
  • Prävention von Transportschäden und Retouren


4.1 Adressetiketten

Eine Post- oder Warensendung kann mit Hilfe von Adressaufklebern professionell aussehen. Mit Adressetiketten kann Zeit eingespart werden, da die aufwendige Beschriftung per Hand durch das Ausdrucken ersetzt wird. Aufkleber mit einer zusätzlichen Schutzfolie schützen vor Beschädigungen durch Witterungseinflüsse oder Schmutz. Damit die Adressaufkleber nicht beschädigt werden, sollten diese immer auf glatte Oberflächen einer Schachtel oder eines Kartons angebracht werden.

Adressetiketten richtig anbringen:

  • Adressetikett nicht über die Kante kleben
  • das Label sollte nicht mit einer reflektierenden Folie überdeckt sein
  • nicht auf der Seitenfläche oder hochkant labeln
  • Verschlussmaterialien (z.B. Umreifungsband) sollten das Adressetikett nicht überdecken


4.2 Begleitpapiertaschen

Damit wichtige Dokumente wie Rechnungen oder Lieferscheine, die zu jedem Warenversand gehören, nicht verloren gehen, werden sie in Begleitpapiertaschen untergebracht, die an die Verpackung angebracht werden. Die Begleitpapiertaschen gibt es mit und ohne Druck, mit Repetier- oder Anklebeverschluss.
 

4.3 Gefahrgutetiketten – Kennzeichnung von gefährlichen und empfindlichen Waren

Damit Gefahrgutsendungen schnell und eindeutig identifiziert werden können, werden Gefahrgutetiketten eingesetzt.

Gefahrgüter werden je nach ihrer Gefährlichkeit in verschiedene Klassen unterteilt, die auf Haupt- und Nebengefahren hinweisen. Mit entsprechenden Warnhinweisen in Form von Warnetiketten muss das Gefahrgut während des Transports gekennzeichnet sein.

Mit Gefahrgutetiketten

  • werden Gefahrgutvorschriften eingehalten,
  • wird vor gefährlichen Gütern auffällig gewarnt,
  • wird Unfällen vorgebeugt 
  • Gefahrgutetiketten haften gut.


Überall, wo es gesetzlich vorgeschrieben ist, müssen beim Gütertransport gefährliche Stoffe mit Warnetiketten versehen werden, bspw. beim Transport von Stückgut oder beim Paketversand.

4.4 Warnbänder und Warnetiketten – Warnhinweise

Zusätzliche Sicherheit beim Transport und bei der Lagerung von Packstücken bieten Warnbänder und Warnetiketten. Vor allem werden zerbrechliche, empfindliche und geprüfte Waren mit Warnhinweisen gekennzeichnet. Die Warnhinweise geben Signal für eine vorsichtige Behandlung.

Warnbänder und Warnetiketten

  • sind besonders auffällig,
  • sind in mehreren Sprachen 
  • sind reißfest und weisen eine hohe Klebekraft auf.


Um Ansprüche bei Schadensfällen gegenüber Versicherungen geltend machen zu können, sind Warnetiketten und Warnbänder dringend einzusetzen.
 


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